Wort:Wörterbuch der elsässischen Mundarten/A

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A der erste Buchstabe im Alphabet. Spw. Wer A seit, muess aüch B sajen Bf. Über ich bin a, der erste beim Spiel, s. an.

A B C [à pə tsé Hf.] n. das ABC. Vielfach im Kinderspruch [Â pé tsé, T Khàts leit em ‘Sné, Tər ‘Sné két əwak, T Khàts leit em Trak Rchw. Dü. Ndhsn. Str. Ingw. Rotb.] Stöber Volksb.2 Nr. 279. [Â pé tsé, T K. két em ‘Sné, Tər Hùnt em Trak ùn pist tər K. tə Wàtəl əwak Z]. Abzählvers: ABCD, D Katz laüft in der Schnee, Der Hund läuft noch, D Katz schreit mordjo! Hi. Stöber 280. In Zinsw. sagt ein Kind zum andern ABC, D Katz het Flöʰ, Du hest noch viel mehr (Der Hund het n. v. m. Ndrbetschd.) — Urspr. wohl eine Besegnung gegen Schmerzen Schweiz. 1, 1.

a [â U.] Interj. der Verwunderung: so? [Mòrn (oder: mòrm) khomt min Ùɳkəl! — â! oder â só!] so? Z. — Schweiz. 1, 1.

a [â] f. 'nur in Bachnamen und davon abgeleiteten Ortsnamen: [‘Stokâ, Wolmsâ M.] — mhd. ahe = lat. aqua. Schweiz. 1, 1.

a [â M. U.] = ab.

a [â O.; ậ M.] = an. Schweiz. 1, 2.

a [á Liebsd. bis Zinsw.] und aa [áa zweisilbig mit absteigendem Ton Dü.]
1. Laut, mit welchem kleine Kinder das liebkosende Anschmiegen des Gesichtes an das Gesicht Anderer zu begleiten pflegen;
2. m. Kuss kleiner Kinder. Gib mir en A! mach mir a! Hi. Willst en A?

A-bäckele dass. [Khùm, preɳ mər ən Ápækələ Wh.] — Schweiz. 1, 3.

a [á Z.] Interj. der Freude. [Hent ket s Krùmpêrəsalôt heut Abend gibt es Kartoffelsalat. — á! Hf.]

[Bd. 1, Sp. 1b]

Demin. ägele [ákələ Horbg.] Ausruf freudiger Verwunderung bei Kindern. Hüt derfst mit. — Ägele!

a ihn, s. ina.

a [à Hf.] Interj. bei Eintritt eines unerwarteten Ereignisses oder Hindernisses: [hàltə! tó tèrf nièmə neɳ! — à! Hf.] — Schweiz. 1, 2.

a [á Hf.] Interj. des Verneinens bei Antworten: [eṥ tes wór? — á! Hf.] s. auch aba und jo.

ä [ǽ Su.] Interj. des Erstaunens: [ǽ âwər seht doch! ǽ lyəkə nùr tohé Su.] — Schweiz. 1, 3.

ä [ê Wh.] Conj. auch.

ä [ǽ Hi. Str.] ä ä [æ æ, auch a a, mit Kehlkopfverschluss dazwischen Dü. Lohr] in der Kindersprache: Notdurft [Màχ a a! Ingersh.]. Das ist ä! das ist etwas Unsauberes! Hi. Vgl. bä.

ä [ǽ Dü.] abschlagende Antwort der Kinder auf eine Bitte oder einen Befehl. Gib dem Schwesterle aüch e Stückle vuⁿ dinem Apfel! — ä! Nein, ich will nicht.

ä [è Hi. Ruf.] Verneinung. — Schweiz. 1, 3.

ä ä [æ æ oder è è mit absteigendem Ton, dazwischen Kehlkopfverschluss Logelnh. Rapp. U.] Verneinung. Bist du s gsin? — ä ä! Gilt für unmanierlich.

†Au [Œy Ingenh.] f. Aue, nur noch als Flurname: in der Au Ingenh., oder in zusammengesetzten Ortsnamen: Kurwau, Musau u. a. bei Str. ‘Mer sehn die brächdi Licht drus uf der Kurrwau’ Pfm. I 4. ‘s Dannebäumel uff der Kurwau’ Friedhof zu St. Urban K. Bernhard Schk. 74. Krutenau