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Ausbruch des Weltfriedens

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Date vom Drama
Originalditel: Ausbruch des Weltfriedens
Gattig: Komeede, Oi-Akder
Originalsprooch: Deitsch
Autor: Curt Goetz
Erschiinigsjoor: 1958
Uruffüerig: 1958
Ort und Zit vo dr Handlig: Landsitz vom englischa Premierminischder en dr Nähe vo London zo-ra net näher feschglegda Zeit
Persone
  • dr Lord Charles Hatter, dr englische Regiirongsschef
  • d Lady Gwendolin Hatter, sei Frau
  • dr Francois Collet, dr franzeesische Botschafder
  • dr Kommandant Gorotschenko, dr russische Botschafder
  • dr Herr von Aussem, dr deitsche Botschafeer
  • dr Dr. Stauffacher, dr Bodschafter vo dr Schweiz
  • dr Mijnher Willem van Aaradapellenbotten, a hollendischer Physiker
  • dr Parkins, a Butler
Dialäkt: Schwäbisch

Ausbruch des Weltfriedens ischt a Theaderstick en oim Uffzug vom deitsch-schweizerischa Dramadiker ond Schauschbiiler Curt Goetz. Des Stick ischt a utopischa Satire mit deitliche Seidahiib gega d Politik ond d Kircha[1] ond wuud meischdens zamma mit zwoi andre Oi-Akder ondrem Titl “Seifenblasen” zo-ra abendfillenda Vorstellong ausgweidet. Ma kôô’s abr au alloi odr zamma mit andre Oi-Akder uff d Bihne brenga.

S erschde Môl ibr d Bihne ganga isch des Werk em Jôhr 1958.[2][3] A Uffihrong em Theater dauret ogfähr a dreivirtel Stond.

A Relief vom Vorfasser vo deam Theaterstickle

Des Stick schbiilt uff-em Landsitz vom fikdiva englischa[4] Premierminischder Lord Hatter en dr Nähe vo London. Als Zeit hôt dr Autor bloß „Wann?” ôôgäa.

S Bihnabild zeigt an Soloo emma Landhaus. Dr Lord Hatter gôht hin ond her. Seine Libba beweget sich, so, als dät’r a Ôschbrôch iaba. D Lady Gwendolin, sei Frau, wirft an priafenda Blick uffs kalde Bíffee em Hendrgrond ond frôgt ihrn Môô, was heit eigentlich Bsondrs los wär, er dät sich so seltsam benemma, seit’r heit môrga mit sellem oigaardiga Hollender a Schwätzle ghalda hett. Nô sait dr Lord zo seira Gaddin, dass-se bald drhendrkomma dät, was-es mit deam Fremda so uff sich hôt, der wär ibrigens a brilljander Gelehrder, a Physiker.

So nôch ond nôch meldet dr Butler d Ôkonft vo de gladene Gäscht: Zerscht tridd dr franzeesische Botschafder ei, bald druff dr deitsche, a bissle schbäter dr russische ond schliaßlich noh dr Botschafder vo dr Schweizerischa Eidgnossaschaft. De weitre Diplomada, wo au eiglada wôrra send, z. B. vo Amerika, lend sich entschuldiga. Als ledschder Gascht kommt dr Mijnher Willem van Aaradapellenbotten. Nôch-em iblicha kleina Gschwätz wuud dr Hollender uffgfordret, endlich mit seim Vortrag ôôzfanget. Der sait pfeilgrad raus, dr Ausbruch vom Weltfriida dät kurz bevorstanda. Ogfähr en fuffzg Menudda dirft’s soweit sei, sofern dia ôôwesende Herra nix drgega hedded. Jetzt wellet nadirlich älle vo sellem Fremda wissa, wia so a Wonder bassiira kôô. Dô druff sait dr Hollender, zamma mit a baar Kollega häb’r en jôhrelanger Arbet en-ra Irra-Ôstalt da SAGUWIL entwicklet, des isch dr SA-tellit des GU-ten WIL-lens. Wenn der erscht em Weltraum wär, dät’r Strahla uff d Erde senda, wo de ganz Menschheit en friidliche Lemmer vorwandla kôô. Dui Behaubdong leest bei älle Zuaheerer a graußa Diskussioo aus. Schliaßlich send sich älle dô dren einig, dass fir so ebbes d Welt noh lang et reif ischt. Drom wuud der Plôô au mit fadascheinige Ausreda abglehnt. Dô druff moint dr hollendische Mijnher, des hedd’r komma seha. Drom wär dr SAGUWIL au scho uff-em Weg ens All. Seine Freind heddet-en vôr wenige Menudda abgschossa!

Bei deane Diplomada herrscht a vorleagena Ratlosigkeit. Koiner woiß so reacht, wia-nr sich benemma soll, om sich et lächerlich zo macha. Schliaßlich ganget älle ans Fenschder, bis uff da Hollender, wo sitza bleibt ond sei Brill butzt. – S grauße Schweiga. – Warda. – Nausganga. – Wiidr reikomma. – S elektrisch Liacht flackret, vorlischt, gôht wiidr ôô. – Älle fallet sich om da Hals ond send friidlich. Dr Butler fillt d Gleser mit Sekt. „Auf das Wunder!” Us-em Radio teent „Freude schöner Götterfunken …”

A bissle Gschicht

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Em Vorwort zo seim Stickle schreibt dr Curt Goetz, dui Idee, durch eißre Middel d Hirn vo de Menscha zom Guada zo vorleida, weil so ebbes durch geischdige Middel et meglich scheint, dät’r scho seit 30 Jôhr mit sich romtraga. Zom erschda Môl hedd’r sellen Gedanka en seim Drehbuach zom UFA-Film «Die sieben Ohrfeigen» vorwirklicht. Des hedd solla so ablaufa: A jonger Môô vorschafft sich bei dr Kriagsinduschtrii Zuatridd ondr dr Vorgab, er häb a Giftgas erfonda. Wia-nr nô abr erklärt, wia sich des Giftgas vo de andre Kriagsmiddel ondrscheida dät, nemlich dass des Gas d Leit et ombrengt, sondern älle, wo dô drô schnifflet, en friidvolle Lemmer vorwandlet, wo vo Kuhaglocka traimet statt vo Kanonadonner, wuud’r nausgschmissa. Zom Curt Goetz seim Vordruss isch dui Idee us-em Drehbuach gschdricha wôrra, weil mr glaubt ghet hôt, se wär firs „Lieschen Müller” zo hoch.

Litradur ond Quell

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  • Curt Goetz: Sämtliche Bühnenwerke, Band 3, S. 961 bis 988, Wilhelm Heyne Verlag, München, 1977, ISBN 3453-00773-5

D Beschreibong vo dr Handlong bei fischerverlage.de

Oinzlne Nôchweis ond Fuaßnoda

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  1. Abr et gega d Religioo!
  2. Curt Goetz, Vom Schurken zum Satiriker - Eine Kurzbiografie von Jan-Eric Loebe deutscher-tonfilm.de, 11. Februar 2008, gfunde uf web.archive.org am 12. Oktober 2014
  3. Ein Satellit lässt den Weltfrieden ausbrechen (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.nordbayern.de nordbayern.de, Artikel vom 14. November 2011
  4. Zo dera Zeit, wo dr Curt Goetz dean Oi-Akder vorfasst hôt, hôt mr em deitscha Schbrôchroom emmer da Begriff „englisch” fir „bridisch” vorwendet