Minimalismus (Kunst)

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Disambig.svg Dä Artikel behandlet d Kunstströömig vom Minimalismus. Für anderi Bedütige vom Begriff lueg under Minimalismus

Dr Minimalismus oder änglisch Minimal-Art isch e Kunstströömig in dr Bildende Kunst (Moolerei, Bildhauerei, Objektkunst), wo in de früeje 1960er Joor in de USA as Geegebeweegig zur gestische Moolerei vom Abstrakte Expressionismus entstande isch. In dr Archidekduur isch er sit de 1980er Joor verdräte.

En öiropäische Vorlöifer vom amerikanische Minimalismus: dr russisch Künstler Kasimir Malewitsch mit em Schwarze Kwadraat, 1913
Im Tony Smith si Skulptuur Free Ride, 1962

Dr Minimalismus sträbt noch Objektividäät, schematischer Klaarhäit, und Logik und will alles Persönlige entfärne. Tüpisch für Skulptuure und Objekt vom Minimalismus isch, ass si uf s Äifache und Übersichtlige reduziert si, mäistens uf geometrischi Grundstruktuure (sogenannti Primary Structures), wo sich hüfig seriell widerhoole. Die industrielli Brodukzioon und dr Iisatz vo Fertigbrodukt (z. B. Stäi- und Metallblättli (Carl Andre), Neonrööre (Dan Flavin), Staalrääme (Donald Judd), oder die überdimensionaali Vergröösserig (Ronald Bladen, Tony Smith) si vilmol Kennzäiche. So si äigeni Ordnige entstande mit iire äigene Reegle und Gsetz, wo mit Geegesätz wie Aafang und Ändi, voll und leer, operiert häi. Verdräter vo dr minimalistische Skulptuur si dr John McCracken, dr Sol LeWitt, dr Walter De Maria, dr Robert Morris, dr Larry Bell, d Anne Truitt und dr Fred Sandback. Zwar si au in dr Moolerei Farbe und Forme uf s Äifachste reduziert worde (uf Grundstruktuure, monochromi und geometrischi Flechene), wird dr Minimalismus vor allem bi dr dreidimensionaale Kunst aagwändet. Wichdigi Wäägberäiter vo dere moolerische Kunstuffassig, wo vo konstruktivistische Vorstellige usgange si, si dr James Rosenquist, dr Ellsworth Kelly, dr Frank Stella, d Jo Baer oder d Agnes Martin.

Dr Begriff isch 1965 vom britische Filosof und Kunstkritiker Richard Wollheim in sim Essey Minimal Art (in: Art Magazine, Januar 1965) brägt worde, wo sich allerdings uf en anderi Kunst bezooge het. Au dr Donald Judd isch wichdig für d Bildig vom Begriff gsi. Noch sinere Vorstellig isch s drum gange, dr Farb e blastischi Form z gee und so in dr Ruum iine z wirke (vgl. Judds Artikel Specific Objects, 1965). Die „Inszenierig“ in dr Ruum iine het au e maassgääblige Iifluss uf d Entwicklig vo dr postmodärne Konzept- und Akzioonskunst ghaa.

Dr Minimalismus isch as e speziell amerikanischi Kunstbeweegig verstande worde, wo brobiert het, sich vo öiropäische Dradizioone wie öbbe em Konstruktivismus, dr Konkrete Kunst und dr Moolerei am Bauhuus abzgränze. Mit gliichem Rächt chönnt mä dr Begriff für s Wärk vo öiropäische Bildhauer bruuche, wo mit geometrische Struktuure schaffe, wie dr Max Bill, dr Erwin Heerich, dr Peter Roehr oder dr Ulrich Rückriem. 1969 si Wärk vo dr amerikanische Minimal-Art zum erste Mol in ere Usstelligs-Turnee mit Stazioone z Düsseldorf und z Berlin in Dütschland presentiert worde. In dr Archidekduur und dr Landschaftsarchidekduur vom 20. Joorhundert het dr Minimalismus, bsundrigs d Skulpture vom Donald Judd, Carl Andre und Sol LeWitt, näbe dr Land Art wäge siner starke rüümlige Usdruckskraft zu de wichdigste Inspirazionskwelle zelt, und si Iifluss cha mä no bis hüte spüüre.

Wäägberäitend für d Minimalismus-Ströömig isch d Usstellig Primary Structures gsi, wo 1966 im Jüdische Museum z Nöi York stattgfunde het.[1][2]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. The New Druids, Newsweek magazine, 16 Mai 1966
  2. Bruce Altshuler: The Avant-Garde in Exhibition: New Art in the 20th century, Harry N. Abrams, Inc. 1994

Liddratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Minimalisms - Rezeptionsformen der 90er, Ausst.-Kat. und KongressAkademie der Künste und Podewil, Berlin, 1998, Uusegee vo Christoph Metzger, Nina Möntmann und Sabine Sanio, Reihe Cantz, Ostfildern, ISBN 3-89322-961-2
  • Minimal Art, Ausst.-Kat. Haags Gemeentemuseum, Den Haag; Kunsthalle und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf; Akademie der Künste, Berlin, 1969.
  • Gregory Battcock, Minimal Art: A Critical Anthology, N.Y., 1968, University of California Press, (Reprint) 1995
  • Margit Brinkmann, Minimal art - Etablierung und Vermittlung moderner Kunst in den 1960er Jahren, Dissertation, Universität Bonn, Philosophische Fakultät, Jahrgang 2006 [1] (erste umfassende historische Aufarbeitung des Themas in deutscher Sprache), u. "Minimal Art - Das Making of", Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-5882-5
  • Donald Judd, Complete Writings, 1959–1975, Nova Scotia 1975.
  • Gregor Stemmrich (Hrsg.), Minimal Art. Eine kritische Retrospektive, Dresden 1995. ISBN 978-3-86572-554-7
  • A Minimal future? Art as object 1958–1968, Hrsg. v. Ann Goldstein, Ausst.-Kat. Museum of Contemporary Art, Los Angeles 2004. ISBN 0262072513
  • Daniel Marzona, Minimal Art, Taschen: Köln 2004 ISBN 3-8228-3058-5 (Einführung)
  • James Meyer (Hrsg.): Minimalismus, Phaidon Verlag, Berlin 2005 ISBN 0-7148-9426-5 (informativer Bildband mit wichtigen Quellen)

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

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