Text:Michel Buck/Bagenga/Verfraura

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Verfraura[1].

Da reischtana[2] Sack um d Ahsla rum,
Sei’ Zipfelkappa’n im Anka[3],
So loihnat der Bua am Fealbabom[4]
Und dichtat in seini Gedanka.

Deam Büable, deam isch so wind und waih
Vom Schual- und Stubahocka,
Im Feald duß findt as da gfraurna Schnai
Statt Veigelessträuß und Glocka.

Und s ma’ nu’ dussa’n im Grüana sei’,
Und s ma’ nu’ s Vogelgsang haira,
Und s ma’ nu’ hüata’n im Sonnaschei’,
Jahr Leut, wear will ems verkaihra[5]?

Da reischtana Sack um d Ahsla rum,
So thuat der Bua vernaura[6],
Ear loihnat so still am Fealbabom –
Der Bua, der ischt verfraura.

--- <references>

  1. Erfroren.
  2. Aus gehecheltem Flachs gewoben.
  3. Genick.
  4. Weidenbaum.
  5. Verübeln.
  6. Einschlafen.