Georg Gottlob von Gutbrod

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dr Georg Gottlob von Gutbrod em Johr 1858
Dialäkt: Schwäbisch

Dr Georg Gottlob von Gutbrod (* 19. Februar 1791 z Stuegert, wo-nr am 22. Okdobr 1861 au gschdorba ischt) ischt a wirdabergischer Landes- ond Kommunalpolidiker gwäa, so zom Beischbiil vo 1833 bis 1861 Oberbirgermoischtr vo dr wirdabergischa Residenzstadt Stuegert.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Georg Gottlob Gutbrod – vorlaifich noh ohne Adlstitl – kommt am 19. Februar 1791 z Stuegert uff d Welt. Sei Vadder ischt a Metzgermoischtr en dera Stadt. Dr Georg ischt sei zehnts ond gleichzeidich sei jengschts Kend. Noch seira Schuelausbildong fangt der jonge Kerle – er ischt grad amol 17 Johr alt – en seira Hoimetstadt bei dr Stadtvorwaldong a Lehr oo ond schafft sich em Lauf dr Zeit bis zom Ratsschreiber nuff. Ab-em Johr 1820 isch dr August Willibald Feuerlein sei Chef.[1] Neabaher isch der abr au noh Abgeordneder em wirdabergischa Landdag. Wia-nr abr 1832 gegenibr seim Mitbewerber Ludwig Uhland a Niiderlage eistecka muaß, spiilt’r de beleidicht Leaberwurscht ond legt zom Johresende au glei noh sei Amt als Stadtobrhaupt niider. Jetzt muaß dr Keenich Wilhelm I. vo Wirdaberg fir da Feuerlein an Nochfolger suacha, ond sei Wahl fellt uff da Georg Gottlob Gutbrod.

S Schillerdenkmal vom Bertel Thorvaldsen

Oina vom Gutbrod seine erschde Amtshandlonga ischt, dass dui vellich voraldada Stuegerter Stroßabeleichdong, wo et viil daugt, durch moderne Gasladerna ersetzt werret, damit d Birger, wo en dr Nacht ondrweags send, besser ihr Ziil erreicha ond au leichder hoimfenda kennet. Als nägschder graußer Schridd ondrschditzt dr Gutbrod sein Keenich ond da Archidekda Carl Etzel (1812 bis 1865) beim Bau vom Stuegerter Zentral-Bohhof en dr Nähe vom Schlossplatz. Em Gutbrod sei Amtszeit fallet ondr andrem au noh dr Bau vom Wilhelmspalää, vom Kronprinzapalää ond vo dr Wilhelma.[2] Da Schillerplatz loot’r vorscheenra mit-ma Denkmal vo seim graußa Landsmoo Friedrich Schiller, gschaffa vom dänischa Bildhauer Bertel Thorvaldsen.[3] Wia dr Gutbrod mit seira Feschtred ferdich ischt, kriagt’r a schees Lob vom Oberferschder Carl Friedrich Ludwig Freiherr von Schiller (1793 bis 1857). Der moint, sei Vadder Friedrich häb en dr gleicha akkurada Schbroch gschwätzt, abr bloß wenn’r bees gwäa wär.

Wia sei Vorgenger Feuerlein isch dr Gutbrod neaba seim Amt als Oberbirgermoischtr noh Abgeordneder em wirdabergischa Landdag, ond zwar vo 1839 bis 1843. Em Johr 1858 schliaßlich koo dr Gutbrod sei 25-jährigs Dinschtjubileom feira. Des nemmt dr Keenich zom Olass, dean Moo weaga seine grauße Vordinscht om dui Residenzstadt en da persenlicha Adlsstand zo erheba. Jetzt derf’r sich Ritter des Ordens der württembergischen Krone nenna. Lang ko-nr an sellem Titl abr koi Freid meh han, denn drei Johr schbäder kriagt’r am 22. Okdobr a Schlägle, was noh am gleicha Dag sein Dod zor Folge hot.

Quell[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Gerhard Raff: Metzgersbub wird zum geadelten Oberbürgermeister, an Ardikl em Lokaldoil vo dr Stuegerter Zeidong vom 16. Februar 2016.
  • Lueg da Weblink

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuaßnoda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Dr sell isch dr erschde Moo en Stuegert, wo da Titl Oberbirgermoischtr hot fihra deffa.
  2. Zo dera Zeit isch d Wilhelma noh koi Zoo gwäa, sondern a großzigigs maurischs Landhaus mit Wohn- ond Represendazionsraim ond ama kloina Park zom Flaniira.
  3. Des Denkmal schbiilt au a bedeidenda Roll em Märle Die alte Kirchenglocke vom Hans Christian Andersen.