Epona

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e Bild vo de Epona usem Piet vo de Treverer, 2./3.Jh.

D Epona (gallisch: »Stuete«. S /e/ isch churz betont, s /o/ isch churz unbetont!) isch di keltischi Göttin vo de Ross. Si isch as anzigi keltischi Gotthait vo de Römer öbernoo wore und isch denn au d Göttin vo de Esle, Muli, Ställ, Riiter, Fuerlütt und Händler wore, churz ales wa mit Ross z tue het. Si isch au vo de Helvetier vereert worde.

D Epona isch literarisch und epigraphisch seer guet bizügt. Di maiste Widmige i Stai stamed usem nördliche und östliche Gallie. Abem 2. Joorhundert het sich ere Kult afange öber s ganz Römische Riich nördlich vom Mittelmeer verbraite, im ganze sind me as 60 Inschrifte und öber 250 Darstelige bikannt. De Grund sind Händler und Soldaate gsii, wo si zäme mitem Heldegott Hercules und em Chrieggott Mars vereert hend. In e paarne Inschrifte werd si as Königin (Epona Regina) agredt. I acht Inschrifte werd si zäme mit de Suleviae gnennt. En Festkalender vo de Cenomane, emene gallische Stamm i de Poebini, git as Festtag vo de Epona de 18. Dezember aa [1].

Darstellig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Epona werd maist as e Frau, wo im Damesitz ufeme Ross sitzt oder au zwüschet zwai Rösser, dargstellt. Mengisch het si i de Händ Blueme oder Frücht. Selte sitzt si imene Wage. D Epona selber cha miteme Gwand, aber au blutt dargstellt werde.

Antiki Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I de antike Literatur chunnt d Epona vill vor und werd ainisch au Hippona gnennt, well s altgriechische Wort för Ross "hippos" isch. So bischribt de römisch Schriftsteller Apuleius inere Szene, wie de inen Esel verwandleti Lucius sich uf d Hinderbai stellt, um as Altöörli vo de Epona im Stall anezcho, wo mit frische Rose gschmückt isch, do de Zauber, wonen verwandlet het, mit dene broche werde chöni [2]. De Minucius Felix waiss denn au, as a de Epona früschi Roose gopferet wore sind und asmer ere zu Eere Ross und Esle gschmückt het [3]. De Dichter Juvenal degege verspottet i sinene Satiire en höchgstellte Römer, wel er am Altoor vom Iuppiter bi de Epona schwöri [4].

E Sammlig vo chliine Anekdote bringt e Gschicht, won e Maa mitem Name Fulvius Stellus oder Fulvius Tellus d Fraue ase ghasst hebi, as ers mit ere Stuete tribe heb und die heb den e schöös Maitli mitem name Epona uf d Welt brocht, wo denn zu de Schutzgöttin vo de Ross wore sai [5], aidütig e Reminiszenz an Hieros gamos, de Hailige Hochzitt. No im Mittelalter het z Irland en König bi de Chröönig müese sich mitere Stuete veraine [6]. Meriri Forscher bitrachtet aber die Anekdote as e raini Erfindig oni keltische Hindergrund.

Schlussendli findet sich no inere früemittelalterliche Rezeptsammlig de nöd dütbari Zauberspruch: »irrifa epona nupsit illegy« [7].

Düütig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

e Darstelig vo de Epona us Griecheland, 4.Jh.

I de moderne Forschig werd d Epona mit de irische Macha und de kymrische Rhiannon vergliche. Es werd agnoo, as si symbolisch för di Gross Muetter stend und as d Verainigung vom König mit ere Stuete de seb zum Maa vo de Muetter Erde machi; womit er au Macht öbers Land öberchömm. D Epona isch jo i epigraphische Inschrifte au Königi (Epona Regina) gnennt worde und de Name Rhiannon (< *Rigantona) bidütet »Grossi Königi«. S gitt aber au Forscher wo en Zämehang ableenet.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. AE 1892, 83; us Guidizzolo s.v. Gardasee
  2. L. Apuleius Marcellus: Metamorphose 3,27
  3. Minucius Felix: Octavius 28,7
  4. D. Iunius Iuvenalis: Satire 8,155-157
  5. Pseudo-Plutarchos: Parallela Minora, 29B
  6. Giraldus Cambrensis: Topographia Hibernica 3,25
  7. Anecdotum Latinum XII,189 (6.Jh.)

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • S. & P.F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie; Diedrichs 1992. ISBN 3-424-01077-4
  • M. Euskirchen: Epona; i: Berichte der Römisch-Germanischen Kommission Band 74, 1993, S. 607ff.
  • Andreas Hofenender: Die Göttin Epona in der antiken Literatur, i: Rainer Wiegels (Hrsg.): Keltische Götter im Römischen Reich, Osnabrücker Forschungen 9 (2005). ISBN 3-933925-69-X
  • Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur; Stuttgart (1994). ISBN 3-520-46601-5
  • Wolfgang Meid: Aspekte der germanischen und keltischen Religion im Zeugnis der Sprache. Innsbruck 1991

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]