Sächser

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Sächser isch d Bezeichnig für en Amtsdräger im ene korporativen oder grichtlige Gremium gsi, wo im Allgemeine sächs Mitgliider gha het.

In de Zumftstedt Basel und Schaffuuse hai d Sächser zsämme mit em Zumftmeister s oberste Zumftgremium bildet. Z Basel si si sit dr Middi vom 13. Johrhundert vo de Zumftbrüeder gwehlt worde,[1] sit em 15. Johrhundert si si dur Kooptation ins Amt cho, so dass si braktisch s ganze Lääbe lang im Amt bliibe si. Au hai dr alt Meister, die alte und die neue Sächser zsämme dr neu Meister bestimmt. Dr Iifluss vo de gwöhnlige Zumftbrüeder isch chlii gsi und ihri Unzfriideheit gross.[2] Das isch am Andi vom 17. Joorhundert äine vo de Gründ gsi für s revoluzionääre Wääse, wo zum Ziil gha het, Baasel demokratischer mache, aber schliesslig vom Groosse Root, wo us de alte und neue Sächser bestande het, zämmegschlaage worde isch.

Z Cham het dr Stadtroot d Sächser us de Reihe vo de Vogtlüt gwehlt. Under em Vorsitz vom Ober- oder Undervogt hai si s Vogteigricht bildet.

In dr Stadt Willisau si d Sächser d Stellverdräter vom Vogt und Stüüriizieher in de sogenannte Viertel gsi.

Z Brig het sich dr kommunali Root us zwei sogenannte Gwalthaber und de Sächser zsämmegsetzt.

Au de Mitgliider vom ene ländlige Grichtsgremium het mä Sächser gsait.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Andreas Heusler, Verfassungsgeschichte der Stadt Basel im Mittelalter, Bahnmaier's Buchhandlung (C. Detloff), 1860, S.124
  2. Heusler 1860, S.377