Suizid

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Suizid (vo neulateinisch suicidium, us sui „vo sich [sälber]“, und caedere „umbringe, dööde, morde“[1]), au Sälbstdöödig oder moralisierend Sälbstmord oder öifemistisch Freidood, isch s wemm mä em äigene Lääbe vorsätzlig en Änd macht. E Suizid cha äntwäder aktiv bassiere, wemm mä sich Schade zuefüegt (öbbe sich sälber döödlig verletzt oder Gift nimmt), oder aber passiv, wemm mä nüme für sich sälber sorgt und zum Bischbil lääbensnotwändigi Medikamänt, Naarigsmiddel oder Flüssigkäite nit zue sich nimmt.[2]

Dr Dood vom Sokrates, wo vo dr Athener Volksversammlig zum Sälbstmord verurdäilt worde isch, eso wie sich das dr Mooler Jacques-Louis David (1748-1825) vorgstellt het.

E Suizidhandlig, wo nit diräkt zum Dood füert, wird in der Fachsprooch as Suizidversuech bezäichnet, in dr Umgangssprooch as Sälbstmordversuech. Suizidversüech si seer vil hüfiger as glungeni Suizid. Dr psüchischi Zuestand vom ene sälbstmordgfäärdete Mensch wird as Suizidalidäät bezäichnet.

Mediziner gseen Suizid und Suizidversüech in vile Fäll as e Sümptom von ere psüchische Stöörig, wo sött behandlet wärde, wie ere Depression, bipolare Stöörig, Schizofrenii oder ere andere schwere Chranket oder Behinderig, wo dr betroffnig Mensch nüme cha ushalte. Mit ere bessere Diagnostik chan e Paziänt zwar besser, aber nit vollständig gschützt wärde.

Mit em Suizid befasse sich Wüsseschafte wie d Psüchiatrii, Psüchologii, Soziologii, Filosofii, Theologii und d Rächtswüsseschaft. As äigeständigi Wüsseschaft, wo sich mit em Suizid bsundrigs us ere psüchiatrisch-medizinische Sicht beschäftigt, het sich im 20. Joorhundert d Suizidologii uusebildet. Es git au braktischi Aasätz zum Suizid z verhüete und sich um die z kümmere, wo e Suizidversuech undernoo häi, und um die Aaghöörige vo Suizidänt.

S Logo vo dr Schwizer Freiwillige Organisazioon exit, wo Doodchranke Stärbehilf läistet.

Wenn dr Suizid mit dr Understützig von ere andere Person duuregfüert wird, reedet mä je noch däm was bassiert isch äntwäder vom ene assistierte Suizid oder vo aktiver Stärbehilf. Über d Stärbehilf wird internazional kontrovärs diskutiert und si isch vo land zu Land juristisch andersch greeglet. In dr Geriatrii und Altepflääg wird si im Zämmehang mit de Begriff „künstligi Ernäärig“ bzw. „Naarigsverwäigerig“ immer wieder thematisiert.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans Rost: Bibliographie des Selbstmordes. Verlag Roderer, Rägesburg 1992, ISBN 3-89073-343-3 (Repr. d. Ausg. Augsburg 1927)
  • Suizid-Bibliothek. 1.000 Werke aus den Jahren 1578 bis 1945 (öbbe 100'000 Site uf 1500 Mikrofiches). Harald Fischer Verlag, Erlange 2005, ISBN 3-89131-463-9.
  • Jean Améry: Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod (Werke; 3). Klett-Cotta 2005, ISBN 3-608-93563-0.
  • Jean Baechler: Tod durch eigene Hand. Eine wissenschaftliche Untersuchung über den Selbstmord („Les suicides“). Ullstein, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-550-07701-7.
  • Andreas Bähr (Hrsg.): Sterben von eigener Hand. Selbsttötung als kulturelle Praxis. Böhlau, Köln 2005, ISBN 3-412-18405-5.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Suizid – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Suizid in duden.de, abgrüeft am 26. Novämber 2012.
  2. Hans H. Studt, Ernst R. Petzold: Psychotherapeutische Medizin: Psychoanalyse. Psychosomatik. Psychotherapie. Ein Leitfaden für Klinik und Praxis. de Gruyter 1999, S. 122..
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