Häilige

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Die Häilige Kyrill vo Saloniki, Katharina vo Siena, Methodios vo Olympos, Birgitta vo Schweede, Benedikt vo Nursia und Teresia Benedicta vom Chrüz. Die katholischi Chille bezäichnet die Häilige as Patroon vo Öiropa.

As Häilige wird e Mensch bezäichnet, wo mä von em dänggt, ass er ere Gotthäit bsundrigs nooch stieng oder in religiööser und eethischer Hiisicht vorbildlig sig. Anerkennt wärde Häiligi antwääder vo religiööse oder bolitische Autoridääte oder aber vom glöibige Volk, wo sä vereert; e wichdigi Rolle chönne Fenomeen spiile, wo mit em Häilige zsämmehange und as übernatüürlig interpretiert wärde (Wunder). Die kultischi Vereerig vo Häilige bezäichnet mä as Häiligevereerig.

Religioonswüsseschaftligi Definizioon[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Begriff vom Häilige isch religioonswüsseschaftli nit genau definiert. Uf dr äinte Site stelle die verschiidene Religioone underschiidligi Aafordrige an iiri Häilige, so dass kä Definizioon mööglig isch, wo für alli Religioone gültet. Uf dr andere Site überschniidet sich dr religiöösi Tüp vom Häilige mit meerere andere religiööse Autoridäätstüpe, und mä het no kä Charakteristik gfunde, won en dütlig wurd underschäide.

Aris Kalaizis: Das Martyrium des hl. Bartholomäus, 2014/2015

Tüpoloogischi Gmäinsaamkäite het dr Häilig bsundrigs mit em Mertüürer und em Heros auf: Si Graab oder dr Ort, wo sini Relikwie ufbewaart wärde, entwigglet sich zum ene kultische Zentrum. Es wird vereert und wird zum Ziil vo Pilgerräise und vilmol au zum Zentrum von ere Nektopoole. Vo alle drei Tüpe wird gsäit, ass si Fürsprächer vo de Glöibige gegenüüber dr göttlige Autoridäät sige.

Vereert wird dr Häilig vilmol wie dr Heros no zu Läbzite, mänggisch aber wie bim Märtüürer erst noch em Dood. Äi Underschiid zum Tüp vom Märtüürer isch, ass dä religiöös vollkomme wird, dur d Art, wie n er stirbt und nid dur si Lääbenswandel. Dr Häiligi cha ooni e Mertüürium volkomme wärde, nume dur si Lääbenswiis. Im Geegesatz zum Heros feelt em Häilige die göttligi oder halbgöttligi Abstammig.

Liddratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

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  • Theofried Baumeister: Heiligenverehrung I. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Band 14: Heilig – Hexe. Hiersemann, Stuttgart 1988, ISBN 3-7772-8835-7, Sp. 96–150.
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  • Joseph Braun: Tracht und Attribute der Heiligen in der deutschen Kunst. Stuttgart 1943; anastatische Noochdruck Münche 1964.
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  • Siglind Bruhn: Saints in the Limelight. Representations of the Religious Quest on the Post-1945 Operatic Stage (= Dimension & Diversity Series. Studies in 20th Century Music. Bd. 5). Pendragon Press, Hillsdale, NY 2003, ISBN 1-576-47096-2.
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  • Jürgen Wasim Frembgen: Reise zu Gott. Sufis und Derwische im Islam. (= Beck’sche Reihe, 1380). C. H. Beck, Münche 2000, ISBN 3-406-45920-X.
  • Peter Gemeinhardt: Die Heiligen. Von den frühchristlichen Märtyrern bis zur Gegenwart (= Beck’sche Reihe, 2498). C. H. Beck, Münche 2010, ISBN 978-3-406-58798-6.
  • Rosa Giorgi: Die Heiligen. Geschichte und Legende. (= Bildlexikon der Kunst, Band 2). Parthas, Berlin 2003, ISBN 3-932529-57-X.
  • Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen (= Kleine digitale Bibliothek. Bd. 48). CD-ROM. Directmedia Publishing, Berlin 2007, ISBN 978-3-89853-348-5.
  • John Stratton Hawley (Uusegääber): Saints and Virtues (= Comparative Studies in Religion and Society. Bd. 2). University of California Press, Berkeley CA u. a. 1987, ISBN 0-520-05984-0.
  • Carol Piper Heming: Protestants and the Cult of the Saints in German-speaking Europe, 1517–1531 (= Sixteenth Century Essays & Studies, Bd. 65). Truman State University Press, Kirksville Missouri 2003, ISBN 1-931112-23-1.
  • Daniel Hess, Markus Prummer: Helden, Märtyrer, Heilige. Wege ins Paradies. Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2019, ISBN 978-3-946217-18-3.
  • James Howard-Johnston, Paul Antony Hayward (Uusegääber): The cult of saints in late antiquity and the middle ages. Essays on the contribution of Peter Brown. Oxford University Press, Oxford 1999, ISBN 0-19-826978-1.
  • Heimo Kaindl (Uusegääber): Zwischen Ehrfurcht und Schauder. Reliquienkult gestern und heute. Diözesanmuseum Graz, Graz 2005, ISBN 3-901810-16-1.
  • Theodor Klauser: Christlicher Märtyrerkult, heidnischer Heroenkult und die spätjüdische Heiligenverehrung (= Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Geisteswissenschaften. Bd. 91, ISSN 0570-5649). Westdeutscher Verlag, Köln u. a. 1960.
  • Wolfgang Kosack: Der koptische Heiligenkalender. Deutsch – Koptisch – Arabisch. Nach den besten Quellen neu bearbeitet und vollständig herausgegeben. Mit Index Sanctorum koptischer Heiliger, Index der Namen auf Koptisch, Koptische Patriarchenliste, Geografische Liste. Neubearbeitung. Christoph Brunner, Berlin 2012, ISBN 978-3-9524018-4-2.
  • Günter Lanczkowski, Göran Larsson, Karl Hausberger, Christian Hannick, Frieder Schulz: Heilige / Heiligenverehrung. In: Theologische Realenzyklopädie. Band 14: Heilig – Hexe. Hiersemann, Stuttgart 1988, ISBN 3-7772-8835-7, Sp. 641–672.
  • Lexikon der Heiligen und Heiligenverehrung. 3 Bände. Herder, Freiburg (Brisgau) u. a. 2003, ISBN 3-451-28190-2.
  • Hubertus Lutterbach: Tot und heilig? Personenkult um „Gottesmenschen“ in Mittelalter und Gegenwart. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-20841-8.
  • Esther Meier: Handbuch der Heiligen. Darmstadt 2010.
  • Gabriele Miller: Heilige. In: Lexikon für Theologie und Kirche. Band 4: Franca bis Hermenegild. Herder, Freiburg (Brisgau) u. a. 1995, ISBN 3-451-22004-0, Sp. 1274–1276.
  • Helmut Moll: Selige und heilige Ehepaare. Dominus, Augsburg 2016, ISBN 978-3-940879-48-6.
  • Veit Neumann (Uusegääber): Heilige. Hagiographie als Theologie. Echter-Verlag, Würzburg 2020, ISBN 978-3-429-05433-5.
  • Walter Nigg: Große Heilige. Diogenes, Züüri 1993, ISBN 978-3-257-06526-8 (Erstusgoob 1947, Artemis Verlag).
  • Friedrich Prinz: Das wahre Leben der Heiligen. Zwölf historische Porträts von Kaiserin Helena bis Franz von Assisi. Beck, Münche 2003, ISBN 3-406-50223-7.
  • Otto Wimmer: Handbuch der Namen und Heiligen, mit einer Geschichte des christlichen Kalenders. 3. Uflaag, Innsbruck/Wien/Münche 1966; ab 4. Uflaag 1982, vom Otto Wimmer und Hartmann Melzer, under em Diddel Lexikon der Namen und Heiligen.
  • Norbert Wolf: Die Macht der Heiligen und ihrer Bilder. Philipp Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010505-6.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Heiliger – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]