Marmor

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Dr Marmor isch es Steisorte, wo zu de Karbonatgschtei ghört.

Geology[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Syni Krischtallstruktur isch us de Mineralie Calcit, Dolomit oder Aragonit ufbout. D Petrograafe definiere dr Marmor als es Gschtei, wo sech im Verlouf von ere lange geologische Zyt döif im Bode vo dr Ärdchruschte inne veränderet het; es isch es «matamorfs» Gschtei, wo us altem Chalchstei oder änleche Steiarte entstanden isch.

Altardafele us Marmor mit Relief, i dr Kathedrale Chur, 9. Joorhundert

Kulturgschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Wort chunt genau glych scho i dr latynische Sprooch vor. S latynische marmor chunt vom griechische Wort μάρμαρος; das bedüütet «öpis wo glizeret».

I dr Kulturgschicht isch dr Marmor sid Joortusige es bsunders gschezts Material für schöni, reprsentatiyvi Bouwärch und für Figure und anderi Objäkt. Bi de Boumäischter und de Künschtler gälte au anderi Steiarte, wo schöni Muschter hend, deils als «Marmor», au wenn si gar nid us däm petrografisch definierte Material sind. Das sind zum Bischpiil polierti Granit, und au dr so gnant «Jura-Marmor», wo eifach polierte Jurachalchschtei isch und wo im Handel sehr gsuecht isch.

E sehr e fyne, hälle Marmor chunt vo Carrara z Italie; ähnlech gseet dr Marmor vo Laas im Vinschgau uus, wo im früene Middelalter für Boudeili vo vil Chile in Churräzie bruucht worden isch, bsunders im Chlooschter Müstair, i dr Kathedrale vo Chur und im Chlooschter z Schänis.[1][2]

E schöni, farbig pändereti Marmorsorte findt me i de Steibrüüch bi Urnafaasch im Piemont. Us däm sind öpe d Fassade und d Figure vom Mailänder Dom gmacht.

I dr Schwiiz wird Marmor nur no im Steibruch vo dr Bürgergmeind Peccia im Tessin abbout.[3]

Bilder[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Jacques Dubarry de Lassale: Marmor. Vorkommen, Bestimmung, Verarbeitung. Stuttgart/München 2002. ISBN 3-421-03409-5.
  • Luciana und Tiziano Mannoni: Marmor, Material und Kultur. München 1980, ISBN 3-7667-0505-9.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Marmor – Album mit Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Katrin Roth-Rubi: Die Flechtwerkskulptur Churrätiens – Müstair, Chur, Schänis. In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kulturgeschichte, 67, 2010, S. 9–28.
  2. Walther Sulser: Die karolingischen Marmorskulpturen von Chur. Chur 1980
  3. Mit Marmor die Zukunft gestalten uf nzz.ch