Völkermord

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E Völkermord oder Genozid isch sit dr Konvention über d Verhüetig und Bestroofig vom Völkermord vo 1948 e Stroofdatbestand im Völkerstroofrächt, wo definiert isch dur d Absicht, "e nationali, ethnischi, rassischi oder religiösi Gruppe ganz oder deilwiis z zerstöre. Sit em Beschluss dur d Generalversammlig vo de Vereinte Natione isch d Bestroofig vom Völkermord au in verschiidene nationale Rächtsornige usdrücklig verankeret.

Die rächtligi Definition, wo uf e Raphael Lemkin zrugggoht, dient au in dr Wüsseschaft as Definition vom Begriff Völkermord, so zum Bischbil in dr Vergliichende Völkermordforschig.

Anerkennti Völkermord in dr Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Dr Ufstand vo de Herero und Nama – 1904–1908 – e Kolonialchrieg zwüsche dütsche Druppe und de Völker vo de Herero und Nama in Dütsch-Südwestafrika, wo, wo dr Ufstand niidergschlage gsi isch, e Völkermord dur die dütschi Kolonialmacht noch sich zooge het.
  • D Ereigniss vo 1915 im Zsämmehang mit em Zerfall vom Osmanische Riich, wie dr Völkermord an de Armenier, an de Aramäer und an de Assyrer sowie an de Pontosgrieche, wo vo wiitere Verfolgige und Verdriibige in de Johr bis 1923 begleitet begleitet gsi isch.
  • Dr Holocaust – 1939–1945 – dr Völkermord an de Jude in dr Zit vom Nationalsozialismus
  • Dr Porajmos – 1939–1945 – dr Völkermord an de Roma und Sinti in dr Zit vom Nationalsozialismus
  • Dr Völkermord z Burundi – 1965 und 1972 – Völkermord dur Tutsi an Hutu, öbbe 100.000 bis 300.000 Doti
  • Dr Völkermord z Ruanda – 1994 – in fast 100 Däg hai Aaghörigi vo dr Hutu-Mehrheit 800.000 Mensche umbrocht, aso öbbe 75 Prozänt vo dr Tutsi-Minderheit, wo z Ruanda gläbt het, und moderati Hutu, wo bim Völkermord nit mitgmacht hai oder sich aktiv drgege iigsetzt hai.

E Sonderfall si d Ereigniss während dr Herrschaft vo de Rote Khmer z Kambodscha vo 1975 bis 1979. Wil sich die gege d Bevölkerig vom eigene Land grichtet hai, isch do au dr Begriff „Autogenozid“ (sinngmäss öbbe „Sälbstvölkermord“) bruucht worde. Was die Rote Khmer Gruppe adoo hai, wo chönne abgränzt wärde wie z. B. de muslimische Cham, zellt as Völkermord.

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Dinah L. Shelton (Herausg.): Encyclopedia of genocide and crimes against humanity. 3 Bände, Thomson Gale Macmillan Reference, Detroit USA 2005.
  • Richard Albrecht: Die politische Ideologie des objektiven Gegners und die ideologische Politik des Völkermords im 20. Jahrhundert: Prolegomena zu einer politischen Soziologie des Genozid nach Hannah Arendt. In: Sociologia Internationalis, 27 (1989) I, 57–88
  • Richard Albrecht: Genozidpolitik im 20. Jahrhundert. Aachen: Shaker [= Allgemeine Rechtswissenschaft], 3 Bände;
  • Boris Barth: Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert. Geschichte, Theorien, Kontroversen. Beck, München 2006, (Beck'sche Reihe, Bd. 1672), ISBN 3-406-52865-1.
  • Mihran Dabag, Kristin Platt: Genozid und Moderne. Leske+Budrich, Opladen 1998, ISBN 3-8100-1822-8.
  • Gunnar Heinsohn: Lexikon der Völkermorde. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-499-22338-4.
  • Daniel Jonah Goldhagen: Schlimmer als Krieg – Wie Völkermord entsteht und wie er zu vermeiden ist. Siedler, München 2009, ISBN 978-3-88680-698-0.
  • Irving L. Horowitz, Taking Lives: Genocide and State Power. Transaction Books, News Brunswick (N.J.)-London 1980, xvi/199 p.; 5th, revised ed. (Foreword Anselm L. Strauss), 2002, ivx/447 p., ISBN 0-7658-0094-2.
  • William A. Schabas: Der Genozid im Völkerrecht. Hamburger Edition, Hamburg 2003 (Originaltitel: Genocide in international law, übersetzt Holger Fliessbach), ISBN 3-930908-88-3.
  • Ben Kiernan: Erde und Blut. Völkermord und Vernichtung von der Antike bis heute. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2009, Gebunden, 911 Seiten, ISBN 3421058768.
  • Frank Selbmann: Der Tatbestand des Genozids im Völkerstrafrecht. In: Schriftenreihe zum Völkerstrafrecht. 1, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2003, ISBN 3-936522-33-2 (Dissertation [Zugelassen 2002, Universität Leipzig]).
  • Jacques Sémelin: Säubern und Vernichten. Die Politik der Massaker und Völkermorde. Hamburger Edition, Hamburg 2007 (Originaltitel: Purifier et détruire, übersetzt Thomas Laugstien), ISBN 978-3-936096-82-8.
  • Yves Ternon: Der verbrecherische Staat. Völkermord im 20. Jahrhundert. Hamburger Edition, Hamburg 1996 (Originaltitel: L' état criminel, übersetzt Cornelia Langendorf), ISBN 3-930908-27-1.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]


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