Lene Voigt

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d Lene Voigt

D Lene Voigt (* 2. Mai 1891 z Leipzig als Helene Wagner; † 16. Juli 1962 au daa) isch e düütschi Mundartschriftstellerin gsi.

s Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Lene Wagner isch z Leipzsch – wie me dr Stadt im Dialäkt vo döört seit – uufgwachse und het zerscht d Uusbildig zu der Chindergärtnere gmacht. Drno het si bim Insel Verlag gschaffet. 1914 het si dr Friedrich Otto Voigt (1890–1976) ghürootet, wo si sech aber scho 1920 vonnem wider het lo scheide. Denn isch si e freji Schriftstellerin in irere Geburtsstadt gsi. Si het i dr sächsische Mundart gschribe, und iri humorvolle Wäärch sind z Düütschland gly populäär worde.

Drzu het si au Artikel für Zytigen und Zytschrifte gmacht, öppen au für d Schrifte vo dr Arbeiterbewegig.

Wo d Nazionalsozialischte a d Macht cho sind, het d Regierig mit dr Voigt irne parodistische Schrifte nüüt me chönnen afoo, und si het drfür kei Verleger me gfunde.

Sit 1936 het sech d Voigt immer wider wägen ere psychische Chranket lo behandle. Nach em zwöite Wältchrieg isch d Lene Voigt bi dr Verwaltig vom Landchreis Leipzig-Land agstelt gsi, scho gly isch si aber wider is Leipziger Spital für psychisch Chranki choo, wo si bis as Läbensändi bliben isch und glägentlech wyter an irne Gedicht und andere Schrifte gschaffet het.

Sit de 1970er Joore isch vo de Kabarett z Leipzig s Wäärch vo dr Voigt wider füregnoo und mit vill Erfolg uufgfüert woorde. 1995 het me d Lene-Voigt-Gesellschaft e. V. gründet, wo fürs Adänke a die jetz wider berüemti Mundartautoorin lueget. E Teil vo dere irne Stuck git’s jetz au uf Schallplatten und als Hörbüecher.

Wäärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Säk’sche Balladen
  • Säk’sche Glassigger
  • Mir Sachsen – Lauter gleenes Zeich zum Vortragen
  • Leibzcher Lindenblieten
  • Mally der Familienschreck
  • Die sächsische Odyssee

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Lene Voigt: Werke. 6 Bände. Herausgegeben von Monica Schütte, Wolfgang U. Schütte, Gabriele Trillhaase im Auftrag der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. Connewitzer Verlags-Buchhandlung Hinke, Leipzig 2004–2011;
  • Wolfgang U. Schütte: Mein Lebensgepäck heißt Humor ... Lene Voigts Biografie. Ein Dokumentarstück. Leipzig 2003, ISBN 3-928833-53-7.
  • Monica Schütte, Wolfgang U. Schütte, Gabriele Trillhaase: Alphabetisches Titelverzeichnis der Werke von Lene Voigt. Leipzig 2000, ISBN 3-928833-51-0.
  • Volly Tanner und Sophie Sumburane: Stadtgespräche aus Leipzig: „Mir Sachsen“ /// Die Mundartdichterin Lene Voigt heute auf dem Südfriedhof. 2014. ISBN 978-3839216347.
  • Tom Pauls und Peter Ufer: Meine Lene. Aufbau, Berlin 2017 ISBN 978-3-351-03689-8.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]