Hranno

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De Mercurius Hranno isch e germanische Gott gsii, wo ide Römerzitt i de Provinz Germania inferior vereert woren isch.

Hranno[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bi Bornheim-Sechtem, emene Ort zwüschet Bonn und Köln im Piet vo de germanische Ubier isch e römerzittlichs Hailigtum gstande, wo de Merkur vereert woren isch, wie meriri Inschrifte zaiget. Aini devo isch em MERCVRIO HRANNON gwidmet[1]. De Nominativ vom germanische Name mue Hranno gluutet ha und bidüütet »Polterer, Grobian«. Noch de Interpretatio Romana steckt hinderem römische Mercurius de germanisch Gott Wuotan/Odin. En Uufäligkait vo dem römerzittliche Hailigtum isch, as föf vo sechs Inschrifte vo Fraue gstiftet wore sind.

Hrani[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De westgermanisch Name Hranno entsprecht im Altnordische em Odinsname Hrani. I de Saag vom dänische König Hrólfr Kraki, trefft de en Buur mitem Name Hrani aa. De testet sini Gest mit Chelti, Durst und Füür. Aber nume de Hrólfr und zwölf vo sinene Biglaiter widerstönd dem und de Hrani empfellt em Hrólfr, as er nume mit dene zwölf wiiterraise söll, wa au biherzigt werd. Spööter begegnet de Hrólfr em Hrani nomole und de büütet em Waffe aa, doch de Hrólfr will die nöd und de Hrani goot verergeret ewegg. Jetz erchennt de Bödvar Bjarki, as de Hrani niemert anders as de Gott Odin gsii isch[2].

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. AE 1988, 896
  2. Hrólfs saga kraka c. 26, 30

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • G. Bauchhenss: Mercurius in Bornheim, i: Bonner Jahrbücher 188 (1988), S. 223-239<
  • J. Hupe: Studien zum Gott Merkur im römsichen Gallien und Germanien, i: Trierer Zeitschrift 60 (1997).

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]