Isaac Newton

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Dr Isaac Newton, 1702.
(Godfrey Kneller, National Portrait Gallery London)

Dr Isaac Newton, 1643-1727, isch än änglische Mathematiker und Physiker gsi, wo mit siinere Philosophiae naturalis principia mathematica d Physik revolutioniert het und ihr ä Rahme ge het wo erscht dreihundert Johr schböter vom Albert Einstein am Afang vom 20. Johrhundert mit siinere Relativitätstheorie gschbrängt worden isch. Er het d Differentialrechnig entwicklet und drmit dr Physik s mathematische Wärkzüg gä wo s bruucht het für zum dynamischi physikalischi Vorgäng z beschriibe.

In erä Umfroog wo d Royal Society 2005 gmacht het, isch uusecho, ass dr Newton dr iiflussriichschti Naturwüsseschaftler siig, wo je gläbt het.

Biografii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Isaac Newton isch am 4. Januar 1643 (am 25. Dezember 1642 noch em Julianische Kaländer, wo denn no z Ängland bruucht worden isch) z Woolsthorpe bi Grantham in Lincolnshire uf d Wält cho. In 1661 het er am Trinity College z Cambridge afo schdudiere, wo mä immer no d Physik noch em Aristoteles underrichtet het, aber er het sich meh für d Ideä vom Descartes, Galileo Galilei, Nikolaus Kopernikus und Johannes Kepler interessiert. Vo 1669 bis bis 1701 isch er Brofässer für Mathematik z Cambridge gsi, au wenn er nit än anglikanische Geischtlige gsi isch, wien er s noch em Gsetz hätt sötte si. 1699 isch er zum königlige Münzmeischder ernennt worde, und isch siit 1703 Bresidänt vo dr Royal Society gsi. 1705 isch er zum Ritter gschlage worde für si Arbet as Münzmeischder. Er isch am 31. März 1727 (am 20. März 1727 noch em Julianische Kaländer) z Kensington gschdorbe und in dr Westminster Abbey begrabe worde.

Siis Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Newton siis Opus magnum, eis vo iiflussriichschte Büecher in dr Gschicht vo dr Menschheit

Dr Newton het zwar gsait, ass er keini Hypothese wurd ufschdelle (Hypotheses non fingo), aber au in siim Wärk het s nit wenig Annahme , wo nid hai chönne bewiise wärde. So hai d Chemiker bis ins 19. Johrhundert siini Ideä über d Molekularchreft agwändet.

Dr Newton het sich au mit dr Religion und dr Alchemii abgä, das aber verschdeckt. D Betty T. Dobbs dänggt, ass im Newton si Aziehigschraft vo siim alchemistische Dänke abschdammi.

Mathematik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Er het es allgemeins binomischs Theorem mit Hilf vo unendlige Reihe ufgschdellt, und bewiese, ass es für alli reelle Zahle, au negativi und Brüch, gültig isch. Im Johr 1669 het er De Analysi per Aequationes Numeri Terminorum Infinitas veröffenligt, won er dr Grundschdei für d Infinitesimalrächnig gleit het.

Optik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wil d Linse verschiidefarbigs Liecht nit gliich bräche und mä farbigi Ränder in Linsefärnrohr gseht, het er s Spiegelteleskop entwicklet, wo s Liecht an Parabolspiegel reflektiert aber nid broche wird und so s Bild nid verschlächteret wird. Bis hüt wärde alli groosse aschdronomische Fernrohr nach siim Vorbild baut. Er het die korpuskulari Liechttheorie ugschdellt won er aber erscht 1704 noch em Dod vom Hooke mit welem er verschdritte gsi isch, under em Titel Optics or a Treatise of the Reflections, Refractions, Inflections and Colours of Light veröffentligt het. Do het er alli siini optische Erkenntnis zsämmegfasst, under anderem, ass bi dr Brächig dr Schdrahlegang abhängig isch vo dr Liechtfarb, und ass Wiiss entschdoht, wenn mä Liecht vo alle Farbe vom Schbektrum mischt.

Mechanik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In siiner Principia het dr Newton s Wüsse vo siine Vorgänger zsämmegfasst in erä umfassende mechanischtische Theorie, wo sich uf die drei Axiom vom Newton schdützt:

  • S Drägheitsbrinzip
  • S Aktionsbrinzip
  • S Reaktionsbrinzip

Er het d Gsetz vom Kepler dur ä Schwerchrafthypothese erklärt, wo siich uf Färnwirkig gschdützt het, het au d Ebbe und Fluet erklärt, und sich mit dr Bewegig im ä Medium wo Widerschdand leischdet und mit dr Akuschtik abgä.

Iifluss[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Mechanischtik vom Newton siiner Physik mit ihrne verschdändlige Regle het s naturwüsseschaftlige Dänke bis ins schboote nunzähnte Johrhundert beherrscht. Dr änglisch Dichter Alexander Pope het beschriibe, was dr Newton für Lüt mit Bildig gsi isch:

Nature and Nature's Laws lay hid in night;
God said, 'Let Newton be!' – And all was light.
[1]

Erscht wo mä agfange het Sache vo ganz groosser oder ganz chliiner Dimension z undersueche, het mä gseh, ass d Physik vom Newton nume ä Nöcherig isch und mä genaueri Methode bruucht. Dr Albert Einstein het d Gravitation, wo bim Newton as ä ehnder unbefriidigendi Färnchraft gwirkt het, neu erklärt und d Quantumtheorie het die atomari Wält besser beschriibe. Aber bis hüt bruucht mä im Newton siini Gsetz für zum alldägligi Broblem z löse.

Im Newton sii Veröffentlichunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Method of Fluxions (1671)
  • De Motu Corporum in Gyrum (1684)
  • Philosophiae Naturalis Principia Mathematica (1687), dütschi Uusgab Mathematische Prinzipien der Naturlehre. Übersetzt und erläutert von Jacob Philip Wolfers, Oppenheim, Berlin 1872. (Unveränderter Nachdruck Minerva, 1992, ISBN 3-8102-0939-2)
  • Opticks (1704)
  • Arithmetica Universalis (1707)

Noch siim Tod sin die Wärch erschine:

  • Short Chronicle
  • The System of the World
  • Optical Lectures
  • Universal Arithmetic
  • The Chronology of Ancient Kingdoms, Amended
  • De mundi systemate
  • Observations Upon the Prophecies of Daniel and the Apocalypse of St. John (1733)
  • An Historical Account of Two Notable Corruptions of Scripture (Ein historischer Bericht über zwei bemerkenswerte Fälschungen der Schrift) (1754)
  • De Gravitatione et Aequipondio Fluidorum
  • Derek T. Whiteside (Herausgeber) The Mathematical Papers of Isaac Newton, 8 Bände, 1967-1981.
  • Rupert Hall, Marie Boas Hall (Herausgeber): Unpublished scientific papers of Isaac Newton : a selection from the Portsmouth Collection in the University Library, Cambridge - Cambridge : The University Press, 1962
  • Herbert Westren Turnbull (Herausgeber): The Correspondence of Isaac Newton, 7 Bände, Cambridge, 1959 bis 1977

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Biografie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Richard Westfall: Never at Rest: a Biography of Isaac Newton. Cambridge, New York 1980, ISBN 0-521-23143-4. (dt.: Isaac Newton : eine Biographie, Spektrum, Akad. Verl., Heidelberg, Berlin 1996, ISBN 3-8274-0040-6).
  • Johannes Wickert: Isaac Newton. rororo, Reinbek 1995, 2. Aufl. 2001. ISBN 3-499-50548-7.
  • James Gleick: Isaac Newton. The biography of choice. Random House, 2004, ISBN 1-4000-3295-4. (dt.: Isaac Newton. Die Geburt des modernen Denkens. Artemis & Winkler 2004, ISBN 3-538-07186-1, Patmos Verlag 2009).
  • Rupert Hall: Isaac Newton- Adventurer in thought, Cambridge University Press 1992, 1996
  • Michael White: Isaac Newton. The last sorcerer. Reading, Massachusetts, 1999.
  • Hans Wußing: Newton, Teubner 1977, 1990
  • Harro Heuser: Der Physiker Gottes: Isaac Newton oder die Revolution des Denkens. Herder, Freiburg i. Br. 2005, ISBN 3-451-05591-0.
  • David Berlinski: Apfel der Erkenntnis. Sir Isaac Newton und die Entschlüsselung des Universums. Europäische Verlagsanstalt, 2002, ISBN 3-434-50522-9.
  • Ivo Schneider: Isaac Newton, München: C. H. Beck 1988.
  • Jörg Ulrich: Newton, Isaac. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 16, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4, Sp. 1130–1138.

Sammelbänd[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • I. Bernard Cohen, George E. Smith (Herausgeber): The Cambridge Companion to Newton, Cambridge University Press 2002, ISBN 0-521-65177-8.
  • John Fauvel u.a. (Herausgeber) Newtons Werk. Die Begründung der modernen Naturwissenschaft, Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin, 1993.

Newton als Alchemist[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Richard L. Gregory: Alchemy of matter and of mind. Nature, Bd. 342, 1989, S.471-473
  • Betty J. T. Dobbs: The Janus faces of genius. The role of alchemy in Newton´s thought. Cambridge University Press, 1991.
  • Karin Figala: „Die exakte Alchemie von Isaac Newton.“ Seine „gesetzmässige“ Interpretation der Alchemie - dargestellt am Beispiel einiger ihn beeinflussenden Autoren. In: Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel, 94, 1984. S. 157-227.
  • Jan Golinski: Das geheime Leben eines Alchemisten. In: John Fauvel und andere (Herausgeber): Newtons Werk. Die Begründung der modernen Naturwissenschaft, Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin, 1993.

Elteri Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Sir David Brewster The life of Sir Isaac Newton, London 1831 (deutsch: Sir Isaac Newtons Leben nebst einer Darstellung seiner Entdeckungen, Leipzig 1833)
  • Brewster Memoirs of the life, writings and discoveries of Sir Isaac Newton, 2 Bände, Edinburgh 1855, Nachdruck New York, London 1965
  • W. W. Rouse Ball An essay on Newton´s Principia, Macmillan 1893
  • Louis Trenchard More Isaac Newton, Scribner´s 1934
  • Sergei Iwanowitsch Wawilow]]: Isaac Newton, Berlin 1951
  • Frank Manuel A portrait of Isaac Newton, Cambridge (Massachusetts) 1968
  • Frank Manuel Isaac Newton historian, Cambridge 1963
  • Fritz Wagner: Isaac Newton. Im Zwielicht zwischen Mythos und Forschung. Studien zur Epoche der Aufklärung. Verlag Karl Alber, Freiburg / München 1976. ISBN 3-495-47339-4

Belletristik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Neal Stephenson: Quicksilver. Goldmann, 2004, ISBN 3-442-54568-4. (Historischer Roman, 1. Band Baroque cycle)
  • Neal Stephenson: Confusion. Goldmann, 2008, ISBN 3-442-46662-8. (Historischer Roman, 2. Band Baroque cycle)
  • Neal Stephenson: Principia. Manhattan, 2008, ISBN 3-442-54607-9. (Historischer Roman, 3. Band Baroque cycle)
  • Philip Kerr: Dark Matter: The Private Life of Sir Isaac Newton (dt. Newtons Schatten, Rowohlt 2003) ISBN 978-1-4000-4949-3

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

dtv-Lexikon, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1970, Band 13, S.110

  1. Natur und der Natur Gesetze waren in Nacht gehüllt;
    Gott sprach: Es werde Newton! und das All ward lichterfüllt.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Isaac Newton – Album mit witere Multimediadateie