Geschichte des Eigentums

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Die nachschtehendi Lischte von der Gschicht vom Eigetum beschränkt sich uuf d Entwicklig vom philosophische und rechtliche Eigetums-Gedanke in Europa in der Phase ab de antike Hochkulture.

  • Die antike Grieche händ s Eigetum bereits rechtlich etabliert ghaa, aber auch der Gedanke vom Gemeineigetum, em Eigetum, wo der gsamte Gsellschaft und nit nur em Einzelne z Nutze chunnt, isch vor allem vom Platon überlieferet. Allerdings isch nie beschtritte gsii, dass mit de Sklave auch Mensche dörfe zu Eigetum ghalte wärde
  • S Recht von de antike Römer denn isch auch bezüglich Eigetum wegleitend worde auch für die hüütige Rechtsordnige. Z.B. im Zwölftafel-Gsetz um 450 v. Chr. isch s Eigetum gschützt worde. Auch d Römer händ Sklave ghalte.
  • D Bibel denn isch recht schtark uf d Gmeinnützigkeit vom Eigetum uusgrichtet gsii. In Matthäus 19,23 ff. z. B. heissts unter anderem: Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, es war ihnen alles gemeinsam ... und man gab einem jeglichen, was ihm not war
  • S Früeh-Chrischtetum het sich schtark an die biblische Grundlage anglehnt. Der Bischof Ambrosius von Mailand z. B. schriibt im 4. Jahrhundert: Die Erde ist für alle da. Das Gut, das du an dich reisst, ist ein gemeinsames Gut, das allen zum Gebrauch gegeben wurde
  • S mittelalterliche Feudalsyschtem denn het s Eigetum kennt, in Form von der Grundherrschaft auch s Eigetum an sog. leibeigene Buurefamilie. Auch in de Schtedt, wo Handel triibe händ, isch s Eigetum etabliert gsii.
  • In der Uufklärig denn isch der Brite John Locke die triibendi Chraft vom hüütige Eigetums-Gedanke gsii. Er het gforderet, dass en bsunderi gsetzgebendi Gwalt derfür müess sorge, dass Läbe, Freiheit und Eigetum von allne gsicheret sind.
  • Ganz anderer Meinig isch allerdings der Jean-Jacques Rousseau, en andere Uufklärer, gebore in Genf, gsii: Der erste, dem es in den Sinn kam, ein Grundstück einzuzäunen und zu behaupten "Das gehört mir", und der Menschen fand, einfältig genug, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der abgehobenen bürgerlichen Gesellschaft.
  • Auch der dütschi Philosoph Hegel het im 19. Jahrhundert gwüssi Iischränkige vom Privateigetum gforderet: Die Bestimmungen, die das Privateigentum betreffen, können höheren Sphären des Rechts, einem Gemeinwesen, dem Staate, untergeordnet werden.
  • Der Karl Marx denn het s Privateigetum in Form vom Kommunismus wölle ganz abschaffe: Keines der sogenannten Menschenrechte geht über den egoistischen Menschen hinaus ... Das einzige Band, das sie zusammenhält ist das Privatinteresse, die Konservierung ihres Eigentums.
  • Auch die neueri Kirche het immer an die soziali Verantwortig vom grundsätzlich befürwortete Eigetum erinneret, z. B. der Papscht Pius XI. 1931: ... beim Eigentums-Gebrauch nicht nur an den eigenen Vorteil zu denken, sondern auch auf das Gemeinwohl Bedacht zu nehmen ist. Der Staat kann also - im Rahmen des göttlichen Gesetzes - mit Rücksicht auf das allgemeine Wohl anordnen, was die Eigentümer dürfen und was nicht.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

F. Forwick (Hrsg.): Eigentum und Freiheit (dtv-Dokumente)