Adelheid Steinmann

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D Adelheid um 1900

D Adelheid Steinmann (* 26. April 1866 z Heidelbärg as Adelheid Holtzmann;20. Jänner 1925 in Bonn) isch e dyschi Bolitikeri (DDP) un Frauerächtleri gsii. Im Johr 1899[1] isch d Fryybeger Universitet di erscht in z Dytschland gsii, wu Fraue zum Studium zuegloo het. Un Schuld wor d Adelheid mit iire badisch Schwertgosch.

Lääbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Vater isch Brofässer gsii. Dr Heinrich Holtzmann het in Strosburi dem beriihmte Albert Schweitzer d Theologii glehrt – speter het dr Schweitzer noch Medizin un Filosofi studiert. Dr Mutter wor d Tochter vom Georg Weber, dr isch Brofässer z Heidelbärg gsii un het e Weltgschicht gschriibe, en Bestsäller fir 40 Jahr.

Iire bäide Brieder hän studiirt un sin Brofässer wore. D Adelheid het nit studiere derfe. Man het gmeint des de Kopp uns Ghirn weicher werd, wenn Fraue studiere. Un man het gmeint des de Mädle vom Studiere ihr weiblich Figur verliire. Es het e paar Fraue ggewwe, di hän mit e Sunnererlaabnis unner de Uffsicht von iire Ehemänner studiirt.

D Adelheid het 1886 dr Gustav Steinmann ghyrote, Brofässer fir Geologii un Paläontologii un speter Proräktor z Fryybeg im Brisgau. As dr Sohn greeßer wor, het si agfange firs Studium von di Fraue zu kämpfe. Mit dr Schwertgosch war des vom Erfolg gkreent, un im Semester 1899/1900 hän dii erschde finf Fraue in Fryybeg studiire derfe. 1900 bis 1914 wor si Rychsvorsitzendi vom Verii Frauenbildung-Frauenstudium.

Unn si het iire Schwertgosch nit halte kenne, dann isch si bolidisch gworre un het fir des Wahlrecht von dii Fraue zu kämpfe agfange. Afangs war si bi di Nationalliberali. 1918 het si e eigini Bartei ggrindet, d Ditschu Demokratischu Bartei (DDP) – e linksliberali Bartei. Chefin het si as Frau nit werre derfe, si wor dann di zwäit hinner Fritz Naumann – später wors d Bartei vom Gustav Stresemann. 1919 hän di Fraue erschtmols wähle derfe.

Uff en Mandaad im Rychsdag het si verzichtet. Si wor noch e paar Jahr Stadträtin in Bonn. E Stroß z Fryybeg (Rieselfeld) isch 1996 no ihre gnännt wore.

Schrifte (Uuswahl)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Die höhere Mädchenbildung, Vorträge gehalten auf dem Kongreß zu Kassel. Leipzig/Berlin 1908.
  • Die Forderung politischer Neutralität im Frauenstimmrecht. In: Die Frau, Bd. 17 (1909/1910), S. 641–648.
  • Frauenbewegung und Parteipolitik. In: Die Frau, Bd. 19 (1911/12), S. 481–486.
  • Zwei Frauenurteile über Mann, Frau und Familie. In: Die Frau, Bd. 20 (1912/1913), S. 153–159.
  • Wieder einmal das Oberlyceum und seine Freunde. In: Die Frau, Bd. 21 (1913/1914), S. 370–374.
  • Die Frau in der Familie. In: Jahrbuch des Bundes Deutscher Frauenvereine. 1918, S. 31–49.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Jan Merk: Steinmann, Adelheid. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 25, Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-11206-7, S. 216 f.
  • Jan Merk: Adelheid Steinmann. In: Badische Biographien. N.F. 4. 1996, S. 285–287.
  • Rudolf H. Böttcher: 100 Jahre Frauenstudium, Adelheid Steinmann. (mit Ahnentafel u. Bild), In: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde. Band 14 (1999), S. 467.

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. uni-protokolle.de: Nachrichten