Johann Fischart

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Dialäkt: Strosburjerditsch
Johann Fischart
Titelblatt vum Eulenspiegel Reimensweis
Titelblatt vum Das Glückhafft Schiff von Zürich

Johann Baptist Fischart, hitzedaas im Elsass meischtens (frz.) Jean - uff Elsassisch aach Schambediss Fischart, genennt Mentzer (àlso nooch Hessisch (Nordrhinfränkisch) „Meenzer“: (Hochditsch) „Mainzer“) weje dr Herkunft vun sinem Vàter; * 1546 oder 1547 ze Strosburi; † 1591 ze Forbach, hit Moselle, isch e friehneihochditsch´r Schriftstell´r gsin.

Fer sini Üssbildung het d´r Fischart de Latinischschuel in Worms besuecht un het denach ze Tübinge studiirt. 1566 isch `r uff e Reis nooch Flandere un Bàris gànge. 1570 isch `r widr in Strosburi gsin, wo sine Werike greeschteteils im Verlaaj (Édition) vun sinem Schwàger Bernhard Jobin vereffentlicht wore sin. 1574 het`r ze Basel de Promotion zue`m Doktor vun de Rechte gemàcht un isch denn vun 1581 bis 1583 Advokat bim Richskammergericht in Speyer gsin. 1583 isch`r Amtmann ze Forbach wore.

Fischart, wi erscht Lutheraner un noochher Calvinischt gsin isch, het vil geje d´r Verfàll vun de Sitte, `s Papschttum un de Jesuite àngeschriwwe. Fascht àlli sine Werike sin nooch Vorlaage gemàcht, debi het`r oft de Knittelvers benutzt. Ar isch e Meischter in de Wortspielkunscht gsin un beriehmt fer sine viele Worterfindunge. Vieli vun sine Werike gelte àls Bispiile fer de Grobianismus. `S bekanntescht Werik vun-em isch de „Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung“ (1575), wi e frei Éwersetzung vum „Gargantua“ vun François Rabelais isch mit eije dezuegedichteti Teile un speeter under`m Titel Geschichtsklitterung erschiine isch. Wichtich fer Strosburi isch aach `s „Das Glückhafft Schiff von Zürich“ iwwer de Partnerschàft vun de Stedt Züri un Strosburi zue siner Läwenszit un`s Schiffle mit`m Hirsebreitopf, wo de Züricher Bundesgenosse nooch Strosburi gebroocht hen.

Werike[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Barfüsser Secten und Kuttenstreit, 1570/71
  • Artliches Lob der Lauten, 1572
  • Eulenspiegel Reimenweis, 1572
  • Aller Praktik Großmutter, 1572
  • Ein Vorbereitung in den „Amadis“, 1572
  • Flöh-Haz, Weiber-Tratz, 1573
  • Ernstliche Ermanung an die lieben Teutschen, 1573
  • Thierbilder, 1574
  • Ausspruch des Esels, vor 1575
  • Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung, 1575/90
  • Etlich Sonnet, 1575
  • Biblische Historien, 1576
  • Die Grille Krottestisch Mül, 1577
  • Das Glückhafft Schiff von Zürich, 1576/77 Digitalisiirung bei zeno.org
  • Der Gorgonisch Meduse Kopf, 1577
  • Binenkorb Des Heyl. Römischen Imenschwarms, 1579
  • Das Jesuiterhütlein (Satire), 1580 Digitalisiirung bei zeno.org
  • Vom Außgelaßnen Wütigen Teuffelsheer, 1581
  • Ein Verweißliche Auffruckung der Verkehrten, Falschgelehrten und Gernbetrognen, 1584
  • Ein auß Meyland uberschribener Bericht, 1589 Digitalisat vun de Universitätsbibliothek Augsburi
  • Uncalvinisch Gegen Badstüblein, 1589 Digitalisat vun de Universitätsbibliothek Augsburg

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Erich SchmidtFischart, Johann. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 31–47.
  • Adolf Hauffen: Johann Fischart. Ein Literaturbild aus der Zeit der Gegenreformation. (2 Bände) Berlin: de Gruyter 1921–22
  • Ulrich Seelbach: Ludus lectoris. Studien zum idealen Leser Johann Fischarts. Heidelberg: Winter 2000. ISBN 3-8253-1109-0
  • Hugo Sommerhalder: Johann Fischarts Werk. Eine Einführung. Berlin: de Gruyter 1960

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wikisource Johann Fischart im dütschsprochige Wikisource

Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Johann_Fischart“ vu de dütsche Wikipedia.

E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.