Heinrich von Veldeke

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Dr Herr Heinrich vo Veldeke (Codex Manesse, um 1300)

Dr Heinrich vo Veldeke (* vor 1150; † zwüsche 1190 und 1200; middelhoochdütsch: Heinrich von Veldig, limburgisch: Heinric van Veldeke, niederländisch: Hendrik van Veldeke) isch in Dütschland mäistens as e niiderländisch-dütsche Dichter vom 12. Joorhundert bekannt. Er het us eme aadlige Gschlächt gstammt, wo in dr Nööchi vo Maastricht si Sitz gha het. In sim häimetlige Limburg wird dr Veldeke aber bsundrigs as en altlimburgische Dichter vereert.

Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Heinrich vo Veldeke isch en Epiker und Minnesänger gsi. Die hööfischi Uffassig vo dr Minne isch charakteristisch für en; er het zu de erste ghöört, wo Forme und Motiv vo dr prowenzalische Trubaduurlürik ufgnoo häi.

  • Servatius-Legände (6000 Värs): e Bearbäitig wo uf d Aaregig vo dr Grööfin Agnes vo Loon vor 1170 entstande isch.
  • Eneasroman (13'500 Värs), früener au Eneide oder Eneit gnennt. Das Wärk isch 1187/89 abgschlosse gsi und mit em isch si Autor zum Begründer vom middelhoochdütsche höfische Roman worde. D Hauptkwelle isch nit im Vergil si Aeneis, sondern dr altfranzöösisch Roman d’Énéas (öbbe 1160), wo anonym überlieferet worde isch und siinersits uf em Vergil basiert.
  • Lürik: e chli mee as 30 Minnelieder, wo die mäiste äi Stroofe häi, z. B. „Ez sint guotiu niuwe mâre“ (MF 56,1v)[1]. S Lied „Manigem herzen tet der kalte winter leide“ (MFH 259,24)[1] wird hüte num im Heinrich vo Veldeke zuegschriibe.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans Fromm: Die mittelalterlichen Eneasromane und die Poetik des ordo narrandi. In: Harald Haferland, Michael Mecklenburg (Hrsg.): Erzählungen in Erzählungen. Phänomene der Narration in Mittelalter und Früher Neuzeit (= Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur. Bd. 19). Fink, Münche 1997, ISBN 3-7705-3151-5, S. 27–39.
  • Joachim Hamm, Marie-Sophie Masse: Aeneasromane. In: Geert H. M. Claassens, Fritz Peter Knapp, Hartmut Kugler (Hrsg.): Germania Litteraria Mediaevalis Francigena. Bd. IV: Historische und religiöse Erzählungen. De Gruyter, Berlin / New York 2014, ISBN 3-1102-2975-7, S. 79-116.
  • Thomas Klein: Heinrich von Veldeke und die mitteldeutschen Literatursprachen. Untersuchungen zum Veldeke-Problem. In: Thomas Klein, Cola Minis: Zwei Studien zu Veldecke und zum Strassburger Alexander (= Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur. Bd. 61). Rodopi, Amsterdam 1985, ISBN 90-6203-687-2, S. 1–121.
  • Richard Moritz Meyer: Heinrich von Veldeke. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 565–571.
  • Gabriele Schieb: Henric van Veldeken. = Heinrich von Veldeke (= Sammlung Metzler 42, ISSN 0558-3667). Metzler, Stuttgart 1965.
  • Gabriele Schieb: Heinrich von Veldeke. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 428 f.
  • Renate Schipke: Heinrich von Veldeke: Eneasroman. In: Peter Jörg Becker, Eef Overgaauw (Hrsg.): Aderlass und Seelentrost. Die Überlieferung deutscher Texte im Spiegel Berliner Handschriften und Inkunabeln (= Staatsbibliothek Berlin. Ausstellungskataloge. NF Bd. 48). von Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-3154-1, S. 62–65.
  • Meinolf Schumacher: Einführung in die deutsche Literatur des Mittelalters. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-534-19603-6, S. 65–69.
  • Frank Willaert: Heinrich von Veldeke und frühe Minnesang. In: Thomas Cramer; Ingrid Kasten (Hg.): Mittelalterliche Lyrik. Probleme der Poetik, Berlin 1999, S. 33–56.
  • Ludwig Wolff, Werner Schröder: Heinrich von Veldeke. In: Kurt Ruh et al. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. Band 3. 2. Uflaag. Bd. 3. de Gruyter, Berlin u. a. 1981, ISBN 3-11-008778-2, Sp. 899–918.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. 1,0 1,1 rcs-krueger
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