Leo Justinus Kauffmann

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Dialäkt: Schwäbisch

Dr Leo Justinus Kauffmann (* 20. Sebdember 1901 z Dammerkirch em Oberelsass, † 25. Sebdember 1944 en Strôßburg) ischt a elsässischer Kombonischt ond Hochschuellehrer gwäa.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Leo Justinus Kauffmann ischt am 20. Sebdember 1901 em oberelsässischa Dammerkirch uff d Welt komma. Sei Vadder ischt Lehrer gwäa ond hôt neabaher en deam Dorf d Kirchaorgl gschbiilt. En dr Kleinstadt Altkirch hôt dr Kauffmann s Gymnasium bsuecht ond s Abidur gmacht. Wia dr Erschde Weltkriag vorbei gwäa ischt, hôt der Môô beim Hermann Abendroth (1883 bis 1956) am Kelner Konservadorium Musik studiirt. Moischderkurs hôt’r au noh beim Philipp Jarnach (1892 bis 1982) bsuecht. En dera Zeit send au seine erschde Kombosizioona entstanda.

Em Jôhr 1929 hôt dr Kauffmann z Keln a Stell als Musik-Lehrer an dr Rheinischa Musikschuel kriagt, wo dômôls scho da Rang vo-ma Konservadorium ghet hôt. Neabaher hôt’r noh en der Eifel-Stadt Düren an Chor ond a Orkeschdr gleidet. Wia 1933 z Deitschland d Nazis an d Macht komma send, isch dr Kauffmann entlassa wôrra, weil de selle deam sei Musikstil et ens Konzept basst hôt; se hend dean Môô als Neutöner vorschboddet. Drom hôt sich der – wia andre Kinschtler en dera bewegda Zeit au – a Pseidoniim zuaglegt, was-em ermeglicht hôt, fir da Rundfunk en Keln Begleitmusika fir bestimmde Sendonga zo schreibe. 1940 schliaßlich hôt s Konservadorium vo Strôßburg da Kauffmann als Dozent fir Kombosizions-Lehre beruafa. Lang hôt’r dui Uffgab abr et erfilla kenna, denn scho viir Jôhr schbäder, am 25. Sebdember 1944, wia dr Zwoide Weltkriag voll tobt hôt, hend da Kauffmann – grad amôl fenf Däg nôch seim 43. Geburtsdag – an seim Wirkongsort a baar Schblidder vo-ra Fliagerbomb troffa ond-en teedlich vorletzt.

A Auswahl vo seine Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Musiktheader[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1924: Abenteuer in Kaschgar, a Märchenopr
  • 1934: Die niegesehene Braut, a Sengschbiil
  • 1939: Die Serenade, a Funkopr
  • 1942: Die Geschichte vom schönen Annerl, a Opr ibr a tragischa Liibesromanze zwischem brava Kaschberl ond em titl-gebenda scheena Annerl.
  • 1944: Das Perlenhemd, a Kammeropr fir Senger, Schauschbiiler ond Tenzer, em Kauffmann sei beschts ond erfolgreichschts Werk. Bei-ra Neiinszeniirong z Mainz em Juli 1958 hôt dui Opr beim Publikom ond bei dr Kridik an diafa Eidruck henderlassa; aber sechs Jôhr schbäder bei de Uffihronga z Keln ond en Wubberdal send dia Moinonga vo de Kridiker weit ausanander ganga.[1]

Sonschdige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1922 bis 1942 send viir Streichquardedd entstanda.
  • 1942 hôt dr Kauffmann sei oinziga Sinfonie gschriiba.
  • 1943: Abendkantate, fir Bariton-Solo, an gmischda Chor ond Orkeschtr
  • 1943: Elsässisches Tanzspiel fir Orkeschtr

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Der Musik Brockhaus, Wiesbaden: Brockhaus; Mainz: Schott (1982), ISBN 3-7653-0338-0
  • Friedrich Herzfeld: Das Lexikon der Musik, Ullstein, Frankfurt am Main – Berlin – Wien (1976)

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Oinzlne Nôchweis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Hans Koeltsch: Der neue Opernführer, Deutscher Bücherbund Stuttgart – Hamburg, S. 227, 1967, noh ohne ISBN-Nummer.