Exil

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S Exil (vo lat. ex(s)ul = i de Främdi labä) isch d Situazioon vo Persone, Manschägruppè oder Völker, wo ihri eigeni Heimat verlooh hend, meischtens wil si vo dene wo d Macht dört usüebe vertribe oder usbürgeret oder suscht irgendwie verfolgt und underdrückt worde sind. Es git vil Forme vo politischer und au religiöser Verfolgig.

was s Exil isch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Als Exil bezeichnet men au de neui - nöd freiwilligí - Uufenthaltsort vo so Persone. Es anders Wort drfür isch s «Asyl». De Unterschíd zur Deportazion (Abschiebig) isch, das sich d Persone oder Lüüt im Exil frei dörfed bewege und wenig Yschränkige händ, im Gegèteil zum Land wo si druus gflüchtet sind.

Es alts Wort für s befolene Exil isch d «Verbannig».

Für diè meischte «Exilantè» isch t'Flucht is Exil nur für e gwüssi Zyt dänkt. Die meischte möchtet í ihres Heimtland wieder zrugggaa, wänn sich t'Situation í ihrem Land spöter wider würd verbessere.

Wänn dr Wächsel vom Läbensruum öpis definitivs isch, so redt men au vo dr Migrazioon.

Völker wo us iirere Heimet furtgange sind, säge vo sich deils au, si läbe i frömde Länder i dr «Diaspora».

Arte vom Exil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

freiwilligs Exil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Én Uuswanderig in es anders Land, öppe zum e nöji wirtschaftlechi Existänz ufz'boue, chan mer au als Wääg is Exil aaluege.

ufwzungnis Exil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Í de Ziitè vom Nationalsozialismus hand villì Judè nur chönne überläbè, wil sie sich rächtzytig in Nachbarländer vom NS-Staat, wie Polè, Frankriich und Grossbrittaniè abgsetzt händ.

s Exil mit Asylrächt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Í villnè Länder hend Exilantè t'Möglichkeit en Asylatraag z'stellè. Mit em Asylatraag überchömmed sie unter de richtigè Verrussetzigè en Asylstatus, wo sie davor schützt í ihres Heimatland abgschobè zwerdè.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Jour fixe initiative berlin: Fluchtlinien des Exils. UMünster 2003, ISBN 3-89771-431-0.
  • Luc Cambrezy: Réfugiés et exilés – Crise des sociétés, crise des territoires. Paris 2001.