Freidänker

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech

Freidänker isch e Bezäichnig für Lüt, wo für e sälbständigi und sälbstverantwortligi Lääbensgstaltig im Sinn vo dr Ufkläärig iidräte und jede religiöse Glaube, Gottesglaube und chirchligi Dogme ableene, oder allgemäiner, sich as Atheiste, Agnostiker, Skeptiker und säkulari Humaniste verstöön.

Im ängere Sinn mäint „Freidänker“ Mensche, wo sich in dr Freidänkerbeweegig angaschiere, z. B. as Mitgliid im Freidänkerverband.

Braxis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Freidänker häi äänlig wie die freireligiösi Beweegig in iire festlige Lääbensforme nüt ganz Nöis erfunde sondern Alternative entwigglet. Analog zu de chirchlige Ritual und Zeremonie kenne d Freidänkerveräinigunge nit-chirchligi Gstaltigsforme, wo vom so genannte freie Redner gläitet wärde. So si statt dr Daufi kwasireligiösi Ritual[1] für noch dr Geburt entstande, zum Bischbil d Naameweiji oder die sozialistischi Naamegääbig; statt dr Konfirmazion bzw. Kommunion e kwasireligiöses Ritual zur Adoleszänz, zum Bischbil d Juugedweiji;[2] statt dr chirchlige Hüroot d Lääbensbundfiir oder die sozialistischi Hüroot; statt dr chirchlige Beärdigung e Dotefiir.[3] Dr hütig Druurredner stoot mit sinere Druurreed in dere Dradizion vo dr Dotereed vom freie Redner.[4]

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Walter Lindemann Walter und Anna Lindemann: Die proletarische Freidenker-Bewegung. Geschichte, Theorie und Praxis. Leipzig-Lindenau 1926. Noochdruck mit eme Noochwort vom Henning Eichberg, Atalas, Münster 1980 (Reihe Arbeiterkultur, Band 2)
  • Kurt Hutten: Freidenker. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck, Tübinge 1958, 2.Bd., Sp. 1093–1096)
  • Friedrich Ueberweg: Die Philosophie der Neuzeit bis zum Ende des XVIII. Jahrhunderts, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1958, S. 376–382.
  • Joachim Kahl und Erich Wernig: Freidenker: Geschichte und Gegenwart. Pahl-Rugenstein, Köln 1981 (Kleine Bibliothek, Band 214)
  • Jochen-Christoph Kaiser: Arbeiterbewegung und organisierte Religionskritik: Proletarische Freidenkerverbände in Kaiserreich und Weimarer Republik. Klett-Cotta, Stuttgart 1981.
  • Joachim Mehlhausen: Freidenker. In: Theologische Realenzyklopädie, Walter de Gruyter Verlag, Berlin. Nöi York, 1983, Bd. XI, S. 489–493.
  • Albert Dulk:Nieder mit den Atheisten! Ausgewählte religionskritische Schriften aus der frühen Freidenkerbewegung, uusegee vom Heiner Jestrabek, IBDK Verlag, Aschaffenburg. Berlin 1995.
  • Horst Groschopp: Dissidenten. Freidenkerei und Kultur in Deutschland; Berlin: Dietz, 1997; ISBN 3-320-01936-8; 2. Uflaag, Marburg 2011, ISBN 978-3-8288-2771-4
  • Manfred Isemeyer (Hrsg.): Humanismus ist die Zukunft: Festschrift Hundert Jahre Humanistischer Verband Berlin. HVD Berlin 2006

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Die Definizioon isch vom Paul Tillich, lueg in: Die Frage nach dem Unbedingten, Evangelisches Verlagswerk, Stuttgart 1964
  2. Horst Strüning: Die Geschichte der deutschen sozialistischen Freidenkerbewegung – Eine Skizze. In: Joachim Kahl. Erich Wernig (Hrsg.) Freidenker. Geschichte und Gegenwart, Pahl-Rugenstein, Köln 1981, S. 44 ff.
  3. Klaus Dirschauer: Die sozialistische Bestattung. In: Mit Worten begraben: Traueransprachen entwerfen und gestalten, Donat Verlag, Bremen 2012, S.33 f.
  4. Albert Dulk: „Nieder mit den Atheisten!“ Ausgewählte religionskritische Schriften aus der frühen Freidenkerbewegung. Hrsg. Heiner Jestrabek, IBDK Verlag, Aschaffenburg/Berlin 1995
Information icon.svg Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Freidenker“ vu de dütsche Wikipedia.

E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.