Engelhard

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Dr „Engelhard“ isch e Roman vom Konrad vo Würzburg, won en vermuetlig um 1273/74 verfasst het. Er bestoot us 6504 Värs und handlet vo dr Fründschaft zwüschen em Engelhard und em Dietrich. Usserdäm wird über d Liebi zwüschen em Engelhard und dr Engeltrud verzelt, mä cha dr Roman doorum au as „Minneroman“ lääse.[1]

Inhalt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Gschicht vom „Engelhard“ vom Konrad vo Würzburg het drei Hauptinhalt: Si cha under dr Thematik vo dr „Fründschaftssaag“ aagluegt wärde, oder as „Minneroman“,[1] oder as d Gschicht vo dr Häilig vom Ussatz dur s Bluet vo Unschuldige.[2]

D Fründschaftssaag, s wichdigste inhaltlige Motiv vo dr Gschicht, handlet vom Engelhard und Dietrich, wo sich vom Dienst am Hoof vom Köönig Fruote vo Dänemark kennegleert häi und zu unzerdrennlige, dröije Fründ worde si. Die Fründschaft wird zwäimol uf d Broob gstellt. Bi dr erste Broob hilft dr Dietrich im Engelhard si Eer im ene Durnier z verdäidige. Bi dr zwäite Broob muss dr Engelhard sini Chinder umbringe, zum mit deren iirem Bluet dr Dietrich vom ene schwere Ussatz z häile.

S zwäite Motiv isch d Minne zwüschen em Engelhard und dr Engeltrud, wo d Dochder vom Köönig isch. Bis iiri Liebi erfüllt wird, müesse si Broobe bestoo, äini drvo isch d Opferig vo iire Chinder.

S Motiv, wo bäidi Gschichte verbindet, isch d triuwe, in dr Fründschaft wie au in dr Liebi.[3] Gott beloont d Dröiji vom Engelhard drmit, ass er d Chinder wider lääbig macht, wo d' gopferet het, für zum si Fründ z häile.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Teggstusgoobe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Konrad von Würzburg: Das Turnier von Nantes. In: Edward Schröder (Hrsg.): Kleine Dichtungen Konrads von Würzburg. Band 2: Der Schwanritter. Das Turnier von Nantes. Mit eme Noochwort vom Ludwig Wolff. 3. Uflaag. Weidmann, Berlin 1959.
  • Konrad von Würzburg: Engelhard (= Altdeutsche Textbibliothek. Nr. 17). 3. Uflaag. uusegee vom Ingo Reiffenstein. Niemeyer, Tübinge 1982, ISBN 3-484-21117-2.
  • Konrad von Würzburg: Engelhard (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik. Bd. 501). Kümmerle, Göppinge 1989, ISBN 3-87452-738-7.
  • Hans-Hugo Steinhoff (Hrsg.): Ein schöne Historia von Engelhart auss Burgunt. Der „Engelhard“ Konrads von Würzburg in Abbildung des Frankfurter Drucks von 1573 (= Litterae. Göppinger Beiträge zur Textgeschichte. Nr. 107). Mit einer bibliographischen Notiz zu Kilian Han. Kümmerle, Göppinge 1987, ISBN 3-87452-676-3.

Sekundärlitratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Reinhard Bleck: Überlegungen zur Entstehungssituation der Werke Konrads von Würzburg, in denen kein Auftraggeber genannt wird (= Wiener Arbeiten zur Germanischen Altertumskunde und Philologie. Bd. 29). Halosar, Wien 1987, ISBN 3-900-269-29-7.
  • Rüdiger Brandt: Konrad von Würzburg (= Erträge der Forschung. Bd. 249). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1987, ISBN 3-534-09472-7.
  • Rüdiger Brandt: Konrad von Würzburg. Kleinere epische Werke (= Klassiker-Lektüren. Bd. 2). 2. Uflaag. Schmidt, Berlin 2009, ISBN 978-3-503-09867-5.
  • Timothy R. Jackson: Typus und Poetik. Studien zur Bedeutungsvermittlung in der Literatur des deutschen Mittelalters (= Euphorion. Beihefte. Bd. 45). Winter, Häidelbärg 2003, ISBN 3-8253-1540-1.
  • Erich Kaiser: Das Thema der unheilbaren Krankheit im „Armen Heinrich“ Hartmanns von Aue und im „Engelhard“ Konrads von Würzburg und weiteren mittelhochdeutschen Gedichten. Tübinge 1964 (Tübinge, Universität, phil. Dissertation, 1965).
  • Hartmut Kokott: Konrad von Würzburg. Ein Autor zwischen Auftrag und Autonomie. Hirzel, Stuttgart 1989, ISBN 3-7776-0465-8 (Zugleich: Frankfurt am Main, Universität, Habilitations-Schrift, 1987).
  • Inge Leipold: Die Auftraggeber und Gönner Konrads von Würzburg. Versuch einer Theorie der „Literatur als soziales Handeln“ (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik. Bd. 176). Kümmerle, Göppinge 1976, ISBN 3-87452-308-X (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1975).
  • Günter Mayer: Probleme der Sangspruchüberlieferung. Beobachtungen zur Rezeption Konrads von Würzburg im Spätmittelalter. Münche 1974 (Münche, Universität, Dissertation, 1974).
  • Wolfgang Monecke: Studien zur epischen Technik Konrads von Würzburg. Das Erzählprinzip der „wildekeit“ (= Germanistische Abhandlungen. Bd. 24, ISSN 0435-5903). Mit einem Geleitwort von Ulrich Pretzel. Metzler, Stuttgart 1968 (Au: Hamburg, Universität, Habilitations-Schrift, 1963).
  • Elisabeth Rast: Vergleich, Gleichnis, Metapher und Allegorie bei Konrad von Würzburg. Mayr, Würzburg 1936 (Häidelbärg, Universität, Dissertation, 1934).
  • Richard Schrodt: System und Norm in der Diachronie des deutschen Konjunktivs. Der Modus in althochdeutschen Inhaltssätzen (Otfrid von Weißenburg – Konrad von Würzburg) (= Linguistische Arbeiten. Bd. 131). Niemeyer, Tübinge 1983, ISBN 3-484-30131-7.
  • Silke Winst: Amicus und Amelius. Kriegerfreundschaft und Gewalt in mittelalterlicher Erzähltradition (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. Bd. 57 = (291)). de Gruyter, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-11-021263-1 (Au: Berlin, Freie Universität, Dissertation, 2007/2008).

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. 1,0 1,1 Hartmut Kokott: Konrad von Würzburg. Ein Autor zwischen Auftrag und Autonomie. 1989, S. 44.
  2. Rüdiger Brandt: Konrad von Würzburg. Kleinere epische Werke. 2009, S. 130 f.
  3. Hartmut Kokott: Konrad von Würzburg. Ein Autor zwischen Auftrag und Autonomie. 1989, S. 45 f.