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Infinitiv

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Dr Infinitiv (vom Latinische infinitus, nit fertig) isch ä Begriff uus dr Grammatik vo de meischte Schbrooche und bezeichnet d Grundform vom Ziitwort, em Verb. Im Dütsche und au im Alemannische isch er unkonjugiert, unabhängig vo dr Person und weder im Singular no im Blural.

Im Änglische wird dr Infiniv im allgemeine bildet mit dr Grundform vom Verb und dr Breposition to. Bischbil: „Sii oder nit sii“ — To be or not to be.

Im moderne Hebräisch isch s ähnlich, dört wird d Breposition li mit dr Bedütig „zue“ em Verb voraagschtellt. Bischbil: hiot het d Bedütig vo „Sii“, as „Sii oder nit sii“ — Lihiot o lo lihiot.

Die romanische Schbrooche hai ihri Infinitivforme vom Latinische gerbt:

  • Französisch: ~er  chanter (singe), ~re  prendre (nä), ~ir  venir (cho)
  • Schbanisch: ~ar  cantar (singe), ~er  prender (feschtnä), ~ir  venir (cho)
  • Italienisch: ~are  cantare (singe), ~ere  prendere (nä), ~ire  venire (cho),
  • s Rumänische bruucht drzue ane d Breposition a: a cînta (singe), a face (mache), a veni (cho)

S Neugriechische kennt dr Infinitv nit.

Alemannisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Infinitiv Präsens Aktiv[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Infinitiv Präsens Aktiv het as Schlusslutt ~e, i gwüsse Mundarte au ~a, ~i und/oder ~u.

Bischbil:

  • ~e mache
  • ~le zapple
  • ~re klappre

Infinitiv Präsens Passiv[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Infinitiv Präsens Passiv wird mit em Hilfsverb wärde, i alpine Mundarte auch mit em Hilfsverb choo bildet. Er isch zwar grammatikalisch möglig, wird aber numme sälte bruucht. As Mundart zieht s Alemannisch Umschriibige im Aktiv vor, wie im Bischbil unde: Er will ass mä en gseht.

Bischbil:

  • Er wett gseh wärde.