Bluet

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S Bluet (lat. sanguis, griech. αἷμα haima) isch e Körperflüssikäit, wo mit Hilf vom Härz-Kräislauf-Süsteem und sine vilfältige Dransport- und Verchnüpfigsfunkzione es de verschidnige Körpergwääb mööglig macht z funkzioniere. S Bluet wird as „flüssigs Gwääb“ bezäichnet, mänggisch au as „flüssigs Organ“.

S Bluet bestoot us spezielle Zälle und us em proteinriiche Bluetplasma, wo im Bluetkräislaufsüsteem die Zälle im Körper umedransbordiert, und wird vom Härz mechanisch dur d Bluetgfääss dur e ganz Körper bumpt. Unterstützt wird s Härz dur d Venenklappe und d Aarbet vo Muskle. D Gfääss, wo vom Härz wägfüere wärde as Arterie bezäichnet und die, wo zrugg zum Härz gönge, as Weene. Im Gfäässsüsteem vom ene erwaggsene menschlige Körper het s öbbe 70 bis 80 ml Bluet pro kg Körpergwicht, das entspricht öbbe 5 bis 6 l Bluet im ganze Körper. Im Durchschnitt häi d Manne öbbe 1 l mee Bluet as d Fraue, was vor drvo chunnt, ass si grösser und schweerer si.

D Funkzioone vom Bluet[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Bluet vo alle Wirbeldier äänelet sich und übernimmt au öbbe die gliiche Funkzione. Es dransbordiert Suurstoff vo de Lunge und Näärstoff vom Verdauigsdrakt zu de Gwääb und Chooledioxid zrugg zu de Lunge und Stoffwäggselbrodukt zu de Usschäidigsorgan. Es isch Däil vom Immunsüsteem und verdäidigt dr Körper gege Fremdkörper (unspezifischi Abweer) und gege Antigen (spezifischi Abweer) mit Hilf vo Fagozyte (Frässzälle) und vo Antikörper. Es spiilt au e wichdigi Rolle wenn dr Körper verletzt wird (Bluetgrünnig und Fibrinolyse). Wil s Bluet die ganz Zit zirkuliert wird d Wermi öbbe gliich im ganze Kürper verdäilt. Bim gsunde Mensch isch d Körpertämpratur öbbe 36 bis 37 °C.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Christina von Braun, Christoph Wulf: Mythen des Blutes, Campus Verlag, Frankfurt/Main [u.a.] 2007.
  • Arnold Angenendt: Sühne durch Blut. In: Frühmittelalterliche Studien 18, 1984, S.437–467.
  • Robert F. Schmidt, Florian Lang, Gerhard Thews: Physiologie des Menschen. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-21882-3.
  • Friedhelm Schneidewind: Das Lexikon rund ums Blut – Der rote Lebenssaft in Mystik und Mythologie, Magie und Medizin, Religion und Volksglaube, Legende und Literatur. Lexikon-Imprint-Verl., Berlin 1999, ISBN 3-89602-224-5.
  • Meinolf Schumacher: Sündenschmutz und Herzensreinheit. Studien zur Metaphorik der Sünde in lateinischer und deutscher Literatur des Mittelalters, Wilhelm Fink Verlag, München 1996, S. 408-416 (Schmutzmaterie: Blut), S. 552–588 (Reinigen mit Blut) ISBN 3-7705-3127-2.
  • Christina von Braun: Viertes Bild: Blut und Blutschande. Zur Bedeutung des Blutes in der antisemitischen Denkwelt. In: Julius H. Schoeps / Joachim Schlör (Hrsg.): Bilder der Judenfeindschaft. Antisemitismus - Vorurteile und Mythen. Augsburg 1999, S. 80–95, ISBN 3-8289-0734-2.
  • Stefan Silbernagl, Agamemnon Despopoulos: Taschenatlas der Physiologie. Thieme, Stuttgart 2003, ISBN 3-13-567706-0.
  • Paul Volz: Die biblischen Altertümer, Komet Verlag Köln 1914, ISBN 3-89836-316-3.
  • Christine Knust, Dominik Groß (Hrsg.): Blut. Die Kraft des ganz besonderen Saftes in Medizin, Literatur, Geschichte und Kultur (= Studien des AKGW, Bd. 7), Kassel 2010, ISBN 978-3-89958-832-3.
  • Jan Steinmetzer, Dominik Groß: Lizenzforderungen auf Blutkonserven - Das Geschäft mit Patenten auf Bluttests, in: Jochen Taupitz (Hrsg.): Kommerzialisierung des menschlichen Körpers, Tagungsband (Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin), Berlin 2007, S. 213–226, ISBN 978-3-540-69894-4.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Blut – Sammlig vo Multimediadateie

Wikisource Vom Baue des menschlichen Körpers - IV. Das Blut von Carl Ernst Bock in „Die Gartenlaube“ Heft 45, 1853 im dütschsprochige Wikisource

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