Johann Baptist Pflug

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Johann Baptist Pflug
Dialäkt: Schwäbisch
Em Pflug sei Geburtshaus z Bibrach

Dr Johann Baptist Pflug (* 13. Februar 1785 z Bibrach an dr Riss, wo-nr am 30. Mai 1866 au gschdorba ischt), ischt a deitscher Kunschtmoler gwäa.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Johann Baptist Pflug kommt am 13. Februar 1785 em obrschwäbischa Städtle Bibrach uff d Welt. Sei Vadder isch dr Kiaformoischdr ond Essigfabrikant Christian Pflug (1755–1815) ond sei Mueder d Antonia Pflug (1753–1823). Noch-em Bsuach vo dr Volksschuel goht’r uff d Ladeinschuel. Om sei Daschageld a bissle uffzobessra, molt’r en seira Freizeit emmer mol wiider a Bildle vo Soldada, wo grad durchs Städtle ziaget, ond vorkauft’s an seine Mitschialer.

Wia der Bua zwelf Johr alt ischt, wuud’r Sengerknab em Kloschder vo de Benediktiner em obrschwäbischa Weigarda. Durch a Vorfigong vo dr napoleonischa Administrazioo em Johr 1803 wuud des Kloschder uffgleest. Weil deet a baar Mench uffgfalla ischt, dass der jong Kerle s Talent zom Mola hot, empfehlet-se em Johann seim Vadder, er soll doch sein Jonga zom Moler ausbilda lassa. Dr alde Pflug abr schlegt dean Rot en da Wend ond vorfiagt, dass sei Soh s Handwerk vo-ma Bordamacher[1] lernt.

Bei-ma Bsuech em Pflugscha Haus fellt em Geheimrat Johann Franz Schefold (1750–1828), friher Direktr vom Firschtlicha Damastift Buchau, auf, was fir a grauß Käpsele dr jong Pflug ischt. Weil em Schefold sei Vadder, dr Johannes Schefold, a gfrogdr Kirchamoler ischt, sorgt’r drfir, dass dr sell amol dean jonga Moo ondr seine Fiddich nemmt. Des hot zor Folge, dass dr Pflug zonächscht an dr Kunschtakademii z Mincha ond späder en Stuegert studiira därf. Abschliaßa duet’r sei Studiom mit dr Not Vorzüglich.

1810 kriagt dr Pflug a Stell als Zoichnongslehrer am Bibracher Gymnasiom. Weil’r jetzt a reglmäßigs Eikomma hot, heiradet’r zwoi Johr späder d Maria Theresia Käufler (1782–1842), a ehemaliga Kammerzofe. Dui schenkt-em em Lauf dr Zeit viir Kendr. Vo deane sterbet allerdengs drei scho em Kendesalder.

A Stadue vom Johann Baptist Pflug en Bibrach vom John Doubleday

Neaba seira Lehrtädichkeit molt dr Pflug en seira Freizeit emmer mol wiidr a Bild, hauptsächlich aus seira lendlicha kleistedtischa Omgeabong. Hin ond wiidr entstoht abr au a Porträt, oimol sogar vom badischa Großherzog. Bald vorkaufet sich dia Bilder wia gschmiirt. Em Pflug seine Kunda kommet aus-em obrschwäbischa Adl, abr au Stadtleit ond Bauraleit gheeret drzua. So bleibt’s et aus, dass sogar dr Keenich Wilhelm I. vo Wirdaberg uff dean Moo aufmerksam wuud ond Gemälde vo-nem erwirbt.

1856 schliaßlich goht dr Johann Baptist Pflug en Pensioo. Zehn Johr späder schliaßt’r en seira Hoimetstadt seine Auga fir emmer. 81 Johr alt ischt’r worra.

Poschdume Ehronga[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zwanzg Johr noch-em Johann Baptist Pflug seim Ableaba hot d Stadt Bibrach an seim Geburtshaus a Gedenkdafl oobrenga lassa. Noh a bedeidendera Ehrong ischt-em em Johr 1995 widerfahra: Dr englische Moler ond Bildhauer John Doubleday hot vom Pflug a staddlicha Stadue aus Bronze gschaffa, wo jetzt jeder vor-em Bibracher Stadtmuseom oogucka koo.

A kloina Auswahl vom Pflug seine Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Schlacht bei Bibrach (1800)
D Gfanganahm vo de Raiber (1822)
  • Die Spieler in der Schenke
  • Der Pfarrherr, der seinen Bauern die Zeitung vorliest
  • Schnurranten und Vaganten
  • Der Eninger Krämer
  • Zigeuner und das lustige Studentenvolk
  • Der Bänkelsänger
  • Die Kartenschlägerin
  • Die Kunstreiter
  • Der Seiltänzer
  • Die Neuwürttemberger in Altwürttemberg
  • Studenten und Bauern in einer Kneipe
  • Kornwald in Waldsee

Sei Autobiografii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Johann Baptist Pflug: Aus der Räuber- und Franzosenzeit Schwabens. Die Erinnerungen des schwäbischen Malers aus den Jahren 1780-1840. Nei rausgeba vom Max Zengerle. Weißenhorn: Anton H. Konrad Verlag, 1974 (3. Ufflag). ISBN 3-87437-113-1

Litradur iber dean Moo[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Paul BeckPflug, Johann Baptist. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 678–688.
  • Gabriele Brugger: Lebensweisen – Genremalerei von J.B. Kirner und J.B. Pflug. Ausstellongskatalog, Kunschtmuseum Hohenkarpfen, Beironer Kunschtvorlag, Beiron, 2004, ISBN 3-930569-27-2
  • Idis B. Hartmann: Johann Baptist Pflug (1785-1866) Gemälde und Zeichnungen. Biberach, 1985, ISBN 3-924489-30-0
  • Idis B. Hartmann: Pflug, Johann Baptist. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 357 f.

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Gerhard Raff: Bedeutender Genremaler, Artikl en dr Stuegerter Zeidong vom 31. Mai 2016, Ausgab fir da Kreis Beblenga, S. 18
  • Lueg d Weblink ond de erscht Litradurogab

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Johann Baptist Pflug – Sammlig vo Multimediadateie

Oinzlne Nôchweis ond Fuaßnoda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Borten send heitzodag besser bekannt ondr-em Begriff Bordüren.