Wilhelm Busch

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Sälbstbordret vom Wilhelm Busch, 1894

Dr Heinrich Christian Wilhelm Busch (* 15. April 1832 z Wiedensahl; † 9. Januar 1908 z Mechtshausen) isch äine vo de iiflussriichste humoristische Dichder und Zäichner vo Dütschland. Si ersti Bildergschicht isch 1859 as Daafele erschiine und as Buech 1864. Scho in de 1870er Joor isch er e bekannti Persönligkäit z Dütschland gsi. Won er gstorbe isch, het er scho as e „Klassiker vom dütsche Humor“ gulte,[1] wo mit sine satirische Bildergschichte e groossi Volkstümligkäit erräicht het. Er gältet hüte as äine vo de Pionier vom Comic. Zu sine bekanntiste Wärk ghööre d Bildergschichte Max und Moritz, Die fromme Helene, Plisch und Plum, Hans Huckebein, der Unglücksrabe und d Knopp-Trilogie. E Hufe vo sine Zwäiziiler wie „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ oder „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ sind zu feste Usprüch worde. Sini Satire verspotte vilmol Äigeschafte vo äinzelne Tüpe oder Gsellschaftsgrubbe. So grift er in sine Bildergschichte d Sälbstzfriidehäit und die zwiifelhafti Moraluffassig vom Bünzli aa und d Frömmelei vo bürgerlige und gäistlige Persone.

Dr Busch isch en ärnste und verschlossnige Mensch gsi, wo langi Joor zruggzoge in dr Browinz gläbt het. Sini Bildergschichte, won er as „Schosen“ (frz. chose = Sache, Ding, quelque chose = öbbis, irgendöbbis) bezäichnet het, het er nid seer gschetzt. Er isch joorelang finanziell vo sine Eltere abhängig gsi und sini Bildergschichte si si äinzigi unabhängigi Iikommenskwelle worde. Er het brobiert as ärnsthafte Mooler z schaffe, wil aber sini äigene Maastääb z hooch gsi si, het er die mäiste vo sine Bilder vernichdet. Si lyrischi Dichdig, wo vom Heinrich Heine beiiflusst worde isch, und sini Prosateggst het s Publikum, wo mit em Naame Wilhelm Busch Bildergschichte verbunde het, nid aagnoo. D Entdüschig vo sine künstlerische Hoffnige und s Ufgee wo z hooche Erwartige an s äigene Lääbe si Motiv, wo mä in sine Bildergschichte und au in sim literarische Wärk wiiderfindet.[2]

Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

E Helge us Fipps, der Affe:
„Der Fipps, das darf man wohl gestehn,
Ist nicht als Schönheit anzusehn.
Was ihm dagegen Werth verleiht,
Ist Rührig- und Betriebsamkeit.“
  • 1859 Die kleinen Honigdiebe[3]
  • 1864 Bilderpossen (mit de Äinzelgschichte Katz und Maus, Hänsel und Gretel, Krischan mit der Piepe und Der Eispeter)
  • 1864 Diogenes und die bösen Buben von Korinth
  • 1864 Eginhard und Emma
  • 1865 Der Virtuos
  • 1865 Max und Moritz (Digitalisat un Volltext im Dytsche Textarchiv)
  • 1866 Schnaken und Schnurren
  • 1867 Hans Huckebein, der Unglücksrabe
  • 1868 Schnaken und Schnurren, Teil II
  • 1869 Schnurrdiburr oder Die Bienen
  • 1870 Der heilige Antonius von Padua
  • 1872 Schnaken und Schnurren, Teil III
  • 1872 Die fromme Helene
  • 1872 Bilder zur Jobsiade
  • 1872 Pater Filuzius
  • 1873 Der Geburtstag oder die Partikularisten
  • 1874 Dideldum!
  • 1874 Kritik des Herzens
  • 1875 Abenteuer eines Junggesellen
  • 1876 Herr und Frau Knopp
  • 1877 Julchen
  • 1878 Die Haarbeutel
  • 1879 Fipps, der Affe
  • 1881 Stippstörchen für Äuglein und Öhrchen
  • 1881 Der Fuchs. Die Drachen. – Zwei lustige Sachen
  • 1882 Plisch und Plum
  • 1883 Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter
  • 1884 Maler Klecksel
  • 1886 Was mich betrifft
  • 1891 Eduards Traum
  • 1893 Von mir über mich
  • 1895 Der Schmetterling
  • 1904 Zu guter Letzt
  • 1908 Hernach (posthum)
  • 1909 Schein und Sein (posthum)
  • 1910 Ut ôler Welt (posthum)
  • 1923 Wilhelm Busch Gesammelte Werke
  • 2010 (sit 1863 verscholle und erst 2008 wider entdeggt) Der Kuchenteig mit eme Essey vom Andreas Platthaus, Insel Verlag, Berlin 2008 (Insel-Bücherei 1325) ISBN 978-3-458-19325-8.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Walter Jens: Kindlers Neues Literatur Lexikon (= Studienausgabe Band 3 von 21). Münche, ISBN 3-463-43200-5, S. 416.
  • Michaela Diers: Wilhelm Busch. Leben und Werk. Originalausgabe. dtv 34452, Münche 2008, ISBN 978-3-423-34452-4.
  • Peter Haage: Wilhelm Busch. Ein weises Leben. Fischer-Taschenbuch 5637, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-596-25637-2. (Erstausgabe: Meyster, Münche 1980, ISBN 3-7057-6003-3)
  • Herbert Günther: Der Versteckspieler., Die Lebensgeschichte des Wilhelm Busch. Union Verlag, Fellbach 1991, ISBN 3-407-80894-1.
  • Clemens Heydenreich: „... und damit gut!“ Wilhelm Buschs Märchen „Der Schmetterling“ als Trümmerfeld der „Taugenichts“-Romantik. In: Aurora. Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft. 68/69 2010, ISBN 978-3-484-33066-5, S. 67–78.
  • Wolfgang Kayser: Wilhelm Buschs grotesker Humor. Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen 1958. (Kurzvortrag, (onläin))
  • Joseph Kraus, Kurt Rusenberg (Hrsg.): Wilhelm Busch. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. (= rororo-Bildmonographien Nr. 50163). 17. Uflaag. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 978-3-499-50163-0.
  • Dieter P. Lotze: Wilhelm Busch. Leben und Werk. Belser, Stuttgart/ Züri 1982, ISBN 3-7630-1915-4.
  • Ulrich Mihr: Wilhelm Busch: Der Protestant, der trotzdem lacht. Philosophischer Protestantismus als Grundlage des literarischen Werks. Narr, Tübinge 1983, ISBN 3-87808-920-1.
  • Fritz Novotny: Busch, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 65–67.
  • Frank Pietzcker: Symbol und Wirklichkeit im Werk Wilhelm Buschs. Die versteckten Aussagen seiner Bildergeschichten. Europäische Hochschulschriften, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-631-39313-X.
  • Heiko Postma: »Ich müßte lachen, wenn gerade die Welt unterginge...« Über den Dicht-, Denk- und Zeichenkünstler Wilhelm Busch. jmb, Hannover 2009, ISBN 978-3-940970-01-5.
  • Eberhard Rohse: Hominisation als Humanisation? Die Figur des Affen als anthropologische Herausforderung in Werken der Literatur seit Darwin – Wilhelm Busch, Wilhelm Raabe, Franz Kafka, Aldous Huxley. In: Studium generale. Vorträge zum Thema Mensch und Tier. Band VI. Wintersemester 1987/88. Tierärztliche Hochschule Hannover. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1989, S. 22–56, Kap. 2: „Das mit dem Darwin wär gar zu dumm“ – Wilhelm Busch (S. 27–38), ISBN 3-7944-0158-1.
  • Daniel Ruby: Schema und Variation – Untersuchungen zum Bildergeschichtenwerk Wilhelm Buschs. Europäische Hochschulschriften, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-631-49725-3.
  • Gudrun Schury: Ich wollt, ich wär ein Eskimo. Das Leben des Wilhelm Busch. Biographie. Aufbau, Berlin 2007, ISBN 978-3-351-02653-0. (Aufbau-Taschenbücher Nr. 7071, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-7071-3)
  • Wolfgang Teichmann: Summa summarum. Wilhelm Busch, Biographie. 3. Uflaag. Eulenspiegel, Berlin 1963. (Mit eme Ufsatz vom Friedrich Möbius)
  • Gert Ueding: Wilhelm Busch. Das 19. Jahrhundert en miniature. Erweiterte und revidierte Neuausgabe. Insel, Frankfurt am Main/ Leipzig 2007, ISBN 978-3-458-17381-6.
  • Eva Weissweiler: Wilhelm Busch. Der lachende Pessimist. Eine Biographie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03930-6.
  • Berndt W. Wessling: Wilhelm Busch – Philosoph mit spitzer Feder. (=Heyne-Bücher. Nr. 233). Heyne, Münche 1993, ISBN 3-453-06344-9.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wikisource S dütschsprochig Wikiquote hät Zitat zum Thema „Wilhelm_Busch
Wikisource Wilhelm Busch im dütschsprochige Wikisource

 Commons: Wilhelm Busch – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Berndt W. Wessling: Wilhelm Busch – Philosoph mit spitzer Feder. Wilhelm Heyne Verlag, Münche 1993, ISBN 3-453-06344-9, S. 17 und Joseph Kraus: Wilhelm Busch. Rowohlt, Reinbek 1970, 17. Uflaag. 2007, ISBN 978-3-499-50163-0, S. 112.
  2. Gert Ueding: Wilhelm Busch. Das 19. Jahrhundert en miniature. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 39.
  3. Die kleinen Honigdiebe at the Early Comics Archive Archivlink (Memento vom 13. Novämber 2006 im Internet Archive)
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