Großer Sprung nach vorn

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Dr Grooss Sprung noch vorne (chin. 大躍進 / 大跃进, dà yuè jìn) isch dr Naame für e Kampanie in dr Volksrepublik China gsi, wo vo 1958 bis 1961 gange isch. Si het us meerere äinzelne Iniziative bestande und s Ziil isch gsi, ass si dr zwäit Fümfjooresblaan (1958–1962) wurd ersetze und überdräffe. Mit dere Kampanie het mä welle die drei groosse Underschiid zwüsche Land und Stadt, Chopf und Hand, und Industrii und Landwirtschaft usgliiche, dr Ruggstand zu de westlige Industriiländer ufhoole und d Übergangsperiode zum Kommunismus dütlig verchürze.

Minihoochööfe, wo mit ene in de ländlige Regione vo China Staal hät sölle broduziert wärde.

D Kampanie vom Groosse Sprung het noch em erste Fümfjooresblaan vo 1953 bis 1957 aagfange, hät vo 1958 bis 1963 sölle goo. 1961, wo s klaar gsi isch, ass si gschiiteret isch, het mä sä abbroche.[1][2]

Dr „Grooss Sprung noch vorne“ het noch em Ändi vo dr Hundert-Blueme-Beweegig aagfange und isch in e Zit gfalle, wo die politische Spannige zwüsche China und dr Sowjetunion gwaggse si. Er isch die wääsentligi Ursach für die schweeri Hungersnot gsi, wo vo 1959 bis 1961 z China gherrscht het. Es het in dene Joor zwar au schweeri Überschwemmige und Dürre gee, dr entschäidendi Grund für d Hungersnot isch aber e wirtschaftligs Feelmanidschment gsi. Wäge dr Zwangskollektivierig vo dr Landwirtschaft, dr zuesätzlige Belastig vo de Buure, wo au no an dr Infrastruktur- und bi Industrialisierigsbrojekt het müesse mitschaffe und ere Binnemigrazioon vo dr Landbevölkerig in d Stedt si die landwirtschaftlige Erdrääg vo 1959 bis 1961 gsunke. Gliichzitig het dr Staat d Stüüre stark uufedoo und mit Zwangsmaassnaame duregsetzt. D Zaal vo de Opfer vo dere Hungersnot wird uf 15 bis 45 Millione Mensche gschetzt. Es handlet sich um die grössti Hungerkatastroofe in dr Gschicht vo dr Menschhäit.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Jasper Becker: Hungry Ghosts. China's secret famine. John Murray, London 1997, ISBN 0-7195-5440-3.
  • Jung Chang, Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes. Blessing, München 2005, ISBN 3-89667-200-2.
  • Shi Cheng: China's rural industrialization policy. Growing under orders since 1949. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2006, ISBN 0-230-50171-0.
  • Sabine Dabringhaus: Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59286-7.
  • Frank Dikötter: Mao's Great Famine. The History of China's Most Devastating Catastrophe, 1958–62. Bloomsbury, London u. a. 2010, ISBN 978-1-4088-1219-8.
    • dütsch vom Stephan Gebauer: Maos Großer Hunger. Massenmord und menschenexperiment in China. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2014, ISBN q978-3-608-94844-8.
  • Jonathan Fenby: The Penguin History of Modern China. The Fall and Rise of a Great Power 1850–2009. Penguin Books, London 2009, ISBN 978-0-141-02009-9.
  • Erik von Groeling: Chinas langer Marsch – wohin? Innere Entwicklung und Organisation in der Volksrepublik China 1949–1971 (= Schriftenreihe der Studiengesellschaft für Zeitprobleme e.V. Zeitpolitik. Bd. 10, ZDB-ID 187966-2). Seewald, Stuttgart-Degerloch 1972.
  • Ole Mathies Hackfurth: VR China: Wirtschaftspolitik von Mao bis Jiang. GRIN Verlag, München 2007, ISBN 978-3-638-80669-5.
  • Rainer Hoffmann: Kampf zweier Linien. Zur politischen Geschichte der chinesischen Volksrepublik 1949–1977. Klett-Cotta, Stuttgart 1978, ISBN 3-12-910180-2.
  • Yang Jisheng: Grabstein – Mùbei. Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958–1962. S. Fischer Verlag, Frankfurt am 2012, ISBN 978-3-10-080023-7 (chinesischsprachige Originalausgabe 2008).
  • Xin Meng, Nancy Qian, Pierre Yared: The Institutional Causes of China's Great Famine, 1959–61. Centre for Economic Policy Research, London 2010, (PDF; 2,93 MB).
  • Steven Rosefielde: Red Holocaust. Routledge, London u. a. 2010, ISBN 978-0-415-77756-8.
  • Judith Shapiro: Mao's war against nature. Politics and the Environment in Revolutionary China. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2001, ISBN 0-521-78680-0.
  • Philip Short: Mao. A Life. Hodder & Stoughton, London 1999, ISBN 0-340-60624-X.
  • Oskar Weggel: Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert (= Kröners Taschenausgabe. Bd 414). Kröner, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-41401-5.
  • Felix Wemheuer: Steinnudeln. Ländliche Erinnerungen und staatliche Vergangenheitsbewältigung der „Großen-Sprung“-Hungersnot in der chinesischen Provinz Henan (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 27: Asiatische und afrikanische Studien. Bd. 100). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2007, ISBN 978-3-631-56279-6 (Zugleich: Wien, Univ., Diss., 2006).
  • Zhou Xun: Forgotten Voices of Mao's Great Famine. An Oral History. Yale University Press, New Haven/London 2013, ISBN 978-0300184044.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Kwok-sing Li: A glossary of political terms of the People's Republic of China. Translated by Mary Lok. The Chinese University of Hong Kong, Hong Kong 1995, ISBN 962-201-615-4, S. 47–48.
  2. Alfred L. Chan: Mao's crusade. Politics and policy implementation in China's great leap forward. Oxford University Press, Oxford u. a. 2001, ISBN 0-19-924406-5
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