Text:Michel Buck/Bagenga/D Muatarsproch

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D Muatarsprôch.

I schwätz, wia miar der Schnabel gwachsa’n ischt
Und wia’n is hau’ von meiner Muatar ghairt,
Und glaub, wear seiner Muatar Sprôch it aihrt,
Dear sei schau’ weagedeam koi’ reachter Chrischt.

In weler Sprôch hôt sui denn zua der gsait:
„Komm, Hoidabüable[1], komm, mei’ liaber Schatz,
Dô hôscht von miar da’n aischta Muatarschmatz!“
Wo sui di hôt zua ener nei’ ins Kissa glait?

In weler denn s klei’ Büable s Beata glaihrt,
Vatrunser, Glauba und de zeah’ Gebot,
Äll Morga gfrôgat: „sag, wia vel sind Gott?“
Und was zum aischta Kinderlaihra ghairt?

[86] Des, moin i, sott der doch noh z Heaza gauh’,
Der Muatar süaßi Stimm und iahra Laihr.
Drum, Bruadar, gi der Muatersprôch iahr Aihr
Und laß de Glaihrte iahri Mucka[2] hau’.

As heanchtTönt. a bitzle rouh iarmôl,[3] s ischt wôhr,
Truiheazig aber ischt as denischt[4] doch,
Und was ma’ schwäbisch sait, beim reachta Loch
Muaß s Woat doch nous – jetz was isch füar a Gfôhr?

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<references>

  1. Noch nicht getauft.
  2. Grillen.
  3. Dann und wann.
  4. Doch.