Johannes Widmann

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Dialäkt: Schwäbisch

Johannes Widmann (au: Johannes Weidemann, Weideman, Widman, Wideman; * om 1460 en Eger, Böhmen; † noch 1498 en Leipzig[1]) war Dozent an vo dr Universität Leipzig.

Widmann isch em Wintersemester 1480 en d Matrikelliste vo dr Universität Leipzig eidraga (als Iohannes Weideman de Egra). Fr d Briaafonga als a Baccalaureus 1482 ond Magister 1485 hond s em Gebiehra erlassa, weil r koi Geld ghed hod.

Briehmd worra isch dr Widmann mid seim Buach Mercantile Arithmetic odr Behende ond hüpsche Rechenung auff allen Kauffmanschafft, erschiena 1489 en Leipzig. Des isch s erschde Buch, en dem d Symbol + ond − fir d Rechenoperationa Plus ond Minus verwended werrad

"Mercantile Arithmetic" (1489)

Sei Rechenbuach vo 1489 (druckt en Leipzig beim Konrad Kachelofen) isch s zwoideldeschde en Deutschland druckde Rechenbuach noch em Bamberger Rechenbuch vom Ulrich Wagner (1482/83) ond s drittälteschd druckde Rechenbuch iberhaupd. S war em Siegismund Altmann gewidmet.[2] Em Widmann sei Buch hod a weide Verbreitong ond ghedd ond isch bis 1526 nochdruckd worra ( en Pforze, Hàwenàu ond Augschburg)[3][4].

Drnoch isch s vo andren Rechenbüchern wie dem vom Adam Ries ond Jakob Köbel überhold worra. Noch em Kurt Vogel hod des seine Vorgengr au en dr Zahl ond Breide vo de Rechenbeischbiel bei weidem ibrdroffa. Als Quell hod r s Bamberger Rechenbuach ond s Algorismus Ratisbonensis, a Rechenbuach mo om 1450 em Benediktinerkloster St. Emmeran en Regensburg entstanda isch.

Sei Vorlesung ibr Algebra 1486 isch d erschd Algebra-Vorlesong en Deutschland gweaa. dr Inhald isch aus studentische Nodiza bekannd (erhalta en Manuskripten en Dresden, Wien, München). Außerdem geid s a Handschrifd em Bsitz vo dr Landesbibliothek Dresden aus em Bsidz vom Widmann (Codex Dresdensis C 80), mo Texd zur Algebra entheld, ondr andre a deitsche Algebra aus em Joohr 1471 ond a ladeinische Algebra, mo a Grondlag vo seinara Vorlesong war. D Vorlesong waribr d selbigsmol bei de Cossisten (Algebra-Experten) ibliche 24 Gleichongsarta, aber au zom Vorbereida Bruchrechna ond Verhältnisrechnong.

Dr Adam Ries hod em Widmann sei Buach (ond d Dresdner Handschrift mid Algebra Text aus em Besidz vom Widmann, heid Landesbibliothek Dresden) en dr Bibliothek vom Georg Sturtz en Erfurt kenna, mo dr Ries zwischa 1518 ond 1522 war. Ries hod aus dem Manuskript Beischbie fir seine Coss (sei Algebra-Manuskript), ibrnomma hod abr ascheinend (Kurt Vogel) ned gwissd wer der Verfasser vo dem Manuskript war.

Nach em Kurt Vogel[5]hod r neba seim Rechenbuach au anonym publizierd Algorithmus integrorum cum probis annexis, Algorithmus linealis, Algorithmus minutiarum phisicarum, Algorithmus minutiarum vulgarium, Regula falsi apud philosophantes augmenti et decrementi appellata ond Tractatus proportionum plusquam aureus. Dia Schrifda send wahrscheinle om 1495 en Leipzig erschiena.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Moritz CantorWidmann: Johannes W. von Eger. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 42, Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 355.
  • Barbara Gärtner: Johannes Widmanns „Behende ond hubsche Rechenung“. d Textsorte „Rechenbuch“ en vo dr Frühen Neuzeit, Tübingen 2000. (Germanistische Linguistik. 222.)
  • Karl Röttel: Johannes Widmann – Am Wendepunkt vo dr Mathematikgeschichte. In: Schatzkammer vo dr Rechenkunst. Annaberg-Buchholz 2008 (mit Angabe weiterer Literatur).
  • Franz Xaver Wilhelm: Zur Biographie des Mathematikers Johann Widmann von Eger. In: Mitteilungen des Vereins fir Geschichte vo dr Deutschen en Böhmen, Band 45 (1907), S. 429–430.
  • Ina Prinz Rechnen wie d Meister: d Rechenbücher von Johannes Widmann, Adam Ries, Christoph Rudolff ond Johann Albrecht, Berlin, Nicolai 2009
  • Kurt Vogel, Artikel Johannes Widman (or Weideman or Wideman), en Dictionary of Scientific Biography
  • Wolfgang Kaunzner Über Johannes Widmann von Eger. Ein Beitrag zur Geschichte vo dr Rechenkunst em ausgehenden Mittelalter, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts des Deutschen Museums fir d Geschichte vo dr Naturwissenschaften ond vo dr Technik, Serie C, Nr. 4, 1968
  • W. Kaunzner Deutsche Mathematiker des 15. ond 16. Jahrhunderts ond ihre Symbolik, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts des Deutschen Museums fir d Geschichte vo dr Naturwissenschaften ond vo dr Technik, Serie A, Nr. 90, 1971

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wo s her isch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Ina Prinz, Mitteilungen DMV, Band 19, 2011, S. 105 gibt 1505 als Todesdatum ond 1460/65 als Geburtsdatum an
  2. Gebora om 1450 en Schmidtmühlen. Jurist. 1504 Rektor vo dr Universität Leipzig. Auch als Dr. Smidemol bekannt. Koebler, Historische Personen vo dr Rechtsfakultät Leipzig
  3. Digitalisat vo dr Ausgaben Augsburg 1526 ond Pforzheim 1508 en vo dr Bayerischen Staatsbibliothek
  4. Die Auflagen sind bei David Eugene Smith Rara Arithmetica, Boston, London 1908, aufgeführt
  5. Artikel Widmann en Dictionary of Scientific Biography. R beziehd se auf E. Wappler Beitrag zur Geschichte vo dr Mathematik, Abhandlungen zur Geschichte vo dr Mathematik, Band 5, 1890, S. 147–169
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