Walther von der Vogelweide

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Dr Walther vo dr Vogelwäid (Groossi Häidelbärger Liederhandschrift, um 1300)

Dr Walther vo dr Vogelwäid (* um 1170, Geburtsort umbekannt; † um 1230, möögligerwiis z Würzburg) gältet as dr bedütendsti dütschsproochigi Lüriker im Middelalter. Vo iim si 500 Stroofe in über 110 Döön bzw. – inhaltlig grubbiert – 90 Lieder (Minnelieder) und 150 Sangsprüch überliiferet; usserdäm e religiöse Liich (wo, je nochdäm weli Fassig mä interpretiert, e Dreifaltigkäits- oder e Marieliich isch). D Überliiferig vom Walther sine Wärk isch näbe dere vom Neidhart und vom Frauelob sine die umfangriichsti vom dütsche Middelalter.

Scho im 13. Joorhundert het er zu de allererste Vorbilder ghöört, spööter zu de zwölf alte Mäister vo de Mäistersinger. Die ersti modärni Usgoob vo sine Wärk stammt vom Karl Lachmann (1827). Wemm mä uf Gedicht vom Walther verwiist, brucht mä immer d Site und Ziile in dere Usgoob.[1]

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Thomas Bein: Walther von der Vogelweide. Reclam, Stuttgart 1997, ISBN 3-15-017601-8
  • Ingrid Bennewitz: „Vrouwe / maget“: Überlegungen zur Interpretation der sogen. „Mädchenlieder“ im Kontext von Walthers Minnesang-Konzeption. In: Walther von der Vogelweide. Hrsg. Hans-Dieter Mück, 1989, S. 237–252.
  • Karl Bertau: Deutsche Literatur im europäischen Mittelalter. 2 Bänd. Münche 1972 f.
  • Helmut Birkhan (Hrsg.): Der 800jährige Pelzrock – Walther von der Vogelweide – Wolfger von Erla – Zeiselmauer. Verlag der Österr. Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3467-3
  • Horst Brunner (Hrsg.), mit Bidräg vom Helmut Lomnitzer u. Hans-Dieter Mück: Walther von der Vogelweide. Die gesamte Überlieferung der Texte und Melodien. (Litterae 7). Göppinge 1977, ISBN 3-87452-136-2
  • Konrad BurdachWalther von der Vogelweide. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 35–92.
  • Konrad Burdach: Der mythische und der geschichtliche Walther. In: Walther von der Vogelweide. Hrsg. Siegfried Beyschlag. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971
  • Jean Firges: Walther von der Vogelweide. Dichter der Stauferzeit. Sonnenberg, Annweiler 2007 (Exemplarische Reihe Literatur und Philosophie, 22) Literaturverz. ISBN 3-933264-45-6
  • Gerhard Hahn: Walther von der Vogelweide. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. Bd. X, Berlin 1999, Sp. 665–697.
  • Joachim Heinzle: Mädchendämmerung. Zu Walther 39, 11 und 74, 20. In: Verstehen durch Vernunft. FS für Werner Hoffmann. Hrsg. Burkhart Krause (Philologica Germanica 19), Wien 1997, S. 145–158.
  • Werner Hoffmann: Walthers Weggang aus Wien und der Beginn seiner politischen Lyrik. In: Expedition nach der Wahrheit, FS Theo Stemmler. Hrsg. Stefan Horlacher. Häidelbärg 1996, S. 93–108.
  • L. Peter Johnson: Lyrische Allegorie bei Morungen und Walther. In: Poesie und Gebrauchsliteratur im deutschen Mittelalter, Würzburger Kolloquium 1978. Hrsg. Volker Honemann u.a. Tübingen 1979, S. 181–204.
  • Carl von Kraus: Walther von der Vogelweide. Untersuchungen. Berlin 1935.
  • Volker Ladenthin: Walthers Kreuzlied 76, 22 vor dem Hintergrund mittelalterlicher Kreuzpredigten. In: Euphorion 77 (1983), S. 40–71.
  • Volker Ladenthin: Schelte, Vision und Belehrung. Walther von der Vogelweide 13,5. In: Zeitschrift für Deutsche Philologie 102 (1983), S. 84–111.
  • Volker Mertens (Hrsg.): Walther lesen. Interpretationen und Überlegungen zu Walther von der Vogelweide; Festschrift für Ursula Schulze zum 65. Geburtstag. (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 692). Göppinge 2001.
  • Wolfgang Mohr: Die ‚vrouwe‘ Walthers von der Vogelweide. In: Zeitschrift für Deutsche Philologie 86 (1967).
  • Hans Dieter Mück (Hrsg.): Walther von der Vogelweide, Beiträge zu Leben und Werk. Günther Schweikle zum 60. Geburtstag (Kulturwissenschaftliche Bibliothek 1). Stuttgart 1989.
  • Jan-Dirk Müller, Franz Josef Worstbrock (Hrsg.): Walther von der Vogelweide. Hamburger Kolloquium 1988 zum 65. Geburtstag von Karl-Heinz Borck. Stuttgart 1989.
  • Hermann Reichert: Walther von der Vogelweide für Anfänger 3. Uflaag. facultas.wuv, Wien 2009, ISBN 978-3-7089-0548-8
  • Hermann Reichert: Walther von der Vogelweide. In: Theologische Realenzyklopädie 35 (2003), S. 435–439.
  • Hermann Reichert: Walther: Schaf im Wolfspelz oder Wolf im Schafspelz? In: Der achthundertjährige Pelzrock. Walther von der Vogelweide – Wolfger von Erla – Zeiselmauer. Hrsg. Helmut Birkhan und Ann Cotten, Wien 2005, S. 449–506.
  • Hans-Uwe Rump: Walther von der Vogelweide. (rororo Monographien Nr. 50209). 8. Auflage. Rowohlt, Reinbek 1995, ISBN 3-499-50209-7
  • Manfred Günter Scholz: Walther von der Vogelweide. 2., korr. u. bibliogr. erg. Aufl. (Sammlung Metzler 316), Metzler, Stuttgart u. a. 2005, ISBN 3-476-12316-2
  • Meinolf Schumacher: Die Welt im Dialog mit dem 'alternden Sänger'? Walthers Absagelied 'Frô Welt, ir sult dem wirte sagen' (L. 100,24), In: Wirkendes Wort 50 (2000), S. 169–188.
  • Günther Schweikle: Walther von der Vogelweide. Werke. 2 Bänd. Reclam, Stuttgart 1998
    Bd. 1 ISBN 3-15-000819-0, Bd. 2, ISBN 3-15-000820-4
  • Günther Schweikle: War Reinmar ‚von Hagenau‘ Hofsänger in Wien? In: Gestaltungsgeschichte und Gesellschaftsgeschichte. Festschr. für F. Martini. Hrsg. H. Kreuzer – K. Hamburger. Stuttgart 1969.
  • Peter Wapnewski: Waz ist Minne. Münche 1975.
  • Wilhelm Wilmanns, Victor Michels: Walther von der Vogelweide. 2 Bänd, 4. Uflaag, Halle 1916/1924.
  • Jan-Dirk Müller: Walther von der Vogelweide. In: Katharina Weigand (Hrsg.):Große Gestalten der bayerischen Geschichte. Herbert Utz Verlag, Münche 2011, ISBN 978-3-8316-0949-9

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Walther von der Vogelweide – Sammlig vo Multimediadateie

Hörbisbiil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

interpretiert vom Salzburger Ansambel für Alti Muusig Dulamans Vröudenton

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Zum Bischbil: L 3,1 = s Gedicht, wo im Lachmann sinere Usgoob uf Site 3, Ziile 1 afoot; das weer dr Liich