Homo faber (Roman)

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Homo faber isch im Suhrkamp-Verlag erschine.

Homo faber. Ein Bericht isch e Roman vom Schwiizer Schriftsteller Max Frisch. Nach synere Veröffentlichung im Oktober 1957 isch er zum Bestseller und eim vo de bekannteste Prosawärch vom Frisch worde. De Roman isch vilfach übersetzt worde und wird hüüfig i Undersuechige vo de Literaturwüsseschaft und im Schuelunderricht behandlet. De Volker Schlöndorff het de Roman 1991 als Homo Faber verfilmt.

De Titel vom Roman isch es Wortspil mit de Hauptfigur, em Walter Faber, und em anthropologische Begriff homo faber für de schaffendi Mänsch. De Walter Faber isch en Ingenieur mit eme sträng rationale, technisch oriäntierte Wältbild. De Zuefall und di verdrängti Vergangeheit bräched i sys ggordnete Läbe yy. Dur e Verchettig vo unwahrschinliche Ereigniss trifft er nachenand uf sy verstorbnig Jugedfründ, syni unvergässeni Jugedliebi und syni Tochter. Wil er nid gwüsst het, dass di jungi Frau syni Tochter gaht er en inzestuösi Liebesbeziehig mit iren yy, wo zunere Tragödie füehrt. Erst am Schluss gseht er syni Verfählige und Versüümniss yy. Er isch todchrank und will sys Läbe chehre.

Näbe Elemänt us synere Autobiografy het de Max Frisch im Roman Homo faber es paar Chärntheme vo sym Wärch verarbeitet: de Konflikt zwüsched de persönliche Identität und de soziale Rolle, d Bestimmig vom Dasyy dur Zuefall oder Schicksal, de Gägesatz zwüsched Technik und Natur oder Mythos, schlächti Beziehige zwüsched de Gschlächter und s verfählte Läbe.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Usgabe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Max Frisch: Homo faber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1957 (Erschtusgab).
  • Max Frisch: Homo faber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977 (= suhrkamp taschenbuch. Band 354), ISBN 3-518-36854-0 (auf diese Ausgabe beziehen sich die angegebenen Seitenzahlen).
  • Max Frisch: Homo faber. Mit einem Kommentar von Walter Schmitz (= Suhrkamp BasisBibliothek Band 3). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-18803-8.
  • Max Frisch: Homo faber. Ein Bericht. Mit Zeichnungen von Felix Scheinberger. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-7632-6379-0

Sekundärliteratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans Geulen: Max Frischs „Homo faber“. Studien und Interpretationen. De Gruyter, Berlin 1965.
  • Manfred Jurgensen (Hrsg.): Materialien. Max Frisch: „Homo faber“. Klett, Stuttgart 1999, ISBN 3-12-357800-3.
  • Mona Knapp, Gerhard P. Knapp: Max Frisch: Homo faber. Grundlagen und Gedanken Diesterweg, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-425-06043-0.
  • Manfred Leber: Vom modernen Roman zur antiken Tragödie. Interpretation von Max Frischs „Homo faber“. De Gruyter, Berlin 1990, ISBN 3-11-012240-5.
  • Melanie Rohner: Farbbekenntnisse. Postkoloniale Perspektiven auf Max Frischs „Stiller“ und „Homo faber“. Aisthesis, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8498-1063-4.
  • Klaus Müller-Salget: Erläuterungen und Dokumente Max Frisch Homo faber (= RUB Nr. 16064). Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. Reclam, Stuttgart 2008 [Erstausgabe 1987], ISBN 978-3-15-016064-0.
  • Walter Schmitz (Hrsg.): Frischs Homo Faber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-38528-3.
  • Walter Schmitz: Max Frisch: „Homo faber“. Materialien, Kommentar. Hanser, München 1984, ISBN 3-446-13701-7.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]