Jörd

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D Jörd (aisl. Jörð "Erde") isch i de nordische Mythologi d Göttin vode Erde. Si isch d Tochter vo de Nótt ("Nacht") und vom Ánnarr und d Muetter vom Donnergott Thor. Si spilt i de Göttersaage kai wichtigi Role, het aber meriri Näme, wie : Fjörgyn, Fold, Grund und Hlóðyn.

I de Römerzit sind i de Provinz Nidergermanie meriri Stai ade Göttin Hludana gwidmet wore [1]. Si cha wegem nordische Name Hlóðyn as e Form vode Erdgöttin dütet werde, obwoll baid Näme sprochlich nöd recht zämepasset und onöd erchlärt werde chönet.

De nordisch Name Fjörgyn degege ghört zu altenglisch firgen und gotisch fairguni "Berge, Bergzug". Au de Name vom dütsche Mittelgebirge hangt demit zäme (kelt. Hercynia silva, ahd., Virgunnea). Denebet werd i de Edda no en Gott mitem Name Fjörgynn gnennt. Er isch de Vater vo de Göttin Frigg, me waismer nöd vonem. Obwoll de Name lutlich mitem Name vom baltische Donnergott Perkunas öberistimmt, blibt de Zämehang dunkel. Vermuetli sind aber all besprochne Näme mee oder weniger unabhängig vonenand entstande und e Ablaitig vo ie. *perkuos "Aiche" (lat. quercus; ahd. fereh-eih).

De angelsächsischi Flursege isch e Mischig us christliche und haidnische Element, wo d Erde abetet werd. De Buur wendet sich richtig Oste und foot a bete und rüeft d Erde aa: Folde, fira módor ("Folde, Mueter vode Mensche") und dütlicher Erce eorðan módor ("Erce, Erdemueter"). De erst Name chönnt e Fortsetzig vom indogermanische Göttername sii: *PltH2uiH2 meH2tēr ("Erd-Mueter"; skt.: Prthivī mātā und gall. Litavis).

E witeri Form vode Erdmuetter isch d Nerthus. Ire Kult werd vom römische Schriftsteller Tacitus beschribe.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Xante CIL XIII, 8611; Iversheim CIL XIII, 7944, Monterberg CIL XIII, 8661; Nijmegen CIL XIII, 8723; Beetgum CIL XIII, 8830

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte. Berlin 1956.
  • Åke V. Ström: Germanische Religion. Stuttgart 1975. ISBN 3-17-001157-X.
  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. Stuttgart (3. Aufl.) 2006. ISBN 978-3520-36802-4.

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