Text:Michel Buck/Bagenga/D Zeit

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[98]
D Zeit.

Dia Zeituhr gôht so still und gstät,[1]
Du hairscht koi’ Rädle goura,[2]
Doch aih du dra’ denkscht, hôt se s dreht,
Du merkscht as mit Bidoura,
Daß s Jährle frei[3] verlaura’n ischt
Und du deim End vill näher bischt.

Zwôr wenn a’n Aunglück uff der reitt,
Muascht freile Lankweil kriaga;
Doch hôscht halbweags a guati Zeit,
Nôch saischt, ma’ seah sie fliaga,
Und jomarascht, daß so a Ma’,
Wia du, dia Zeit it binda ka’.

[99] Du eilscht und schaffscht, und wenns der will,[4]
Wead ghousat, vill verworba,
Uff oi’ môl stôht dô s Rädle still
Und s hoißt: „der Ding ischt gstorba“,
Dei’ Housa, Bruadar, hôt a’n End,
Dei’ Zuig,[5] des kommt in andre Händ.

Ma’ lobt und schilt a Weile noh –
S wead gmoingli redli gmeassa –,
Nôch kommt nô diar der So und So,
Und du – bischt rei’ vergeassa.
A Fremder lait[6] dein Kittel a’,
Schreibt uff dei’ Thür sein Nama na’.

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<references>

  1. Langsam.
  2. Knarren.
  3. Unweigerlich.
  4. Wohl will, glückt.
  5. Besitz.
  6. Legt.