Karl May

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Dr Karl May (1907)

Dr Karl Friedrich May (* 25. Februar 1842 z Ernstthal; † 30. Merz 1912 z Radebeul; äigetlig Carl Friedrich May) isch e dütsche Schriftsteller gsi. Er isch äine vo de produktivste Autore vo Abentüürromään gsi und isch äine vo de Schriftsteller uf Dütsch, wo am mäiste glääse wird. Noch dr UNESCO isch er au äine vo de dütsche Schriftsteller, wo am hüfigste übersetzt worde si. D Uflaage vo sine Wärk uf dr ganze Wält wird uf 200 Millione Exemplar gschetzt, öbbe 100 Millione von ene z Dütschland.[1]

D Abentüürromään[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Er isch vor allem wäge sine sogenannte Räiseerzäälige bekannt worde, wo vor allem im Oriänt, in de Veräinigte Staate und im Mexiko vom 19. Joorhundert aagsiidlet si. Bsundrigs berüemt si d Gschichte um dr Indianer Winnetou, wo in drei Bänd zämmegfasst si. E Hufe vo sine Wärk si verfilmt, für d Büüni adaptiert, zu Höörspiil verarbäitet oder as Comics umgsetzt worde.

Dr Karl May het sis Wüsse über fremdi Länder us Lexikon und Räisebricht vo andere übernoo, sälber isch er erst 1898 und 1900 im Oriänt gsi und erst 1908 in Nordamerika.

Allegorischi Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Noch sinere Räis in Oriänt het dr May aagfange, literarischer z schriibe und komplexi allegorischi Teggst z verfasse, wo zum Sümbolismus zelt wärde. Er isch Pazifist worde und het welle s Guete im Mensch sterke.

Muusig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Hauptardikel: Dr Karl May as Musiker

Dr Karl May het au e baar Komposizione gschriibe. Bekannt isch si Wersion vo Ave Maria (zämme mit Vergiss mich nicht in Ernste Klänge, 1899).[2]

Wärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Früewärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Das Buch der Liebe (1875/76, Kompilation, anonym veröffentlicht)
  • Geographische Predigten (1875/76)
  • Der beiden Quitzows letzte Fahrten (1876/77, Änd nit vom Karl May)
  • Auf hoher See gefangen (1877/78, au Auf der See gefangen, Dail speter in Old Surehand II)
  • Scepter und Hammer (1879/80)
  • Im fernen Westen (1879, Überarbaitig vo Old Firehand (1875), speter bearbaitet für Winnetou II)
  • Der Waldläufer (1879, Bearbaitig vo s Gabriel Ferrys Roman Le Coureur de Bois für jugedlichi Läser)
  • Die Juweleninsel (1880–1882, Fortsetzig zue Scepter und Hammer)

Früeni Verzellige

  • Abentüür- und früeni Raiseverzellige (z. B. Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling, 1875)
  • Erzgebirgischi Dorfgschichte (z. B. Die Rose von Ernstthal, 1874 oder 1875)
  • Gschichte über dr Alt Dessauer, d. i. Fürst Leopold I. vo Anhalt-Dessau (z. B. Pandur und Grenadier, 1883)
  • Historischi Verzellige (z. B. Robert Surcouf, 1882)
  • Humoreske (z. B. Die Fastnachtsnarren, 1875)
  • Kriminalnovelle (z. B. Wanda, 1875)

Zum Früewärch ghöre au naturphilosophischi Betrachtige und populärwisseschaftlichi Täxt über Gschicht und Tächnik (z. B. Schätze und Schatzgräber, 1875), Gedichte (z. B. Meine einstige Grabinschrift, 1872) und Läserbriefantworte und Rätsel.

Kolportageroman[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Das Waldröschen (1882–1884, e Dail speter bearbaitet in Old Surehand II)
  • Die Liebe des Ulanen (1883–1885)
  • Der verlorne Sohn (1884–1886)
  • Deutsche Herzen – Deutsche Helden (1885–1888)
  • Der Weg zum Glück (1886–1888)

Raiseverzellige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  •   1. Durch Wüste und Harem (1892, ab 1895 Durch die Wüste)
  •   2. Durchs wilde Kurdistan (1892)
  •   3. Von Bagdad nach Stambul (1892)
  •   4. In den Schluchten des Balkan (1892)
  •   5. Durch das Land der Skipetaren (1892)
  •   6. Der Schut (1892)
  •   7. Winnetou I (1893, au Winnetou der Rote Gentleman I)
  •   8. Winnetou II (1893, au Winnetou der Rote Gentleman II)
  •   9. Winnetou III (1893, au Winnetou der Rote Gentleman III)
  • 10. Orangen und Datteln (1893, Anthologi)
  • 11. Am Stillen Ocean (1894, Anthologi)
  • 12. Am Rio de la Plata (1894)
  • 13. In den Cordilleren (1894)
  • 14. Old Surehand I (1894)
  • 15. Old Surehand II (1895)
  • 16. Im Lande des Mahdi I (1896)
  • 17. Im Lande des Mahdi II (1896)
  • 18. Im Lande des Mahdi III (1896)
  • 19. Old Surehand III (1897)
  • 20. Satan und Ischariot I (1896)
  • 21. Satan und Ischariot II (1897)
  • 22. Satan und Ischariot III (1897)
  • 23. Auf fremden Pfaden (1897, Anthologi)
  • 24. „Weihnacht!“ (1897)
  • 27. Im Reiche des silbernen Löwen II (1898)
  • 25. Am Jenseits (1899)
  • 28–33 ghöre zum Spotwärch.

Jugendverzellige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Der Sohn des Bärenjägers (1887, ab 1890 in Die Helden des Westens)
  • Der Geist der Llano estakata (1888, ab 1890 korrekt als Der Geist des Llano estakado in Die Helden des Westens)
  • Kong-Kheou, das Ehrenwort (1888/89, ab 1892 Der blaurote Methusalem)
  • Die Sklavenkarawane (1889/90)
  • Der Schatz im Silbersee (1890/91)
  • Das Vermächtnis des Inka (1891/92)
  • Der Oelprinz (1893/94, ab 1905 Der Ölprinz)
  • Der schwarze Mustang (1896/97)

Spotwärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Himmelsgedanken (1900, Gedichtsammlig)
  • 28. Im Reiche des silbernen Löwen III (1902)
  • Erzgebirgische Dorfgeschichten (1903, Anthologi)
  • 29. Im Reiche des silbernen Löwen IV (1903)
  • 30. Und Friede auf Erden! (1904)
  • Babel und Bibel (1906, Drama)
  • 31. Ardistan und Dschinnistan I (1909)
  • 32. Ardistan und Dschinnistan II (1909)
  • 33. Winnetou IV (1910)
  • Mein Leben und Streben (1910, Autobiografi)

Zum Spotwärch ghöre au chürzeri Verzellige (z. B. Schamah, 1907), Essay (z. B. Briefe über Kunst, 1906/07) und verschideni Prozess- und Verdaidigungsschrifte (z. B. „Karl May als Erzieher“ und „Die Wahrheit über Karl May“ oder Die Gegner Karl Mays in ihrem eigenen Lichte, 1902).

Sustigi Wärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Vorträg:

  • Drei Menschheitsfragen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? (Lawrence, 1908)
  • Sitara, das Land der Menschheitsseele (Augschburg, 1909)
  • Empor ins Reich der Edelmenschen (Wien, 1912)

Noch sim Dod sin Sache us sim Nooloss publiziert worde: Fragmänt vo Verzellige und Drame, Gedicht (z. B. d Sammlig Eine Pilgerreise in das Morgenland vo 1899), Kompositione, si Bibliotheksverzeichnis un vor allem Brief.

Karl May uf Alemannisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

2003 het de Michael Rudloff vo Gundelfinge zwei Gschichte vom Karl May (De Schatz im Silbersee und De Ölprinz) uf Alemannisch übersetzt.[3]

  • De Schatz im Silbersee. De Ölprinz. Zwei kurzi G'schichte vum Karl May uf Alemannisch. Verfaßt von Michael Rudloff. Schweizer Karl-May-Freunde, Luzern / Gundelfingen 2003

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Viktor Böhm: Karl May und das Geheimnis seines Erfolgs, 2. Uflaag. Prisma-Verlag, Gütersloh 1979, ISBN 3-19-500374-0.
  • Claus Roxin et al. (Hrsg.): Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft. Husum seit 1970. (Volltextusgoob bis Joorgang 2003 im Internet).
  • Annette DeekenMay, Karl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 519–522.
  • Pete Wolf: Karl May in „Ost“ und „West“. Zur May-Rezeption in CSSR, Ungarn, Polen und anderen Ländern.
  • Hermann Wohlgschaft: Große Karl May Biographie. Igel Verlag, Paderborn 1994. ISBN 3-927104-61-2. Online-Version
  • Claus Roxin: Karl May, das Strafrecht und die Literatur. Essays (= Promenade. Band 8). Klöpfer, Meyer & Co., Tübingen 1997, ISBN 3-931402-10-X.
  • Helmut Schmiedt: Der Schriftsteller Karl May. Beiträge zu Werk und Wirkung. Hrsg. von Helga Arend. Hansa, Husum 2000, ISBN 3-920421-79-5.
  • Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch. 2. Uflaag. Königshausen & Neumann, Würzburg 2001, ISBN 3-8260-1813-3.
  • Christian Heermann: Winnetous Blutsbruder. Karl-May-Biografie. Karl-May-Verlag, Bamberg 2002, ISBN 3-7802-0161-5.
  • Hans Wollschläger: Karl May: Grundriß eines gebrochenen Lebens. Diogenes, Zürich 1965 (2. Auflage 1976, ISBN 3-257-20253-9), 3. Uflaag. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-740-3.
  • Hermann Wohlgschaft: Karl May – Leben und Werk. 3 Bände. Bücherhaus, Bargfeld 2005. ISBN 3-930713-93-4.
  • Dieter Sudhoff und Hans-Dieter Steinmetz (Hrsg.): Karl-May-Chronik. (5 Bände + Begleitbuch). Karl-May-Verlag, Bamberg 2005–2006, ISBN 3-7802-0170-4.
  • Gerhard Klußmeier und Hainer Plaul: Karl May und seine Zeit. Bilder, Dokumente, Texte. Eine Bildbiographie. Karl-May-Verlag, Bamberg 2007. ISBN 978-3-7802-0181-2.
  • Helmut Schmiedt: Karl May oder Die Macht der Phantasie. C.H. Beck Verlag, Münche 2011, ISBN 978-3-406-62116-1.
  • Rüdiger Schaper: Karl May: Untertan, Hochstapler, Übermensch, Siedler-Verlag, Münche 2011 ISBN 978-3-88680-975-2.
  • Thomas Kramer: Karl May. Ein biografisches Porträt. Verlag Herder, Freiburg im Brisgau 2012, ISBN 978-3-451-06237-7.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Karl May – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Stand: März 2012.
  2. Hartmut Kühne & Christoph F. Lorenz: Karl May und die Musik. Karl-May-Verlag, Bamberg und Radebeul, 1999.
  3. Joachim Biermann: Karl May auf Alemannisch. In: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 139/2004, S. 55