Arier

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Dr Usdruck Arier (Sanskrit आर्य ārya [1], avestisch airiia, altpersisch aryā [2] neupersisch آریائی āryā’ī [3], isch e Sälbstbezäichnig vo Lüt, wo indoiranischi Sprooche schwätze. Sit em 19. Joorhundert si öiropäischi Leenforme vom Wort vor allem in dr vergliichende Sproochwüsseschaft verwändet und vo dört au in andere Beriich übernoo worde.

Vor allem isch dr Begriff „Arier“ in Rasseideologie im 19. und 20. Joorhundert iigsetzt worde, zum Aaghöörigi vo bestimmte Menschegrubbe z bezäichne, wo drnooch definiert worde si, zu welere „Rasse“ bzw. „Hererasse“ si ghööre. Er isch bis zum Ändi vom Zwäite Wältchrieg vor allem as Antonym vo „Juud“ im Umlauf gsi. Vo wisse Rassiste wird dr Begriff „Arier“ as e Bezäichnig für die „wissi Rasse“ brucht, zum Bischbil vo de Aryan Nations in de USA oder vo Neonazi im dütschsproochige Ruum.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Kwelleforschig

  • Jahanshah Derakhshani: Die Arier in den nahöstlichen Quellen des 3. und 2. Jahrtausends v. Chr. Grundzüge der Vor- und Frühgeschichte Irans. 2. Uflaag mit Addendum. International Publications of Iranian Studies, Teheran 1998, ISBN 964-90368-6-5.

Begriffs- und Wüsseschaftsgschicht

  • Konrad Koerner: Observations on the sources, transmission, and meaning of 'Indo-European' and related terms in the development of linguistics. In: Indogermanische Forschungen 86 (1981), S. 1–29.
  • Manfred Mayrhofer: Etymologisches Wörterbuch des Altindoarischen (= Indogermanische Bibliothek. Reihe 2: Wörterbücher. Band 1–3). 3 Bänd. Winter, Häidelbärg 1990–2001, ISBN 3-533-03826-2 (Set).
  • Rüdiger Schmitt: Aryans. In: Encyclopaedia Iranica. Band 2, Fasc. 7, S. 684–687.
  • Josef Wiesehöfer: Zur Geschichte der Begriffe „Arier“ und „arisch“ in der deutschen Sprachwissenschaft und Althistorie des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Heleen Sancisi-Weerdenburg, Jan Willem Drijvers: The Roots of European Tradition (= Achaemenid History. Band 5). Proceedings of the 1987 Groningen Achaemenid History Workshop. Nederlands Instituut voor het Nabije Oosten, Leiden 1990, ISBN 90-6258-405-5, S. 149–167.

Wirkigsgschicht

  • Michael Bergunder, Peter Rahul Das (Hrsg.): „Arier“ und „Draviden“. Konstruktionen der Vergangenheit als Grundlage für Selbst- und Fremdwahrnehmungen Südasiens (= Neue Hallesche Berichte. Band 2). Franckesche Stiftungen, Halle 2002, ISBN 3-931479-34-X.
  • Edward Bryant: The Quest for the Origins of Vedic Culture. The Indo-Aryan Migration Debate. Oxford University Press, Oxford u. a. 2001, ISBN 0-19-513777-9.
  • Gérard Fussman, Jean Kellens, Henri-Paul Francfort, Xavier Tremblay: Āryas, Aryens et Iraniens en Asie Centrale (= Publications de l'Institut de Civilisation Indienne. Band 72). Boccard, Paris 2005, ISBN 2-86803-072-6.
  • Nicholas Goodrick-Clarke: Hitler's Priestess. Savitri Devi, the Hindu-Aryan Myth, and Neo-Nazism. New York University Press, New York u. a. 1998, ISBN 0-8147-3110-4.
  • Maurice Olender: Die Sprachen des Paradieses. Religion, Philologie und Rassentheorie im 19. Jahrhundert. Campus-Verlag, Frankfurt u. a. 1995, ISBN 3-593-35191-9.
  • Léon Poliakov: Der arische Mythos. Zu den Quellen von Rassismus und Nationalismus. Aus dem Französischen. Junius, Hamburg 1993, ISBN 3-88506-220-8 (Originaltitel: Le mythe aryen, 1972).
  • Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. 2. Uflaag. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019549-1, S. 54–63.
  • Klaus von See: Der Arier-Mythos. In: Nikolaus Buschmann, Dieter Langewiesche (Hrsg.): Der Krieg in den Gründungsmythen europäischer Nationen und der USA. Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 2003, ISBN 3-593-37368-8, S. 56–84.
  • Bernard Sergent: Les Indo-Européens. Histoire, langues, mythes. Nouvelle édition revue et augmentée. Payot & Rivages, Bariis 2005, ISBN 2-228-88956-3.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Arier – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Monier Monier-Williams: A Sanskrit-English Dictionary etymologically and philologically arranged with special reference to cognate Indo-European languages, Clarendon Press, Oxford 1898, S. 152, s.v. अर्य [1]; Otto Böhtlingk: Sanskrit-Wörterbuch in kürzerer Fassung, St. Petersburg 1879-1889, Band 3, S. 1115-1/2, s.v. अर्य [2].
  2. Rüdiger Schmitt: Aryans. In: Encyclopaedia Iranica. Band 2, 1987, S. 684.
  3. Dr Begriff aryā het im Persische bis zum Ändi vo dr Achämenidezit existiert; denn het en im Middelpersische dr Begriff ērānī abglööst, wo zum nöipersische īrānī worde isch. Erst im 20. Joorhundert isch dr Begriff Arier us em Franzöösische als āryā’ī nöiimportiert worde.
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