Georg Bötticher

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dr Georg Bötticher

Dr Georg Bötticher (* 20. Mai 1849 z Jena; † 15. Jänner 1918 z Leipzig) isch e düütsche Grafiker, Schriftsteller und Verleger gsi.

s Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Georg Bötticher isch dr Soon vom Pfaarer Hans Adam Bötticher (1811–1849) und däm synere Frau Clementine Bötticher geb. Hand gsi. Er het d Schuel am Zenker Institut z Jena und am Freimaurerinstitut z Dresden bsuecht. Dänn het er am Dresdner Polytechnikum Muschterzeichner gleert, und drno het er no d Wäberschuel z Chemnitz bsuecht und isch uf Paris as Kunschtgschäft Artur Martin ggange. 1870 het er wägem Chrieg uf Düütschland zrugg müesse.

Won er drufabe z Mühlhausen und dänn z Dresden Muschterzeichner gsi isch, het er agfange schrybe, zerscht für d Zytschrift Deutsche Jugend und als Autoor vom Fachbuech Original-Compositionen zu Flachmustern. D Arbet het en au uf Manne und no an anderi Oort broocht. 1876 het er z Jena d Rosa Marie (Maria) Engelhart ghürootet. Vo syne drüü Chind isch dr Hans (1884–1934) spöter als Schriftsteller und Kabarettischt Joachim Ringelnatz bekant woorde.

I de 1870er Joor het me dr Bötticher au mit syne obersächsiche Mundartwäärch und es paar Bilderbüecher gleert könne. Sit 1897 isch er mit dr Familie z Leipzig gsi, won er sech immer mee ufs Schrybe verläit het. Vo 1901 bis 1918 het er dr Auerbach’s Deutscher Kinder-Kalender usegää und er het für die Fliegenden Blätter gschribe. Vil Erfolg het dr Autoor z Leipzig mit sine satirische Schrifte, Theater und Gedicht gha.

Zum Bötticher syne Fründ het dr Literaturwüssechaftler und sächsisch Mundartdichter Edwin Bormann (1851–1912) ghört.

Wäärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Original-Compositionen zu Flachmustern. Tapeten, Gewebe, Intarsien etc. Dresden 1875.
  • Schulerinnerungen. Leipzig 1877.
  • mit R. A. Jaumann: Das chinesische Buch. Leipzig 1898.
  • mit F. Flinzer: Wie die Soldaten Tiere werden wollten. Leipzig 1892.
  • mit F. Flinzer: Der Deutsche Michel. Leipzig 1892.
  • Allotria. Leipzig 1893.
  • Das lustige Jena. Bilder aus dem Studentenleben. Leipzig 1895.
  • Meine Lieben. Leipzig 1897.
  • Balladen, Legenden, Schwänke. Leipzig 1898.
  • mit L. Meggendorfer: Der Verwandlungskünstler. Eßlingen 1899.
  • Schnurrige Kerle und andere Humoresken. Leipzig 1900.
  • Bunte Reihe. Leipzig 1900.
  • Das lyrische Tagebuch des Leutnants von Versewitz. Band 1 bis 3, Leipzig 1901 bis 1905.
  • Auerbachs Deutscher Kinderkalender. Leipzig von 1901 bis 1918.
  • Allerlei Schnick-Schnack. Leipzig 1905.
  • mit F. Flinzer: Spatz, Ente und Has´. Nürnberg 1904.
  • Bismarck als Zensor. 1907.
  • Heitere Stunden. 1909.
  • mit L. Otto: Alfranzerei und Allotria. ohne Orts- und Jahresangabe
  • Lebenserinnerungen, niedergeschrieben seit 1910.
  • Gedichte. Potsdam 2010, ISBN 978-3-940531-17-9.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Sabine Jung, Angelika Wilhelm: Meisterhaft – Musterhaft. Georg Bötticher – der fast vergessene Künstler und Vater von Joachim Ringelnatz. Herausgegeben von der Stadt Wurzen als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 15. Mai bis 18. September 2011 anlässlich der 1050-Jahrfeier der Stadt Wurzen. Wurzen 2011, ISBN 978-3-9814317-1-1.
  • Fedor Bochow: Biografie von Hans Georg Bötticher (1849–1918). Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Georg Bötticher – Sammlig vo Multimediadateie