Text:Michel Buck/Bagenga/S Auchterle

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[94]
S Auchterle.[1]

Sobald der Wind dur d Stupfla[2] gôht
Und d Egda[3] hoppat[4] über d Sôt,
Der Star oim uff da Grindel[5] sitzt
Und s Gweisch[6] von Spinnawebba glitzt,
Nôch, Bruadar, herbstats wäger[7] reacht,
Nôch kommt as schleacht.

Wenn d Neabal walet[8] übers Land,
Da ganza Tag it weicha want,
Wenn s Laub ab Böm und Hecka lôht[9]
Und s Wasser in de Lacha bstôht,
Nôch hôt der Hiat a baise Zeit –
Bei fremde Leut[10]

[95] Hôt koine Strümpf und koine Schuah,
Drum fällt a Schlappa[11] vonra Kuah,
So springt er wôlli[12] hinta’ drei’
Stellt seine Füaß, de kalte, nei’.
Wia gfallet der dia Modischuah?
Gealt, jetz hôscht gnua?

Des deucht di wüascht, i glaub ders au.
Und doch ischts Büable hoilig frauh,
Wenn s seini Füaß so gwärma ka’,
Wo s koini Strümpf und Schuah verma’.[13]
Du stôhscht in deini Pelzla warm,
Der Bua ischt z arm.

--- <references>

  1. Der kleine Nachthirt.
  2. Stoppeln.
  3. Egge.
  4. Holpern.
  5. Pflugbalden.
  6. Stoppelfeld.
  7. Wahrlich.
  8. Sich wälzen.
  9. Läßt.
  10. Im Kehrum bei den Hofbauern, in der sogen. Zech.
  11. Kuhfladen.
  12. Weidlich, hurtig.
  13. Vermag, aufbringen kann.