Marianen

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Marianen
Charte vu dr Mariane (ohni Guam)
Charte vu dr Mariane (ohni Guam)
Gwässer Pazifische Ozean
Geographischi Lag 16° 8′ N, 145° 45′ O16.133333333333145.75Koordinaten: 16° 8′ N, 145° 45′ O
Charte vo Marianen
Zahl vo de Insle 17
Hauptinsle Guam
Gsamtflechi 1.026 km²
Iiwohner 251.023

D Mariane sin e Inselgruppe im Weschtpazifik (Ozeanie), wu geografisch zue dr Inselregion Mikronesie ghert. Bolitisch ghere d Insle zue zwai Ussebiet vu dr USA, Guam un Nerdligi Mariane.

Geografy[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Inselboge vu dr Mariane goht iber e Strecki vu rund 800 km vu dr nerdligschten Insle Farallon de Pajaros bis zue dr sidligschten Insle Cocos Island bi Guam. Di meischten Insle sin vulkanisch entstande, s git aber au Insle mit eme koralline Ursprung. Im Marianegrabe eschtli vu dr Insle het s mit ere Maximaldiefi vu 11.034 m di diefscht Stell vum Wältmeer. Zäme mit dr Ogasawara- un dr Izu-Inslen im Norde bilde d Mariane s Sischtem vum Izu-Bonin-Mariane-Inselboge.

Di wichtigschte Insle sin:

  • Agrihan
  • Aguijan
  • Alamagan
  • Anatahan
  • Asuncion
  • Farallon de Medinilla
  • Farallon de Pajaros
  • Guam
  • Guguan
  • Maug
  • Pagan
  • Rota
  • Saipan
  • Sarigan
  • Tinian

Bewohnt sin nume wenig vu dr Insle, in dr Hauptsach Guam, Rota, Saipan un Tinian. D Insle im Norde sin fascht alles Schichtvulkän, wu zum Dail no aktiv sin, wäge däm läbt dert nieme.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Briefmarke vu dr Marianen us dr spote spanische Kolonialzyt, um 1898–99.
Gedänkminz an d Zyt vu dr dytsche Bsatzig vu 1899.

Di erschte archäologische Hiiwys uf Bsiidlig dur Mänsche stammen us dr Zyt zwische 1500 un 1400 v. Chr.

Dr erscht Europäer, wu zue dr Mariane chu isch, isch dr prtugiesisch Seefahrer Fernão de Magalhães am 6. Merz 1521 gsii. Wel er mir dr Yywohner vu dr Insle Händel ghaa het, het er d Insle Islas de Ladrones „Diebsinsle“ gnännt. As Zwischestation zwische dr spanische Kolonie uf dr Philippine un z Mexiko sin, isch d Inselgruppe schließlig anne 1667 offiziäll unter d Herrschaft vu dr spanische Chrone gstellt wore. D Insle sin derno no dr Frau vum spanische Chenig Philipp IV., dr Maria Anna vu Eschtrych, in „Islas Marianas“ umdaift wore.

Noch em Spanisch-Amerikanische Chrieg het Spanie d Insle Guam an d USA abdrätte un het mit em Dytsch-Spanische Verdrag vum 12. Februar 1899 di andre Insle an s Dytsch Rych verchauft, wu si zuen eme Dail vu dr Kolony Dytsch-Neiginea gmacht het.

Noch em Erschte Wältchrieg sin d Mariane dur dr Völkerbund unter japanischi Kontroll gstellt wore. Im Zwäite Wältchrieg hän d Amerikaner d Insle eroberet. Noch em Chrieg isch s Biet dur d UNO unter d Kontroll vu dr USA gstellt wore. Anne 1978 hän d Mariane dr Status vun eme mit dr USA assoziierte Staat iberchuu, Guam isch dergegen as wichtige militerische Stitzpunkt unter dr diräkte Kontroll vu dr USA blibe („dependent territory“).

Sproch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Uf dr Insle wäre vor allem di malayo-polynesische Sproche Chamorro un Karolinisch gschwätzt, derzue s fascht uusgstorbe Tanapag.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • HR Spennemann: Aurora Australis. The German Period in the Mariana Islands 1899-1914. Occasional Historical Papers Series. Bd 5. N.M.I. Division of Historic Preservation, Saipan 1999. ISBN 1-878453-36-X
  • Scott Russel: Tiempon Alemán. A Look Back at German Rule of the Northern Mariana Islands 1899-1914. N.M.I. Division of Historic Preservation, Saipan 1999. ISBN 1-878453-38-6
  • Francis X S. J. Hezel: From Conquest to Colonization. Spain in the Mariana Islands 1690 to 1740. N.M.I. Division of Historic Preservation, Saipan 2000. ISBN 1-878453-46-7
  • Georg Fritz, Scott Russell: The Chamorro. A History and Ethnography of the Mariana Islands. Übersetzt v. Elfriede Craddock aus ETHNOLOGISCHES NOTIZBLATT. Haack, Berlin 3.1904,3, 25-110. ISSN 0934-2478, N.M.I. Division of Historic Preservation, Saipan 1989.
  • Scott Russell: Tiempon, I Manmofo'na. Ancient Chamorro Culture and History of the Northern Mariana Islands. Micronesian Archeological Survey Report. Bd 32. Commonwealth of the Northern Mariana Islands Division of Historic Preservation, Saipan 1998. ISBN 1-878453-30-0
  • Gerd Hardach: Deutscher Imperialismus in der Südsee. Die Marianen 1899 bis 1914. in: Wilfried Wagner (Hrsg.): Strukturwandel im Pazifischen Raum. Referate der Jahrestagung des Arbeitskreises Pazifik vom 9.–11. September 1987 in Bremen. Übersee-Museum Bremen, Bremen 1988, S.269-299. ISBN 3-88299-049-X
  • Gerd Hardach: König Kopra. Die Marianen unter deutscher Herrschaft 1899-1914. Stuttgart: Franz Steiner Verlag 1990. 220 S. (Beiträge zur Kolonial- und Überseegeschichte. Bd. 49)
  • Donko, Wilhelm: "Österreich-Philippinen 1521-1898 - Österreichisch – philippinische Bezugspunkte, Beziehungen und Begegnungen während der Zeit der spanischen Herrschaft", Verlag epubli.de GmbH, Berlin 2011 (352 Seiten) ISBN 978-384420853-5 (Zum Thema Marianen: S. 59-67)
  • Erich Kaiser: Beiträge zur Petrographie und Geologie der Deutschen Südsee-Inseln. In: Jahrbuch der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt und Bergakademie zu Berlin für das Jahr 1903. Band XXIV, Berlin 1907, S. 114–120. pdf

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Mariana Islands – Sammlig vo Multimediadateie