Anny Engelmann

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen
E Zeichnig vo dr Anny Engelmann

D Anny Engelmann (uf tschechisch: Anna Engelmannová), wo dr Künschtlername Suska gha het, (* 3. Februar 1897 z Olmütz; † ane 1942 im Vernichtigslager Maly Trostinez) isch en öschtrychisch-tschechoslowakischi Zeichnerin gsi.

Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Anny Engelmann isch Dochter gsi vom Chaufme Max Engelmann und vo dr Ernestine Engelmann, geb. Brecher (1866–1942). Me weiss nid gnau, wie iri Pruefsbildig ggangen isch. Si isch ane 1920 bekant worde, wo d Gselschaft vo de Kunschtfründ z Olmütz en Uusstellig mit irne früeche Wärch, wo’s denn scho also ggä het, organisiert het. Vo dene früenere Arbete weiss me chum me öppis.

D Engelmann het hüfig z Wien gläbt. D Zeichnige, wo si für Buechverlääg gmacht het, sind meischtens under em Pseudonym Suska trukt. Es baar Mol het si Uuftreg vom Buechverlag Stiepel z Reichenburg übercho.[1] S erschte Buech mit Zeichnige vo dr Suska, wo me hüt no kennt, isch ane 1923 usecho; es isch es Märlibuech vom Hans Christian Andersen. I de Biblioteeke sind hüt no 35 Büecher vo verschidene Verlääg, wo s drin Illustrazioone vo dr Grafikerin het, dokumäntiert. Die erfolryche Chinderbüecher sind uf Düütsch und Tschechisch usechoo und vil vonne sind is Änglische und is Französische übersetzt worde. Zwöi alemanneschi Bilderbüecher sind au derby, wo d Engelmann Bilder für Wärch vo dr Sophie Haemmerli-Marti gmacht het.

D Familie Engelmann het zu de Jude ghört. Dr eint Brueder vo dr Suska, dr Paul Engelmann, isch 1934 uf Palästina ggange, dr ander Brueder, dr Peter Engelmann, und d Schwögerin Anna Eng hend sech 1939 s Läbe gnoo. D Anny Engelmann isch ane 1942 vo de Nazionalsozialiste us Olmütz is Konzentrazionslager Theresiestadt und gly drufabe wyter is Todeslager Maly Trostinec procht worde, wo si gstorben isch.

en Uuswahl vo de Wärch mit Bilder vo dr Suska[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sophie Haemmerli-Marti: Gaggaggah und Güggerüggüh (1928)
  • Hans Christian Andersen: Der Schlafgott. Prag 1923
  • Paul Rainer: Die Maienliesl: Ein Bilderbuch. Reichenberg 1923
  • Kinderreime nach Karl Simrock und anderen Dichtern. Leipzig 1924
  • Rings um die Erde geht der Ritt; Ihr lieben Kleinen kommet mit! Värs vo dr Else Dorn. Fürth 1925
  • Else Dorn: Auf zur Weltreise!. Fürth 1925
  • J. M. Barrie: Petr Pan v Kensingtonském parku. Prag 1925
  • Kinderlust mit prächtigen Bildern und schönen Reimen von Peter Paul Rainer. 1925
  • Zviřátka a děti. Prag 1926
  • Wir reisen auf den Mond! Eine fröhliche Geschichte mit Bildern von Suska und Versen von Marie Sauer. Hannover (?) 1925
  • Maren Koster: Van kinderen en dieren. Gouda
  • Marie Sauer: Susi kauft ein! Ein neues Bilderbuch. Fürth 1926
  • J. M. Barrie: Petr Pan a Wendy. Prag 1926–1927
  • Sophie Haemmerli-Marti: Gaggaggah und Güggerüggüh. Tierverse. Basel 1928
  • Sophie Haemmerli-Marti: Is Stärneland. Basel 1928 (?)
  • Das Lachpeterl: Ein Bilderbuch von Paul Rainer und Anny Engelmann. Reichenberg 1927
  • Der Kinder bunte Welt in Garten Haus und Feld. Reichenburg 1928
  • ABC die Katze lief im Schnee: Kinderreime. Värs und Bilder vo dr Anny Engelmann, Reichenberg 1929
  • Paul Rainer: Das tägliche Brot: Erzählung. Reichenberg 1930
  • Kinderherzen. 1930
  • Nos tout Petits. Fürth 1930
  • Paul Rainer: Die Sonnensusi!. Reichenberg 1931
  • Das Glückskind. 1931
  • Das ABC in Sport und Spiel. Leipzig Reichenberg Wien1931
  • Paul Rainer: Des Kindes Vormittag. 1931
  • Spielkameraden: Ein Bilderbuch. Reichenberg 1935

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ursula A. Schneider: Neues von Peter Engelmann (Ps. Peter Eng) und Anny Engelmann (Ps. Suska): die Geschwister von Paul Engelmann, Figuren einer verschwundenen europäischen Moderne. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv, Band 30 (2011), S. 119–144.
  • Ursula A. Schneider: Bibliographie Anny Engelmann (Suska).

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Anny Engelmann – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Murray G. Hall: »Ein Bilderbuch aus dem Märchenhaus Stiepel« Zum Kinderbuchprogramm des Verlages Gebrüder Stiepel in Reichenburg. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens, 70, 2015, S. 1–13.