Mykotoxin

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Mykotoxin sind sekundäri Stoffwächselprodukt vo Schimelpilz, wo scho i chline Mänge giftig sind. E Chranket, wo vo Mykotoxin usglöst wird, heisst Mykotoxikose.

Iifüerig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bis hüt sind öppe 200 Arte vo Mykotoxin bekannt, wo vo über 300 Pilzarte produziert werded. Es bestimmts Toxin cha vo mehrere Schimelpilzarte produziert werde oder nume vo eim. Di optimale Bedingige für d Produktion vo Mykotoxin müend nöd unbedingt di gliche si wiä diä für s Wachstum vom Pilz.

Mykotoxin sind sehr resistänt gäge höchi Tämperature. Zum Aflatoxin zerstöre bruchts zum Bispil Tämperature vo 100-120°C über längeri Zyt (>30 Minute).[1]

De Mänsch nimmt Mykotoxin vor alem über Läbenmittel uf. Jedes verschimlete Läbensmittel cha Mykotoxin enthalte.
Es git drü Möglichkeite, wiä es Läbensmittel cha kontaminiert werde:

  • Primärkontamination: S Produkt wird scho ufem Fäld vo Pilz befale, wo denn Mykotoxin produziered (vor alem Getreide).
  • Sekundärkontamination: S Produkt wird während de Lagerig versüücht.
  • Carry over: Nutztier frässed mit Mykotoxin versüüchts Fuetter und gäbed d Gift a ihri Produkt wiiter (Eier, Milch, Fleisch).

D FAO schätzt, dass öppe 25 % vo de wältwiite Läbensmittelproduktion Mykotoxin enthalted. Am meischte betroffe sind Getreide und Nüss. D Bedingige für d Bildig vo Mykotoxin sind am beschte i de tropische und subtropische Gebiät.

Arte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es git öppe 200 Arte vo Mykotoxin. Di wichtigschte werded da erwähnt.

Aflatoxin[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Aflatoxin werded vo de Schimelpilzarte Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus, aber au vo andere Aspergillus Spezies, bildet. Es git sächs Haupttype: B1, B2, G1, G2, M1 und M2. D Type M1 und M2 werded vo Nutztier us de Type B1 und B2 bildet.

Di optimal Tämperatur für d Bildig vo dene Toxin isch 20-30°C. E höchi Wasseraktivität isch ebefalls förderlich. Bsunders vil findet mer Aflatoxin i Nüss, Trochefrücht und Gwürz[2].

Aflatoxin sind bsunders hitzestabil. Es brucht mindischtens 100°C zum's zerstöre. Bim Bache wird diä Tämperatur im Innere vom Produkt meischtens nöd erreicht, drum isch Bache kei würksami Massnahm gäge Mykotoxin. Gwüssi Prozäss mit Süüre oder Lauge sind dütlich würksamer.

Aflatoxin ghöred zu de giftigschte Mykotoxin und chönd Läberchräbs verursache und Embryone schädige.

Ochratoxin A[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Ochratoxin A wird vor alem vo Aspergillus und Penicillium Arte bildet. De Tämperaturberich isch gross und lit zwüsche 4 und 30°C. Betroffe sind vor alem Getreide, Bier, Kafi, Wiiberi und Wii.

Ochratoxin A isch bsunders für d Niäre giftig.

Fumonisin[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Diä Mykotoxin werded vo Fusarium Arte bildet. Bsunders vil devo findet mer uf Mais, aber anderi Getreidearte sind au betroffe.

D Würkige vo Fumonisin uf de Mänsch sind nöd eidütig wüsseschaftlich beleit. Es wird aber vermuetet, dass si Chräbs (bsunders Spiisröhrechräbs) verursached und d Neuralrohr vo ungeborne Chind schädiged.

Trichothecen[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mer kännt über 60 Arte vo Tichothecen. Si ghöred wiä d Fumonisin zu de Fusariumtoxin. Bsunders gföhrlich isch's T-2. Aber au Nivalenol und Deoxynivalenol ghöred zu de bekanntischte.

Befale wird vor alem Getreide. Bsunders starch belaschtet isch skandinavische Hafer. D Pilz, wo Trichothecen bilded, sind im Bode wiit verbreitet und wachsed i füechte und gmässigte bis chüele Klimazone. De Befall mit dene Pilz findet also meischtens scho ufem Fäld statt, cha aber au während de Lagerig passiere.

Während und nach em zweite Wältchriäg hät's i de Sowjetunion mehreri Epidemiä mit über 100'000 Tote gä. Me vermuetet, dass si vo Getreide, wo mit Trichothecen versüücht gsi isch, verursacht worde sind. Di betroffne Mänsche händ müese chotze und händ a Buchweh, Fiäber, Naseblüete und Dünnpfiff glitte [2].

Gränzwert[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I de EU gits sit em 1. Juli 2006 e Höchschtmängeverornig für Mykotoxin.

  1. Verordnung (EG) 1881/2006 [1]

Referänze[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Krämer Johannes, Lebensmittelmikrobiologie, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart
  2. 2,0 2,1 Steinberg, Hamscher, Toxikologie in der praktischen Qualitätssicherung, Behr's Verlag