Text:Michel Buck/Bagenga/Am Kinderbrunna

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Am Kinderbrunna.

D Brunnastubathür ischt offa,
S lockig Büable siehts und lacht,
Däaffs doch endle au môl hoffa,
Daß es d Kindla sieht, wo z Nacht
D Hebamm äll der Muatar hollat
Ussam Brunna, wia ma’ sait,
Und in rauti Fätscha[1] grollat
Zuanar nei’ ins Kisse lait.
S Büable sieht a’ Kind im Brunna,
Rausig, lockig, grad wia ear,
Jô, as sieht von hinta, vonna
Ganz akkrat wias Büable hear,
Ma’ se dreha, schüttla, lacha,
D Zähnla blecka[2], gucka wild,
[78] Geschtasa[3] und Gsichter macha,
S ischt halt äll sei’ Eababild.
Aber waih, wia thuats verhoffa[4]!
Zmôl kriagt s Büable s Übergwicht,
S lockig Büable ischt versoffa –
Doch, gottlob, nu’ im Gedicht.

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<references>

  1. Binden.
  2. Weisen.
  3. Gesten, Gebärden.
  4. Erschrecken