Luftfahrzeug

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E Luftfaarzüüg isch e Gräät, wo in dr Atmosfääre vo dr Ärde fliegt oder faart.

Wil d Atmosfääre käi scharfi ooberi Gränze het, reedet mä bis zun ere Flughööchi vo öbbe 100 km vo Luftfaart, was drüüber isch zelt zur Ruumfaart.

Süstematik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Liichter as Luft: e Zeppelin
Schweerer as Luft: en Airbus A 380

Technisch underschäidet mä zwüschen Luftfaarzüüg, wo liichter as Luft si, und wo sich mit Hilf vo statischem Ufdriib in dr Luft halte, und Luftfaarzüüg, wo schweerer as Luft si, wo mit Hilf vo dünamischem Ufdriib fliege. Au cha mä zwüsche Luftfaarzüüg mit äigenem und ooni äigene Aadriib underschäide:

Es git aber au Luftfaarzüüg, wo nit in die Kategorie basse, wil si weder statische no dünamische Ufdriib usnütze, wie zum Bischbil Fallschirm.

Noch de Luftverkeersgsetz si unbemannti Fluggräät, Rettigsfallschirm und Luftsportgräät Luftfaarzüüg, wie au Ruumfaarzüüg, Rageete und äänligi Flugkörper, solang si sich im Luftruum befinde. Uf dr andere Site sin Gräät, wo nid hööcher as 30 Meter über Grund oder Wasser chönne fliege (z. B. Luftchüssifaarzüüg), käini Luftfaarzüüg.[1]

Die Definizione si in de mäiste Länder äänlig, aber do und dört wird au no noch andere Kriterie klassifiziert wie Gwichtsgränze.

Gschicht vo de Luftfaarzüüg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die erste Fluggräät si „liichter as Luft“ gsi. D Lüt häi gsee wie Rauch und Äsche ufstiige und d Brüeder Montgolfier häi 1783 dr erst Häisslufballoon baut und dä mit Rauch gfüllt.[2]. Erst spööter het mä verstande, ass dr Ufdriib vo dr warme Luft und nid vom Rauch chunnt.

Fluggräät „schweerer as Luft“ het sich scho dr Leonardo da Vinci usdänggt, aber mööglig sin si erst im 19. Joorhundert worde, wo mä die erste Gläitflüüg het afo mache. 1811 isch dr Schniider vo Ulm, dr Albrecht Berblinger, abgstürzt, won er öber d Donau het welle fliege. Erst am Ändi vom 19. Joorhundert het dr Otto Lilienthal öbbe 100 Gläitflüg gmacht, bevor er abgstürzt und umchoo isch.[3] Wo denn dr Benzinmotor ufchoo isch, het sich dr Fluug schweerer as Luft schnäll entwigglet. Am 17. Dezämber 1903 häi d Brüeder Wright iire erst Flug gmacht, 1909 isch dr Louis Blériot über en Ermelkanal gflooge und nume e baar Joor spööter si Fluugi scho as Chriegsmaschiine iigsetzt worde. Zwüsche de Wältchrieg het dr Flug schweerer as Luft Luftschiff und Äänligs ändgültig verdrängt.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ernst Götsch: Einführung in die Flugzeugtechnik. Deutscher Fachverlag, Frankfurt 1971, ISBN 3-87234-041-7.
  • Ernst Götsch: Luftfahrzeugtechnik. Motorbuchverlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02006-8.
  • Jürgen Heermann: Warum sie oben bleiben. Insel Verlag: Frankfurt am Main und Leipzig 2000, ISBN 3-458-34320-2.
  • Oskar Höfling: Physik, Band II, Teil 1, Mechanik - Wärme. 15. Auflage. Ferd. Dümmlers Verlag, Bonn 1994, ISBN 3-427-41145-1.
  • Wie funktioniert das? Meyers erklärte Technik, Band 1. Bibliographisches Institut, Mannheim und Zürich 1963.
  • Ashley Holt: Engineering Analysis of Flight Vehicles. Dover Publications, 2012,ISBN 9780486672137.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Luftfahrzeug – Album mit witere Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Vgl. § 1 Abs. 2 Ziff. 11 LuftVG: "sonstige für die Benutzung des Luftraums bestimmte Geräte, sofern sie in Höhen von mehr als dreißig Metern über Grund oder Wasser betrieben werden können."
  2. Sabine Höhler: Luftfahrtforschung und Luftfahrtmythos: Wissenschaftliche Ballonfahrt in Deutschland, 1880-1910, S. 102ff, Campus Verlag 2001, ISBN 978-3-593-36840-5(Zugriff am 8. August 2012)
  3. Sven Groß: Tourismus und Verkehr: Grundlagen, Marktanalyse und Strategien von Verkehrsunternehmen, S. 166ff, Oldenbourg Verlag 9. März 2011, ISBN 978-3-486-70447-1(Zugriff am 8. August 2012)