Novatian

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Dr Novatian (latynisch Novatianus; * um 200; † um 258) isch Theolog un 251 bis 258 remische Gegebischof gsii. Die spotantik Bewegig vu dr Novatianer, wu si sälber katharoi (di Raine) gnännt hän, isch no ihm gnännt.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wu dr Bischof Fabianus im Jänner 250 gstorben isch, het mer dr Novatian zerscht zum Sprächer vu dr Gmai gruefe. Alles het druf ditte, ass är dr negscht Bischof wirdm dr Klerus het aber im Merz 251 dr Cornelius zum Noofolger vum Fabianus gwehlt. Dr Novatian het si derni vu drei siditalienische Bischef zum Bischof weie loo un het dr Kampf geg dr Cornelius aadrätte. E Chrischteverfolgig im Februar 251 het derzue gfiert, ass en Aahänger vum Chrischtedum abgfalle sin, dodrus het s e heftige Stryt gee zwisch em Novatian un em Cornelius. Dr Novatian het em Cornelius vorgworfe, är heeb in dr Verfolgige unter em Chaiser Decius Beamti bstoche un eso e Beschyynigung derfir kriegt, ass er wie s im Erloss vum Chaiser vorgsää gsii isch, dr remische Getter gopferet heeb; wäge däm heeb dr Cornelius kai Rächt, Bischof z syy.[1] Dr Novatian het wie di remische Presbyter d Uffassig ervdrätte, ass Lapsi, wu bieße dien, zwar sträng z bhandle seie, aber nit grundsätzli us dr Gmai uusgschlosse solle blyybe.[2] Dr Cornelius het si aber mit em Konzäpt vu dr „Exhomologese“[3], em Sindebekänntnis im frieje Bueßwäse, duregsetzt.

Dr Novatian het in syne Schrifte as ain vu dr erschte remische Theologe noch em Tertullian di latynisch Sproch bruucht. Zwoo vu syne nyyn Abhandlige, wu mer chännt, sin erhalte: Iber d Trinitet un Iber Jidischi Spyyse. In dr Briefsammlig vum Cyprian sin zwee Brief vum Novatian (Cyp. ep. 30 un 36) erhalte.

Uf ere Synod im Spotjohr 251 isch dr Novatian vum Cornelius un 60 Bischef exkommuniziert wore. E baar Monet speter het wider e Chrischteverfolgig aagfange un dr Novatian het Rom verloo. In dr Regierigszyt vum Chaiser Valerian (253–259) isch er wahrschyns as Märtyrer gstorbe.

Novatianer[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Aahänger vum Novatian hän si „Cathari“ gnännt (vu gr. Katharós, rein),[4] bzw. „katharoi“, di Raine, wel si ihri Mitglider zur Zyt vu dr sistematische Chrischteverfolgig unter em Chaiser Decius im 3. Johrhundert gwaigeret ghaa hän, dr remische Getterbilder z opfere.[5]

Wel d Novatianer d Vollmacht vu dr Vergebig nume Gott un nit dr Childe zuegsproche hän, hän si si z rom nit chene duresetze. D Novatianer sin in dr Chilchedradizion zmaischt Chetzer gnännt wore..[6]

Di „Novatianisches Schisma“ gnännt Drännig isch bis zue dr Veranigung mit dr unte em Konstantin entstandene Rychschilche bim Konzil vu Nicäa 325 gange. In Dail vu Spanie het si d Glaubesgmainschaft no bis ins 5. Johrhundert ghalte.

Schrifte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • MS-B-193 – Cyprianus. Novatianus. Henricus Arnoldi. Mechthild von Hackeborn. (Ps.-)Augustinus. Henricus de Langenstein (Theologische Sammelhandschrift). Kreuzherrenkonvent, Marienfrede [um 1490 - 1495; um 1480 - 1490; 1489; um 1475] Digitalisat

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Russell J. DeSimone: The Treatise of Novatian the Roman Presbyter on the Trinity. A Study of the Text and the Doctrine (= Studia Ephemeridis Augustinianum 4). Institutum Patristicum „Augustinianum“, Rom 1970, ZDB-ID 420706-3).
  • Ralf-Thomas Klein: Novatian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 6, Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1, Sp. 1047–1049.
  • Ytrag in d Catholic Encyclopedia, Robert Appleton Company, New York 1913 (änglisch)
  • Paul Mattei: Novatianus. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Band 25, Hiersemann, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7772-1318-7, Sp. 1145–1159
  • Hermann Josef Vogt: Coetus Sanctorum. Der Kirchenbegriff des Novatian und die Geschichte seiner Sonderkirche. (= Theophaneia, Beiträge zur Religions- und Kirchengeschichte des Altertums, begründet von Franz Joseph Dölger und Theodor Klauser, in Verbindung mit dem F. J. Dölger-Institut herausgegeben von Theodor Klauser, Band 20); zugleich Dissertation.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • De Trinitate (lat.), hrsg. v. G. F. Diercks, alternativi Fassige: [1], [2]
  • Works (De Trinitate, On the Jewish Meats) (engl.), übersetzt von Alexander Roberts / James Donaldson, Edinburgh 1867, alternativ: [3]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Joachim Schäfer: Artikel „Cornelius“. In: Ökumenisches Heiligenlexikon
  2. Ralf-Thomas Klein: Novatian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 6, Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1, Sp. 1047–1049.
  3. Exhomologese. In: Begriffsglossar „Kirchengeschichte Universität Duisburg-Essen“
  4. Nicholas Weber: Art. „Cathari“. In: The Catholic Encyclopedia, Band 3. New York: Robert Appleton Company, 1908 in: The Catholic Encyclopedia, New Advent, 2012
  5. Daniela Müller: Ketzer und Kirche: Beobachtungen aus zwei Jahrtausenden. Lit-Verlag 2014. S. 161.
  6. Lothar Baier: Die große Ketzerei, Verfolgung und Ausrottung der Katharer durch Kirche und Wissenschaft. Wagenbach, 3. Auflage 2009, S. 10
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