Text:Michel Buck/Bagenga/Der klei’ Gaunshiat

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Der klei’ Gaunshiat.

Am Bächle leit a grüanar Roi’,
Und dea’ haunt älli Burger gmoi’,
S geit niamad Pfacht und niamad Zeins,
Dô hüatat s Büabli seini Gäuns.

Und daß es d Gäunsla hüata muaß,
Des ischt em grad koi’ häti[1] Buaß.
A mengas, wo wia des so klei’,
Muaß Hennahiat und Kindsmagd sei’.

Und s Hennahüata ischt a Schand,
Weil des die Ällermindschte thant,
Au s Kindumtraga, denk nu’ dra’,
Stôht so ma’ Buscht doch gwiß it a’,

Wo Hosa wia die Graußi trait
Und dea’ ma’n au schau’ schwöra hait[2]
Wo lout schau’ mit der Goißal schnällt
Und hofreacht[3] bis uff hundert zällt.

[88]As ischt noh um a Jährli z thant,
Nôch nimmt as s Loitsoil au in d Hand
Und schüttlat hott[4] und zuicht gauh’[5] wischt[6]
Und füahrt em Vater nous da Mischt.

Des Büable hüatat zwôr nu’ Gäuns,
Doch hôts a Stölzle schau’, a kleins,
S trait s Käpple uffam reachta’n Auhr
Und blôsat Ländler uffam Rauhr.

As blôsat luschtig uff die Knui
– Unds däaff, denn d Wealt ischt wieder nui,
Dô, s Thal mit seini Früahlingssträuß
Und s Dörfle dött vom Bluascht so weiß!

Du bischt noh glückle, Bua, und frei,
Aß wia der Vogel uffam Zwei,
Was diar der Moanzi[7] eaba bring,
Des kümmrat di koin Pfifferling.

O Büable mit der Schweabalpfeif[8],
Du woischt noit, daß a gotzger[9] Reif
Dui Hearrlichkoit verderba ka’ –
Blôs zua, blôs zua, fang vonna a’!

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<references>

  1. Harte.
  2. Fluchen hört.
  3. Frischweg.
  4. Rechts.
  5. Bald.
  6. Links.
  7. Morgige Tag.
  8. Querpfeife.
  9. Einziger.