Jeune Homme

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdate
Düütsche Titel: Jeune Homme
Orginaltitel: Jeune Homme
Produktionsland: SchweizSchweiz Schwiz
Erschinigsjoor: 2006
Längi (PAL-DVD): 98 Minute
Orginalsprooch: Französisch, Schwyzerdütsch
Stab
Regie: Christoph Schaub
Dräibuech: Maya Todeschini, Christoph Schaub, Marcel Hoehn
Produktion: Marcel Hoehn
Musig: Balz Bachmann, Peter Bräker
Kamera: Stéphane Kuthy
Schnitt: Marina Wernli
Bsetzig

Jeune Homme isch e Schwiizer Komödie vum Regisseur Christoph Schaub ussem Joor 2006. D Dreharbete sin im im Mai/Juni 2005 z Gämf un z Züri gmacht worde. De Film handlet vumene junge Dütschschwyzer, wo in d Welschschwyz go als Aupair schaffe goot. D Handlig parodiert eso Theme wie de Generationekonflikt, Erwaggsewerde un s Verhältniss zwüsche Welsch- un Dütschschwyzer. In de Hauptrolle spiilt de Matthias Schoch. In d Kinos isch de Film im Januar 2006 cho, un d Free-TV Premiere vum Film isch am 30. September 2007 gsi. De Dialog im Film un d Filmmusik isch uff Französisch un Schwyzerdütsch; d Musik isch vum Chansonier Michael von der Heide.

Handlig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Am Aafang vum Film halte d Madeleine (Alexandra Vandernoot) un de Hugues (Didier Flamand) Dumoulin, e relativ wohlhabens Gämfer Ehepaar, Vorstelligsgsprööch für e Stell als Aupair ab. De Sebastian Zollweger (Matthias Schoch), en 18. Jäärige Bueb vo Affoltere, verpasst zwar fast de Termin, wird aber schlussändli ussgwäält, obwohl er eigetli völlig unerfahre un unqualifiziert isch. Näbe de Tatsach, dass di meiste andre Bewerber e völligi Katastrof sin un er em Baby Mahaut (Noémie & Chloé Drevon) sofort sympathisch isch, spiilt au no e grossi Roll dass de Hugues nit bsunders treu isch, un d Madeleine es drum lieber mit eme Bueb als Aupair wott versueche, statt mit ere Blondine.

Dehei z Affoltere füürt de Sabastian in de Zwüschezit mit synrer Familie de 18. Geburtsdag. D Gschenk vo synre Eltre sin änder unpassend: syni Muetter Sonja (Anne-Marie Kuster) schänkt em en sälbergmachte Vorhang mit Chinderbilder, un syn Vater Ernst (Hanspeter Müller) en Rasierapparat, obwohl de Sebastian no überhaupt kei richtige Bartwuggs het („ja chasch en scho Maal bruuche...spööter“). Wonner schliessli au no bekannt git, dass er als Aupair für e Joor uff Gämf wott go, isch d Füür entgültig gloffe. Syn Vater, wo e Druckereigschäft uffbaut het, wott nämli dass er emool in syni Fuessstapfe tritt. De Sebastian sälber wott vorallem vo synrer biidere Familie furtcho, un usserdäm au syn Französisch verbessre. Zum Abschid bechunt er no s Gschänk vo synrer ussglassene Schwöster Kathrin (Mona Petri): en Kamasutra-Bildband.

Bi de Aachumft z Gämf trifft er no uff e Gruppe vo Kunststudänte wo e Chilch am zeichne sin. Eini vo de Studäntine schenkt em ihri Zeichnig. Es stellt sich bal usse dass d Madeleine e arg pingligi Frau isch, wo em Mahout uff d Minute gnau zur glyche Zit s Fläschli git, un em Sebastian e detailierti Lischte mit Huushaltsuffgabe macht. Schnäll merkt de Sebastian, dass d Familie nit ganz eso harmonisch isch: de Hugues isch vilmool furt un stryytet sich mit de Madeleine, wo vermuetet dass er Affäre het, un d Dochter Anne-Sophie lehnt sich gäge d Madeleine uff un het wenig Selbstvertraue. Dezue chunt no, dass de Sebastian numme broche Französisch cha, un d Anne-Sophie (Anaïs Frossard) em s Läbe schwer macht. Usserdäm wird schnäll di älteri Noochbari Evelyne Carter (Nathalie Grandhomme) uff en uffmerchsam un versuecht en z verfiere. Syn einzige Bezugspunkt isch d Mahout, wonner bim spazierego syni Gedanke un Gfiel (uff Schwyzerdütsch) aavertraut („dyni Muetter verstannich nöd. Si quält d Anne-Sophie wägem Ässe un nit so guete Schuelnote, de Hugues bechunt jede Nacht eis uff de Deckel über un ich jede Morge. Und eines Tages bisch de du dra!“). Au mit em Sohn Benjamin (Léandre Duggan) verstoot er sich guet.

Syni Problem mit em Huushalt un em Choche („oui, total abverreckt. Completement raté“), d Nörgeleie vo de Madeleine („on dit pas la jour du riz, on dit le jour du riz“), d Uffsässigkeit vo de Anne-Sophie, di aagspannti Situation zwüsche de Madeleine un em Hugues un dass er de einzig Bueb im Französischkurs voll mit Aupair-Maidli isch, trybe en zur Verzwyyflig, so dass er beschliesst abzreise. Wonnen aber de Hugues bittet no z blybe, demit er mit de Madeleine über s Wuchenänd zu ihrer Muetter cha fahre, isch er yyverstande no ei Wuchenänd z blybe. Derwyyl er resigniert d Huusarbete erledigt, chunt d Kunststudäntin, wonnem am erschte Daag e Zeichnig gschenkt het, vorbi. Eso findet er usse dass si Elodie (Jennifer Decker) heisst, un d Dochter vum Hugues uss synrer erschte Ehe isch. Mit dere neue Situation konfrontiert, beschliesst er z blybe demit er sich de Elodie cha aanööchere, erledigt de Huushalt tip top un chocht zum erschte Mool e richtigs Ässe. Drum channer blybe un es zeigt sich, dass er überraschend vil Talent für s Choche het. Sogar mit de Anne-Sophie verstoot er sich schlussändli. D Elodie het aber wenig Intress aa ihm („moi? Avec un suisse-allemand? Jamais!“), vorallem wo si ussefindet dass er in de Zwüschezit mit de Noochbari Evelyne gschloofe het, wo au scho de Hugues emool verfiert het. De het in de Zwüschezit e Affaire mit eme Dütschschwyzer Aupair-Maidli aagfange, wo bim Sebastian im Französischkurs isch. Wo d Madeleine dehinterchunt, setzt si de Hugues vor d Dür. Inzwüsche het sich de Sebastian aber zur Bezugsperson vo de ganze Familie gwandlet, so dass er's schafft beidi wiider zämmezbringe un au grad no d Chinder beruehigt un de Anne-Sophie mee Sälbstbewusstsy über ihr Ussänne vermittlet.

De Hugues vermittlet em deno au no e Lehre bimene 3-Sterne Choch z Gämf, so dass de Sebastian sich gäge de Wille vo sym Vater („e Choch inere Chuchi?! - ja wo de suuscht? - ja sag emaal, jetz het's em äntgültig in s Hirn ynegschisse!“) dezue entschliesst, Meisterchoch z werde. Statt ihm styygt syni Schwöster in d Druckerei yy, un verdopplet de Umsatz durch de Drugg vo erotische Biecher („wenn die nöd alles uff de Chopf stelle dät!“). Schlussändli gwinnt er au no d Elodie für sich, syn Französisch het sich starch verbessret un zum Schluss träffe sich beidi Familie im Restaurant wonner als Meisterchoch schafft.

Kritike[ändere | Quälltäxt bearbeite]

„Sex, interkulturelles Zusammenleben und die neuen Geschlechterrollen. Zu all diesen Themen hat der Film etwas Schlaues zu sagen, ohne dass der Witz dabei auf der Strecke bleibt. […] Hauptdarsteller Matthias Schoch ist eine Entdeckung als junger Mann auf dem Weg vom letzten Pickel zum ersten Bartstoppel. […] Jeune Homme ist eine gesamtschweizerischer Komödie, die sowohl im französischen als auch im deutschen Teil des Landes für lustig befunden werden kann. Und wem dieses Kunststück gelingt, dem sollte auch ein internationaler Publikumserfolg gegönnt sein!“

- outnow.ch

„Christoph Schaub inszeniert die luftig-harmlose Sonntagabend-Geschichte, zu der die Chansons des frankophilen Michael von der Heide sehr schön passen, mit leichter Hand. Er setzt auf Situations- und Sprachkomik, in beidem aber auf die leisen Töne. Eine positive Überraschung ist der Winterthurer Matthias Schoch in seiner ersten Filmrolle.“

- Der Bund

„In der Situationskomik überzeugt Jeune homme nämlich mit Originalität und auch mit nuancierten Zwischentönen. […] So ist aus Jeune homme ein atypischer Schweizerfilm über die typische Schweiz geworden: Die Komödie hat Charme und Leichtigkeit.“

- zisch.ch

„Der Regisseur schafft es in seinem neuen Film nicht nur, die Geschichte eines jungen Mannes auf dem Weg ins Erwachsenenleben witzig und zugleich feinfühlig zu erzählen. Er schöpft auch aus der Komik der Figuren und führt sie mit feiner Hand durch den leichtfüssigen Film, der aber auch den Tiefgang nicht vermissen lässt.“

- Zürcher Unterländer

„Erstaunlich unprätentiös gelang Christoph Schaub (Sternenberg) mit seinem neuen Film Jeune Homme eine effektvoll-romantische Jugend-Herzblut-Komödie, frisch von der Leber weg. Der Film spielt nicht nur locker mit den Problemen und der Überwindung des Röstigrabens, sondern setzt auch die psychologischen Akzente der Figuren mit präziser ironischer Beiläufigkeit in Szene.“

- Die Weltwoche

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]