Konzentrazioonslaager

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Disambig.svg Dä Artikel befasst sich mit de dütsche Konzentrazionslaager in dr Zit vom Nazionalsozialismus; für e historisch Begriff «Konzentrazioonslaager» lueg doo.


Dr Begriff Konzentrazioonslaager stoot sit dr Zit vom Nazionalsozialismus für d Aarbets- und Vernichdigslaager vom NS-Reschiim. D Konzentrazioonslaager si im Dütsche Riich und in de bsetzte Gebiet vo Organisazioone vo dr NSDAP iigrichdet worde. Es het schliesslig öbbe 1000 Konzentrazioons- und Nääbelaager und siibe Vernichdigslaager gee.[1][2] In de Konzentrazioonslaager häi d Nazi Millione vo Mensche umbrocht, häi politischi Gegner iigspert, Gfangeni mit Zwangsaarbet vilmol bis zu iirem Dood usbütet, sogenannti ‹medizinischi› Versüech an Mensche gmacht und Chriegsgfangnigi interniert. S Laagersüsteem isch e wääsentligs Elimänt vo dr nazionalsozialistische Unrächtsherrschaft gsi. Wite Zwiig vo dr dütsche Industrii häi diräkt oder indiräkt von em brofitiert.

Mä nimmt hüte aa, ass öbbe zwäi Driddel vo de säggs Millioone Juude, wo Opfer worde si vo dr dütsche Juudevernichdig, wo men ere spööter Shoah bzw. Holocaust het afo sääge, in Vernichdigs- und Konzentratioonslaager diräkt ermoordet worde si oder dört an de Folge vo dr süstematische Underernäärig, de Misshandlige und an umbehandlete Chrankhäite gstorbe si. S räschtlige Driddel isch in sogenannte Ghettos bi Masseverschiessige vor allem dur d Iisatzgrubbe vo dr Sicherhäisbolizei und vom SD und uf de so genannte Doodesmärsch umchoo.

In de Konzentrazioonslaager si au e hufe anderi Mensche ermoordet worde, wie Kommuniste, Sozialiste, Pfäärrer, Süsteemkritiker, Sinti und Roma, Homosexuelli, Züüge Jehovas, gäistig Behindereti und aagääbligi „Asoziali“. Die gnaui Zaal vo de Doote isch bis hüte umbekannt, wil d Mörder nit über alli Opfer Akte gfüert häi. Am Ändi vom Chrieg si überhaupt käni vo de Mord me dokumentarisch festghalte worde si und e hufe vo de Underlaage si dur e Chrieg für immer verloore gange. Au si vili vo de Züüge am Ändi vom Chrieg expräss ermoordet worde. E hufe Gfangnigi, wo vo de alliierte Drubbe befreit worde si, si erst denn an de Folge gstorbe.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans Beimler: Im Mörderlager Dachau. Vier Wochen in den Händen der braunen Banditen, Moskau 1933. – Dr erst authentisch Bricht über d Zueständ im ene faschistische KZ.
  • Angelika Benz und Marija Vulesica: Bewachung und Ausführung. Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern. Metropol Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86331-036-3.
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.) und Angelika Königseder (Redaktion): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 9 Bände, C. H. Beck, Münche 2005–2009, ISBN 3-406-52960-7.[3]
    • 1: Die Organisation des Terrors. Mitherausgeberin Angelika Königseder. 2005; 2. Uflaag 2006, ISBN 3-406-52961-5, 394 Site.
    • 2: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. 2005, ISBN 3-406-52962-3, 607 Site.
    • 3: Sachsenhausen, Buchenwald. 2006, ISBN 3-406-52963-1, 660 Site.
    • 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. 2006, ISBN 3-406-52964-X, 644 Site.
    • 5: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme. 2007, ISBN 978-3-406-52965-8, 591 Site.
    • 6: Natzweiler, Groß-Rosen, Stutthof. 2007, ISBN 978-3-406-52966-5, 840 Site.
    • 7: Wewelsburg, Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch (Vught), Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora. 2008, ISBN 978-3-406-52967-2, 360 Site.
    • 8: Riga, Warschau, Kaunas, Vaivara, Plaszów, Klooga, Chelmo, Belzec, Treblinka, Sobibor. 2008, ISBN 978-3-406-57237-1, 576 Site.
    • 9: Arbeitserziehungslager, Durchgangslager, Ghettos, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeitslager. 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, 656 Site.
  • Ulrich Herbert, Karin Orth, Christoph Dieckmann (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-15516-9.[4]
  • Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager. Verlag Karl Alber, Münche 1946. 44. Uflaag: Heyne Verlag, München 2006. ISBN 978-3-453-02978-1.
  • Angelika Königseder: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Ein Kooperationsprojekt von Wissenschaft und Gedenkstätten. In: Dachauer Hefte Nr. 17: Öffentlichkeit und KZ. Was wusste die Bevölkerung? Dachau 2001.
  • Französisches Büro des Informationsdienstes über Kriegsverbrechen (Hrsg.): Konzentrationslager Dokument F 321 für den Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg. Frankfurt am Main 1988
  • Geoffrey Megargee (Hrsg.): The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933–1945. Band 1: Early Camps, Youth Camps, Concentration Camps and Subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA). Indiana University Press, Bloomington 2009, ISBN 0-253-35328-9.[5] Bd. 2 2012.
  • Karin Orth: Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Eine politische Organisationsgeschichte. Pendo, Zürich/München 2002, ISBN 3-85842-450-1
  • Karin Orth: Die Historiografie der Konzentrationslager und die neuere KZ-Forschung. In: Archiv für Sozialgeschichte 47, 2007:579-598
  • Dirk Riedel: Privatunternehmer im KZ. Aufstieg einer Firma im NS-Staat. In: Dachauer Hefte Nr. 19: Zwischen Befreiung und Verdrängung. 2003.
  • Gudrun Schwarz: SS-Aufseherinnen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern (1933–1945). In: Dachauer Hefte. Nr. 10: Täter und Opfer. 1994.
  • Barbara Schwindt: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek: Funktionswandel im Kontext der „Endlösung“. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3123-7
  • Wolfgang Sofsky: Die Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager. S. Fischer, Frankfurt a.M. 1993, ISBN 3-596-13427-7.
  • Johannes Tuchel: Die Inspektion der Konzentrationslager 1938–1945. Edition Hentrich, Berlin 1994, ISBN 3-89468-158-6.
  • Hermann Langbein: … nicht wie die Schafe zur Schlachtbank – Widerstand in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern 1938–1945. Fischer, Frankfurt 1988, ISBN 3-596-23486-7.
  • Anita Lasker-Wallfisch: Ihr sollt die Wahrheit erben – die Cellistin von Auschwitz; Erinnerungen. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-33251-7
  • Jane Caplan, Nikolaus Wachsmann (Hrsg.): Concentration Camps in Nazi Germany. The New Histories. London 2009, ISBN 978-0-415-42651-0.[6]

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Konzentrazioonslager im Nazionalsozialismus – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Eric Lichtblau: The Holocaust Just Got More Shocking. nytimes.com vom 1. Merz 2013, abgrüeft am 2. Merz 2013.
  2. Wolfgang Benz: Die 101 wichtigsten Fragen. Das Dritte Reich. 2. Uflaag, Beck, Münche 2007, ISBN 978-3-406-56849-7, S. 56–57.
  3. Lueg d Rezensioone:
  4. Vgl. Angela Schwarz: Rezension zu: Herbert, Ulrich; Karin Orth; Christoph Dieckmann (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Entwicklung und Struktur. Göttingen 1998 Archivlink (Memento vom 17. Mai 2013 im Internet Archive). In: H-Soz-u-Kult, 11. Mai 1999.
  5. Vgl. Marc Buggeln: Rezension zu: Megargee, Geoffrey P. (Hrsg.): The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933–1945. Volume I: Early Camps, Youth Camps, Concentration Camps and Subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA), 2 Parts. Bloomington 2009 Archivlink (Memento vom 29. Juli 2013 im Internet Archive). In: H-Soz-u-Kult, 24. März 2010.
  6. Vgl. Marc Buggeln: Rezension zu: Caplan, Jane; Wachsmann, Nikolaus (Hrsg.): Concentration Camps in Nazi Germany. The New Histories. London 2009 Archivlink (Memento vom 29. Juli 2013 im Internet Archive). In: H-Soz-u-Kult, 24. März 2010.
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