Vangionen

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D Vangione (lat. Vangiones; agr. Οὐαγγίονες, Ouangíones) sind e germanische Stamm im hüttige Rhiihesse i de Rhiiebini gsii. Si hend im Rhiichnüü gegenöber vo Mogontiacum (hüt: Mainz) glebt und eri Noochbuure sind d Treverer, d Mediomatriker und im Süüde d Nemeter gsii. De Name isch Germanisch und bidütet »Feldlüt« (got. waggs; an. vangr »Wise, Feld, Flur«).

Inhaltsverzeichnis

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Vangione sind im Joor 71 v.Chr. zäme mit de Nemeter und de Triboker und andere Stämm mit em Ariovist öber de Rhii choo und i Gallie iigfale. Ahand vo de Archäologii hend si aber erst i de erst Hälfti vom 1. Jh.n.Chr. Land vo de Mediomatriker westlich vom Rhii iignoo. Ere Vorot isch Borbetomagus (hüt: Worms) gsii.

Si hend im Joor 50 n.Chr. a de Römer im Chrieg gege d Chatte ghulfe. Ane 70 n.Chr. hend sich am Uufstand vo de Treverer bitailiget, sind aber glii zu de Römer öbertrete.

Nochdem i de Silvesternacht vom Joor 406 Germane bi Mainz öber de zuegfrorni Rhii i Gallie igfale sind, hend sich d Burgunder im Piet vo de Vangione niderloo und Worms isch - wenigstens noch de Heldesaag - d Königsstadt wore. Noch de Umsidlig vo de Burgunder ane 443 hend Rhiifranke s Wormserfeld iignoo.

Kultur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Vangione hend früe di gallorömischi Kultur aagnoo. Wie d Treverer hend si de Mars Loucetius (gall. »Lüüchter«) und d Victoria Nemetona (gall. »die vom Hailige Hain«) vereert und för da Götterpaar e Tempel z Chlii-Winternheim ghaa. Zwoo Inschrifte sind em Mercurius Toutenus gwidmet.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Julius Cäsar: Gallische Chrieg 1,51
  • Cornelius Tacitus: Annale 12,27,2; Historie 4,70

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Der Neue Pauly, Bd.12/1 : »Vangiones«