Halacha

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D Halacha [-ˈχaː] (hebr.הלכה‎; dütsch: „goo“, „wandle“) isch dr Naame vo dr Überliiferig vom Juudedum, wo sich im Underschiid zur Aggada mit rächtlige Frooge abgit.

Usleegig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In dene rächtligen[1] Uslegige vom schriftlige Kanon vo dr Tora spiegle sich die underschidlige Mäinige vo de Rabbiner, Wäise und Gleerte. Iir Ziil si Regle ufzstelle für alli Situazione im Lääbe, wie sich die Glöibige müesse verhalte. Historisch isch d Halacha e Däil vom Talmud. Si ghöört zur sogenannte mündlige Überliiferig, wo z Jerusalem wie au z Babylon sit dr Zit noch dr Zerstöörig vom erste Jerusalemer Tämpel und em babylonische Exil festgläit worde isch.

„Die Halakhah besteht aus verschiedenen Komponenten. Manche sind sinajitischen, manche sind rabbinischen Ursprungs. Die Verbindlichkeit einer halachischen Anweisung hängt von verschiedenen Kriterien ab. Von maßgeblicher Bedeutung ist der Nachweis einer langen Tradition und die Berufung auf eine anerkannte Autorität. Unter gewissen Umständen kann ein Brauch (Minhag), wenn er einer bestimmten Halacha widerspricht, diese ersetzen.[2]

D Underschäidig in de-oraita und de-rabbanan[ändere | Quälltäxt bearbeite]

E grundlegendi Underschäidig in dr jüdische Rächtsfilosofii isch d Underschäidig vo Gsetz, Vorschrifte und Verordnige (Halachot und Taqqanot) in sonigi, wo dr diräkt Ursprung von ene Gott isch, und die andere, wo us de spöötere Diskussione vo Rabbiner und Rächtsgleerte entstande si.[3] Doo bedütet de-oraita, (aramäisch: דְאוֹרָיְת, hebräisch ‏שֶׁל הַתּוֹרָה‎‎) us dr Tora und de-rabbanan (aramäisch:דְרַבָּנָן, hebräisch ‏שֶׁל רַבּוֹתֵינוּ‎‏‎) vo de Rabbiner. Die Underschäidig isch vilmol nit äifach, wil zu de-oraita nit nume d Vorschrifte zelt wärde, wo in dr Tora schriftlig fixiert si, sondern au sälli, wo mit Hilf vo dr Usleegig (Midrasch, hebräisch ‏מִדְרָשׁ‏‎) us em Teggst chönne abgläitet wärde, und d Gsetz vom Moses am Sinai, wo zur mündlige Überliiferig zelt wärde[3] (hebräisch ‏הֲלָכָה לְמֹשֶׁה מִסִּינַי‎‏‎ – Halacha le–Mosche mi–Sinai).

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Yitzhak Goldfine: Einführung in das jüdische Recht. Eine historische und analytische Untersuchung des jüdischen Rechts und seiner Institutionen. Beiheft 2 zur Zeitschrift Verfassung und Recht in Übersee (ISSN 0342-1228), Hrsg.: Hamburger Gesellschaft für Völkerrecht und Auswärtige Politik, Hamburg 1973, DNB 730522741.
  • Zvi Zohar: Halacha. In: Dan Diner (Hrsg.): Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur. (EJGK). Band 2, Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, S. 507–518.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Halacha – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Die Besonderheit jüdischen Rechts „Das jüdische Recht der Halacha unterscheidet sich von dem uns bekannten Recht in wesentlichen Punkten. Am bedeutendsten sind wohl zwei Aspekte: Erstens sieht sich das jüdische Recht als Resultat göttlicher nicht menschlicher Schöpfung, so dass seine Befolgung eine religiöse und nicht nur eine staatsbürgerliche Pflicht ist. Zweitens stellt das jüdische Recht ein Rechtssystem dar, das die meiste Zeit ohne Einbettung in einen autonomen Staat und somit ohne den Rückhalt einer Staatsmacht existierte und sich entwickelt hat.“ Abgrüeft am 4. Novämber 2008.
  2. Julius H. Schoeps (Hrsg.): Der Weg: haHalakhah. In: Neues Lexikon des Judentums.
  3. 3,0 3,1 Walter Homolka: Das jüdische Eherecht. deGruyter, Berlin 2009, S. 8. ISBN 978-3-89949-452-5 online abgrüft am 10.211.2013