Zwölfdoontechnik

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Mit de Begriff Zwölfdoontechnik, Räijetechnik und Dodekapfonii (griech. dodeka = 12, phone = Stimm) wärde kompositorischi Verfaare zämmegfasst, wo vom ene Kräis vo Wiener Komponisten um en Arnold Schönberg, dr sogenannte „Schönbärg-Schuel“ oder „Wiener Schuel“, in de Joor um 1920 entwigglet worde si.

Dr Schönbärg 1948.

D Grundlaag für d Zwölfdoontechnik isch d Methode vom Komponiere mit zwölf Döön, wo nume ufenander bezoge si[1]. D Zwälfdoonräije und iiri regelrächte Modifikazione si zum nöije Ornigsbrinzip vom musikalische Material worde und häi die freiji Atonalidäät abglöst, wo käine spezifische Reegle underworfe isch.

D „Dotalidäät vo dr Zwölfdoontechnik“, so wie s dr Schönbärg gsee het, isch im muusigtheoretische Diskurs immer wider erwiteret worde. As „Räijetechnik“ oder „serielli Technik“ het si sich au mit nit zwölfdöönige Räije beschäfdigt. D Usdeenig vom Räijebrinzip uf alli Parameter vom Doon het d Zwölfdoontechnik zur serielle Technik erwiteret, wo sich in de früeje 1950er Joor im französisch-, italiänisch- und dütschsproochige Ruum verbräitet het.

D Erfindig vo dr Zwölfdoontechnik het dr Arnold Schönberg für sich sälber in Aaspruch gnoo. Aber wie är häi au Komponiste wie dr Josef Matthias Hauer, dr Herbert Eimert, dr Anton Webern, dr Josef Rufer und dr Alban Berg in de früeje Joor wichdigi Bidrääge zur Entwigglig vo dr Zwölfdoontechnik gläistet.

D Zwölfdoontechnik het in dr kompositorische Braxis wie au im analütische Dänke e Hufe diefgrifendi Uswirkige uf d Muusig vo dr Modärne und dr Avantgarde gha. Si zelt zu de iiflussriichste muusiggschichtlige Entwigglige in dr westlige Muusig im 20. Joorhundert.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

chronologisch

  • Arnold Schönberg: Harmonielehre. Wien 1911
  • Anton Webern: Der Weg zur Neuen Musik (16 Vorträge 1932). Wien: Universal Edition 1960
  • Arnold Schönberg: Stil und Gedanke. In: Gesammelte Schriften 1. Stil und Gedanke, Aufsätze zur Musik. Hg. vom Ivan Vojtech. Frankfurt/Main 1976. (Au as Fischer Taschenbuch, 1992) Darin vor allem:
    • Brahms der Fortschrittliche. Vortrag vom 12. Februar 1933 im Frankfurter Rundfunk (liegt nicht mehr vor), englische Fassung datiert vom 28. Oktober 1947 (Brahms the Progressive)
    • Komposition mit zwölf Tönen. Vortrag vo 1935 an dr University of Southern California (Composition With Twelve Tones)
  • René Leibowitz: Schoenberg et son école (1947). Bariis: Janin, 1947
  • René Leibowitz: Introduction a la musique de douze sons (1949). Paris: L’Arche, 1949
  • Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik. Tübinge 1949
  • Ernst Krenek: Studies in Counterpoint (1940), deutsch: Zwölfton-Kontrapunkt-Studien, Mainz: Schott 1952
  • Herbert Eimert: Lehrbuch der Zwölftontechnik. Wisbade: Breitkopf & Härtel 1952
  • Josef Rufer: Die Komposition mit zwölf Tönen. Berlin und Wunsiedel 1952
  • Luigi Nono: Die Entwicklung der Reihentechnik. In: Darmstädter Beiträge zur neuen Musik. Mainz 1958
  • György Ligeti: Die Komposition mit Reihen. In: Österreichische Musikzeitschrift. Nr. XVI, Wien 1961
  • Eberhard Klemm: Zur Theorie einiger Reihen-Kombinationen. Archiv für Musikwissenschaft XXIII 1966 S. 170-212
  • Hanns Jelinek: Anleitung zur Zwölftonkomposition (1952–58), 2 Däil in 4 Bänd. Wien: UE 1967 2teA
  • Michael Beiche: Artikel Zwölftonmusik im Handwörterbuch der musikalischen Terminologie, uusegee vom Hans Heinrich Eggebrecht (jetzt: Albrecht Riethmüller). Steiner, Wisbade 1971ff
  • Eberhard Freitag: Schönberg. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1973
  • Arnold Schönberg. Gedenkausstellung 1974 (Katalog, Redaktion Ernst Hilmar) Universal Edition, Wien 1974
  • Christian Möllers: Reihentechnik und musikalische Gestalt bei Arnold Schönberg. Eine Untersuchung zum III. Streichquartett op. 30. Wisbade 1977. (= Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft Bd. XVIII)

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Arnold Schönberg: Stil und Gedanke. Fischer, Frankfurt a.M. 1995 S. 75