Napoléon Bonaparte

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Dr Napoleon in siim Arbetszimmer
(Gemäld vom Jacques-Louis David, 1812)

Dr Napoleon Bonaparte, as Kaiser Napoleon I. (frz. Napoléon Bonaparte bzw. Napoléon Ier; * 15. August 1769 z Ajaccio uf Korsika as Napoleone Buonaparte[1]; † 5. Mai 1821 y Longwood House uf St. Helena im Südatlantik) isch e französische General, Staatsma und Kaiser gsi.

Dr Bonaparte isch us ere korsische Familie cho und isch währed dr Französische Revolution in dr Armee zum General ufgstiige. Er isch e militärischs Talänt vom erste Rang gsi. Vor allem d Feldzüg z Italie und z Ägypte hai wn populär und zum ene politische Hoffnigsdräger gmacht. Dank dere Popularität het er im Staatsstreich vom 18. Brumaire d Macht in Frankriich chönne überneh. Zerst vo 1799 bis 1804 as Erste Konsul vo dr Französische Republik und denn bis 1814 as Kaiser vo de Franzose, het er es halbdiktatorischs Regime mit plebiszitäre Elemänt iigfüehrt.

Mit verschiidnige Reforme – öbbe vo dr Justiz mit em Code Civil, wo d Rächtsgliichheit verbesseret het[2], oder vo dr Verwaltig – het dr Napoleon die staatlige Strukture vo Frankriich bis in d Gegewart ine prägt. Ussepolitisch het er mit dr französische Armee ziitwiis wiiti Deil vom kontinentale Europa kontrolliert. Au in de eroberte Gebiet het der Napoleon Reforme entwäder uferlegt - z.B. mit em i Code Napoléon umbenennte Code Civil - oder angregt, wie die Stein-Hardenberg'sche Reforme in Preusse[3]. Er isch vo 1805 aa au König vo Italie und vo 1806 bis 1813 Protektor vom Rhiibund gsi. Er het d Uflösig vom Heilige Römische Riich verursacht und die staatligi Ornig vo Mitteleuropa isch zum ene zentrale Problem vom 19. Johrhundert worde. Am Afang het er sälber no dr Nationalstaatsgedanke usserhalb vo Frankriich verbreitet, aber wil dä zum Deil z Spanie, z Dütschland und schliesslig au z Russland konservativ umdütet worden isch, het s das schwiirig gmacht die napoleonischi Ordnig in Europa ufrächtzerhalte.

Dr katastrophali Usgang vom Fäldzug gege Russland im Johr 1812, wo dört as dr Vaterländisch Chrieg bezeichnet wird, het schliesslig zum Sturz vom Napoleon gfüehrt. Noch ere churze Verbannigsphase uf Elba isch er für hundert Däg an d Macht zruggcho. In dr Schlacht bi Waterloo isch er am 18. Juni 1815 ändgültig besiigt und zletzt bis zu siim Dod uf d Insle St. Helena verbannt worde.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Napoleon – Sii Lebe und sii Ziit[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Vincent Cronin: Napoleon. Stratege und Staatsmann. Heyne, München 2002, ISBN 3-453-09047-0.
  • August Fournier: Napoleon I. Eine Biographie. Phaidon-Verlag, Essen 1996, ISBN 3-88851-186-0 (Repr. d. Ausg. Wien 1886) [teilweise hier benutzt die 4. Aufl. Wien/Dresden 1922].
  • Emmanuel de Las Cases: Mémorial de Sainte Hélène. 5 Bde. London / Paris 1823. (dt. Das Tagebuch von St. Helena. Geführt von Graf Emmanuel de Las Cases. ISBN 3-7175-8114-7).
  • Franz Herre: Napoleon Bonaparte. Eine Biographie. Hugendubel, München 2006, ISBN 3-7205-2860-X.
  • Friedrich Max Kircheisen: Napoleon I. Seine Leben und seine Zeit. 9 Bde. Müller-Verlag, Leipzig 1911/1934.
  • Friedrich Sieburg: Gespräche mit Napoleon. dtv, München 1962.
  • Jakub Josef Dominik Malý: Napoleon Bonaparte I–II. 1848–49.
  • Walter Markov: Napoléon und seine Zeit – Geschichte und Kultur des Grand Empire, Leipzig 1996.
  • Adolphe Thiers: Histoire de la Revolution française. 10 Bände + Atlas, Paris 1823–27 (Standardwerk auch in deutscher Übersetzung).
  • Adolphe Thiers: Histoire du Consulat et de l'Émpire. 20 Bände + Atlas, Paris 1845–62, (dt.: Geschichte des Konsulats und des Kaiserreichs, Reprint Hamburg, VRZ-Verlag, ISBN 3-931482-22-7).
  • Jean Tulard: Napoleon oder der Mythos des Retters. Ullstein, Frankfurt/M. 1982, ISBN 3-548-27514-1.
  • Jean Tulard (Hrsg.): Dictionnaire Napoleon. Nouv. éd., rev. et augm., Paris 1989, ISBN 2-213-02286-0.
  • Volker Ullrich: Napoleon. Reinbek bei Hamburg 2006. ISBN 3-499-50646-7.
  • Friedrich Wencker-Wildberg, Friedrich Kircheisen (Hrsg.): Napoleon – Die Memoiren seines Lebens. 14 Bände, Wien/Hamburg/Zürich o. J. (ca. 1930), Reprint Hamburg, VRZ-Verlag, ISBN 3-931482-14-6.
  • Johannes Willms: Napoleon – Eine Biographie. München 2005, ISBN 3-406-52956-9.
  • Eckart Kleßmann: Napoleon und die Deutschen. Das Buch zur Fernsehserie. Rowohlt, Berlin 2007, ISBN 978-3-87134-561-6 .
  • Marion George / Andrea Rudolph (Hg.): Napoleons langer Schatten über Europa. Dettelbach: J. H. Röll Verlag 2008 (Kulturwiss. Beiträge. Quellen u. Forschungen 5). ISBN 978-3-89754-289-1.
  • Claudia Fräss-Ehrfeld (Hg.): Napoleon und seine Zeit, Kärnten - Innerösterreich - Illyrien. Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, Klagenfurt 2009, ISBN 978-3-85454-113-4.
  • Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. in Kooperation mit dem KHM (Hg.): Napoleon – Feldherr, Kaiser und Genie. Ausstellungskatalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung 2009, Wien 2009.

Die Napoleonische Chrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Michael Broers: The Napoleonic empire in Italy, 1796–1814. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2005, ISBN 1-4039-0565-7.
  • Carl von Clausewitz: Hinterlassene Werke des Generals Carl von Clausewitz über Krieg und Kriegführung. 10 Bde. Dümmler, Berlin 1857 (beinhaltet das militärisch-philosophische Hauptwerk Vom Kriege und verschiedene Feldzugsstudien zu den Napoleonischen Kriegen).
  • Eckart Kleßmann: Napoleons Rußlandfeldzug in Augenzeugenberichten. Dtv, München 1982, ISBN 3-423-02714-2.
  • Eckart Kleßmann: Deutschland unter Napoleon in Augenzeugenberichten. Dtv, München 1982, ISBN 3-423-02715-0.
  • Eckart Kleßmann: Die Befreiungskriege in Augenzeugenberichten. Dtv, München 1973, ISBN 3-423-00912-8.
  • Rory Muir: Tactics and the experience of battle in the age of Napoleon. Yale University Press, New Haven 1998, ISBN 0-300-07385-2.
  • Napoleon I.: Militärische Schriften. Verlag Damm, Dresden 1901 (Kommentar: Bernhard Boie).
  • Stephen Pope: The Cassell dictionary of the Napoleonic Wars. Cassell Books, London 1999, ISBN 0-304-35229-2.
  • Gunther Rothenberg: Die Napoleonischen Kriege. Brandenburger Verlagshaus, Berlin 2000, ISBN 3-89488-134-8.
  • Detlef Wenzlik (Hrsg.): Die napoleonischen Kriege. 18 Bände. VRZ-Verlag, Hamburg 1999 ff. ISBN 3-931482-01-4.
  • Anka Muhlstein: "Der Brand von Moskau. Napoleon in Russland". Insel Taschenbuch 3468, Frankfurt am Main und Leipzig 2008, ISBN 978-3-458-35168-9.

Napoleon und d Fraue[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Waltraud Maierhofer, Gertrud Roesch, Caroline Bland (Hrsg.): Women Against Napoleon. Historical and Fictional Responses to His Rise and Legacy. Frankfurt: Campus, 2007. ISBN 3-593-38414-0.
  • Stefan Gläser: Frauen um Napoleon. Piper, München 2004, ISBN 3-492-23811-4.
  • Franz Herre: Joséphine. Kaiserin an Napoleons Seite. Pustet, Regensburg 2003, ISBN 3-7917-1829-0.
  • Franz Herre: Marie Louise. Napoleon war ihr Schicksal. Lübbe-Verlag, Bergisch-Gladbach 1998, ISBN 3-404-61419-4.
  • Antoine R. D'Ornano: Marie Walewska. „L'épouse polonaise“ de Napoléon. Hachette, Paris 1947.
  • Gertrude Aretz: Die Frauen um Napoleon. Scherz-Verlag, Bern 1947 (Repr.d. Ausg. München 1912).

Napoleon-Mythos[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Wulf Wülfing: Napoleon. In: Wulf Wülfing u. a.: Historische Mythologie der Deutschen 1798–1918. München: Fink 1991, S. 18–58. ISBN 3-7705-2605-8.
  • Barbara Beßlich: Der deutsche Napoleon-Mythos. Literatur und Erinnerung 1800–1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007. ISBN 978-3-534-20025-2.

Napoleon-Karikature[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Gisela Vetter-Liebenow: Napoleon – Genie und Despot. Ideal und Kritik in der Kunst um 1800. Hannover 2006.

Film[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Spilfilm (Uuswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Napoléon (1927, restaurierte Fassung 1981), wichtigschts Werk vom Abel Gance, in Breitwandtechnik
  • Napoleon ist an allem schuld (1938), gsellschaftskritischi Satire
  • Waterloo (1970), Regie: Sergei Bondartschuk, Inhaltsangab vo Arte
  • Napoleon (2002), vierteilig Drama, Regie: Yves Simoneau, unter anderem mit em Christian Clavier als Napoleon

Dokumentarfilm[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Napoleon.
    Teil 1: Der unaufhaltsame Aufstieg Bonapartes
    Teil 2: Der tiefe Fall eines Giganten.
    TV-Dokumentation, Frankreich, USA, 2000, 73 und 74 Min., Regie: David Grubin, Produktion: Arte
  • Napoleon und die Deutschen. Vierteilige Dokumentarfilmreihe, Deutschland 2005, jeweils 52 Min., 1. Napoleon und die Deutschen, 2. Napoleon, der Revolutionär, 3. Napoleon, der Maßlose, 4. Napoleon, der Verlierer, Buch: Steffen Schneider, Regie: Georg Schiemann, Elmar Bartlmae, Produktion: MDR, WDR, Inhaltsangabe vo Arte
  • Austerlitz, Napoleons langer Marsch zum Sieg. Dokumentarfilm, Frankreich, 2006, 90 Min., Regie: Jean-François Delassus; Produktion: ARTE France, unter anderem mit Bernard-Pierre Donnadieu (Napoleon), Julien Collard (Garnier), John Bobrynine (Talleyrand), Inhaltsangabe vo Arte

Nowiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Sit 1796 het sich dr Napoleone Buonaparte sälber französisch Napoléon Bonaparte gnennt. Ullrich, S. 35.
  2. H.Boldt(Hrsg.): Reich und Länder - Texte zur deutschen Verfassungsgeschichte
  3. a.a.O.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Napoléon Bonaparte – Sammlig vo witere Multimediadateie